G. Beckstein: Demokratischer Konsens mit Leitkultur


Foto: Günther Beckstein, dts Nachrichtenagentur

Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) hat den Begriff der Leitkultur verteidigt. Der “Zeit”-Beilage “Christ und Welt” sagte der Politiker, kein Mensch verlange von Migranten eine komplette Assimilation, aber der Begriff der Leitkultur stelle “einen verpflichtenden demokratischen Konsens” her. Die deutsche Kultur sei geprägt vom Christentum und seinen jüdischen Wurzeln sowie von Aufklärung und Humanismus.

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Aus ihnen hätten sich gesellschaftliche Grundlagen wie Demokratie, Laizismus, Aufklärung, Menschenrechte und die Zivilgesellschaft entwickelt. Diese Leitkultur müsse von den in Deutschland lebenden Menschen verbindlich respektiert werden, sei aber bei aller Grundlagentreue offen für neue Einflüsse. Beckstein wurde 2007 bayrischer Ministerpräsident, verlor sein Amt aber bereits ein Jahr später in Folge der starken Verluste seiner Partei bei den Landtagswahlen 2008.

1 Comment

  1. Leitkultur !? Wenn ich dieses Reizwort nur schon höre, platzt mir der Kragen ! Dieses Wort – und der dahinter stehende Sinn – ist doch alles andere als vorbildhaft. Kennt denn der Beckstein die blutige Entwicklungsgeschichte des Christentums nicht ? Und diese verbrecherische Historie nehmen sich christliche Politiker zum Vorbild !?

    Aber offenbar lügen sich christliche Politiker eine Historie zusammen, die mit der Wirklichkeit nun wirklich nichts gemein hat. Geschichtliche Fakten werden hier offenkundig verdrängt und schön geredet. Aber das ist ja bei christlich orientierten Politikern nichts Neues !

    Und auf den Humanismus sollte sich der Beckstein wirklich nicht berufen. Diese Philosophie haben nämlich bereits die alten Griechen begründet. Das ist keine christliche Erfindung. Von dieser Philosophie ist das Christentum meilenweit entfernt.

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