Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

 

Philippinen: unsägliche menschenverachtende katholische Kirchenmoral

[…]Seit Wochen sind auf den Philippinen Kirche und Politik entzweit. Hintergrund ist der Gesetzentwurf über „Reproduktive Gesundheit“. Eine zur „Großmutter aller Proteste“ erklärte Veranstaltung an diesem Freitag im Zentrum Manilas soll der Höhepunkt einer Kampagne der Bischöfe gegen das Gesetz werden … Das Gesetz sieht unter anderem Sexualaufklärung an Schulen vor und soll Krankenhäusern und Gesundheitszentren erlauben, Verhütungsmittel zu verschreiben und kostenlos an Arme abzugeben. Darüber hinaus soll die medizinische sowie soziale Fürsorge für junge Mütter und Schwangere verbessert werden. Eine Legalisierung von Abtreibung ist in der Vorlage nicht enthalten – obwohl die Kirche in Stellungnahmen und Predigten auch dagegen zu Felde zieht[…]

Laizisten auf „Kreuzzug“ nach Straßburg
[…]Der Entscheid der heimischen Höchstrichter wird beim Menschengerichtshof angefochten. Überdies soll die Bevorzugung von Religionen im ORF gekippt werden … Das sei nicht mehr zeitgemäß, daran würden auch die Urteile der vergangenen Woche nichts ändern. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat die Klage gegen Kreuze im Kindergarten abgewiesen. Nun werde man vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg ziehen, so die Advokatin. Dieser hat zwar auch erst vorige Woche entschieden, dass Kreuze in italienischen Klassenzimmern in Ordnung seien, weil sich Schüler dadurch nicht indoktrinieren lassen. Im Kindergarten gehe es aber um Kleinkinder, die Symbole noch nicht kritisch analysieren könnten, argumentierte Einwallner[…]

Vatikan: Säkularisierung hat LIEBE versaut
[…]Es gibt einen Bereich, in dem die Säkularisierung auf eine besonders gefährliche und weit verbreitete Form eingegriffen hat, das ist der Bereich der Liebe. Die Säkularisierung der Liebe bedeutet, aus der menschlichen Liebe, in all ihren Formen, Gott zu entfernen. Dadurch soll diese zu etwas rein „Weltlichem“ werden, in dem Gott „überflüssig“ wird, und fast als ein Ärgernis wirkt. Aber das Thema der Liebe ist nicht nur für die Evangelisierung wichtig, wenn es um die Beziehungen mit der Welt geht. Sie ist auch und vor allem für das innere Leben der Kirche wichtig, für die Heiligung ihrer Mitglieder. Das ist die Perspektive, mit der die Enzyklika „Deus caritas est“ von Papst Benedikt XVI. diese Wirklichkeit betrachtet. Diese wollen wir auch unseren Überlegungen voranstellen. Liebe leidet unter dieser fatalen Aufteilung, die nicht nur in den Köpfen der säkularen Welt, sondern auch auf der gegenüberliegenden Seite zu finden ist, also unter den Gläubigen und besonders unter den gottgeweihten Personen. Stark vereinfacht, könnten wir die derzeitige Weltlage als einen „Eros ohne Agape“ definieren, die aber unter Gläubigen oft zur „Agape ohne Eros“ wird[…]

Österreichische Bischofskonferenz präsentiert Jugendkatechismus
[…]Auf knapp über 300 Seiten wird versucht, in jugendgerechter Sprache den christlichen Glauben und die katholische Lehre zu entfalten. Warum ist die Kirche gegen voreheliche Sexualbeziehungen? Was ist mit Menschen, die homosexuell empfinden? Warum ist Maria Jungfrau? Wozu sind wir auf der Erde? Was ist das ewige Leben?
Manche Fragen mögen vielleicht überraschen. Die Antworten tun es nicht. Kein Wunder, basieren sie doch auf dem (eher spröden) Weltkatechismus, der vor 14 Jahren herausgegeben wurde. Und eben nicht beispielsweise auf dem Katechismus von Bischofskonferenzen, die im Eifer des Aufbruchs nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil publiziert wurden[…]

