Muslimische Verbände fordern gleiches Recht wie Kirchen


Quelle: ad-hoc-news.de

Muslime wollen eigenen Träger für Altersheime und Kindergärten
Mazyek will für Wohlfahrtsverband gleich Rechte und Pflichten wie für christliche Verbände.

dapd

Osnabrück (dapd). Muslime in Deutschland wollen einen eigenen Wohlfahrtsverband als bundesweiten Träger für Altersheime oder Kindergärten gründen. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland (ZMD), Aiman Mazyek, sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Freitagausgabe) laut Vorabbericht, ein solcher Betreiber sei für die Muslime dringend notwendig und solle die gleichen Rechte und Pflichten haben, wie sie auch für die christlichen Wohlfahrtsverbände gelten.

Mazyek erläuterte, dieser Trägerverband solle unter dem Dach der wichtigsten muslimischen Verbände stehen, die den überwiegenden Teil der Moscheegemeinden in Deutschland vertreten. Gearbeitet werde an dem Vorhaben deshalb im Koordinierungsrat der Muslime mit seinen Mitgliedsverbänden VIKZ, DITIB, Islamrat und ZMD.

Mazyek sagte, mancherorts in Deutschland finde sich kaum ein nicht-kirchlicher Kindergarten. Auf der anderen Seite könnten christliche Träger andersgläubige Beschäftigte ausschließen. „Das ist rechtlich in Ordnung und ich habe Verständnis dafür“, sagte der ZMD-Vorsitzende. Dennoch wünsche er sich eine Öffnung. Es sei keine Seltenheit, dass kirchliche Kindergärten oder andere Einrichtungen bis zu 90 Prozent muslimisches Klientel hätten, aber immer noch keine Muslime beschäftigten dürften. Umgekehrt schlage schon auf kommunaler Ebene muslimischen Initiativen ein generelles Misstrauen entgegen.

4 Comments

  1. Herr Mayzek ist ein Wolf im Schafspelz. Vor geraumer Zeit gab er in langes Interview in der ZEIT – dabei entpuppte er sich als strammer muslimischer Konservativer, der Frauen als Menschen zweiter Klasse sieht, die bürgelrichen Freiheitsrechte für eine europäische Verirrung hält und auf dem Vorrecht seiner Religion gegenüber anderen Religionen und staatlichen Einrichtungen beharrt. Da ist er nicht anders als die katholische Kirche.
    Es zeigt sich, daß die muslimischen Verbände durchsetzt sind von Leuten, die von Gottesstaaten träumen.
    Die Forderungen nach eigenen Sozialeinrichtunge scheint logisch, sind aber nur der Versuch, erneut religiöses Terrain zu reklamieren und Gelder für Einrichtungen, deren Verwaltunund Struktur dann der säkularen Kontrolle entzogen werden, genauso wie bei der katholischen Kirche.

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  2. Die Lösung sind säkulare Krankenhäuser und Kindergärten, Religion hat Privatsache zu sein.
    Schluß mit religiöser „Trägerschaft“ gesellschaftlicher Einrichtungen. Moslems und Christen und alle sonstigen wollen mehrheitlich auch gar keine religiösen Trägerschaften, das sind nur Machtinstrumente der Religionsbürokraten die eigentlich nur wenige Menschen vertreten.

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  3. Im Grunde hat er völlig Recht. Solange die christilichen Organisationen diese Rechte haben, dann müssen sie auch den muslimischen zugestanden werden.

    Oder, meiner Meinungn nach, keinem. Was in vielen Fällen die bessere Lösung wäre.

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  4. Frei nach H.Heine: „Denk ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht“.

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