Bankdirektorin will alltagstaugliche Ethik und hofft auf Hilfe von Religioten
[…]Hannover (epd). Die Direktorin der Deutschen Bank, Marlehn Thieme, wünscht sich in Deutschland mehr Gespräche zwischen Verantwortungsträgern aus Politik, Kirche, Wirtschaft, Wissenschaft und Medien. „Wir brauchen so etwas wie eine alltagstaugliche Ethik“, sagte Thieme am Mittwochabend in Hannover bei einer Diskussion des Hanns-Lilje-Forums. Dabei müssten angesichts einer immer mobiler und internationaler ausgerichteten Gesellschaft immer wieder Freiheiten und Grenzen ausgelotet werden. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) werde demnächst ein Papier „Evangelische Verantwortungseliten“ veröffentlichen, von dem sie sich dazu Impulse erhoffe, sagte Thieme, die dem Rat der EKD angehört. Dabei müsse sich die Kirche einerseits den Herausforderungen des digitalen Zeitalters und der neuen Medien stellen. Zugleich sei jeder einzelne Pastor gefragt, mit Verantwortungsträgern in seiner Gemeinde im Kontakt zu bleiben. „Je mehr sich die Kirche in praktischen Fragen äußert, desto mehr wird sie gehört“[…]

USA: katholischer Fernsehprediger suspendiert
[…]New York (kath.net) Der in den USA und in vielen Ländern bekannte Prediger und Buchautor Pater John Corapi wurde von seinem Vorgesetzten bis auf weiteres aus dem priesterlichen Dienst entlassen. Am 19. März 2011 bestätigte Father John Corapi, daß eine ehemalige Mitarbeiterin von ihm, die anonym blieb, einen dreiseitigen Brief an mehrere Bischöfe der USA gesendet hatte worin sie den Priester anklagt sich sexuell an ihr und anderen Damen vergangen zu haben. Auch würde der Priester, so die Anklägerin, regelmäßig Drogen konsumieren.[…]

Österreichische Bischöfe: unerträgliches Kreuz-Geschwurbel
[…]Religiösen Symbolen ist es eigen, dass sie eine vielschichtige Bedeutung in sich tragen. Im Klassenzimmer wie im Gerichtssaal gibt es Beurteilungen und Urteile – das Kreuz hält den Blick offen, dass solch menschliche Entscheidungen keine letztgültigen sind. Es entlastet und relativiert zugleich. Das Kreuz im Krankenzimmer, in dem sich oft unerbittlich die Sinnfrage stellt, steht als Garant einer letzten Hoffnung, denn beim Kreuz ist auch die Auferstehung. Das Kreuz mahnt an, zu welchen Grausamkeiten der Mensch gegenüber Unschuldigen fähig ist und es erinnert gleichzeitig an die Lebenshingabe für Menschen in Liebe. Durch das Kreuz wird deutlich, dass hier Menschen wirken, die sich unter Gott wissen und sich selbst nicht zum Maß der Dinge erheben. Auch für die Andersgläubigen kann sich so eine gemeinsame Basis des Vertrauens ergeben, die für das Zusammenleben sehr wichtig ist. Es gibt daher nicht nur gläubige Christen, sondern auch Menschen aus anderen Religionen und auch solche, die von sich sagen, dass sie nicht an Gott glauben, die beide Urteile begrüßen. Dies unterstreicht die lebensbejahende und friedensstiftende Botschaft des Kreuzes, die für jeden Menschen zur Quelle der Hoffnung werden kann. Christen sehen darin mit Blick auf Ostern die Botschaft von der Auferstehung und von der Liebe Gottes zu den Menschen[…]

Größte evangelikale Jugend-Indoktrination des Jahres
[…]Stuttgart (idea) – Mit rund 140.000 Besuchern allein in Deutschland soll die Jugendevangelisation JesusHouse das größte christliche Jugendereignis in diesem Jahr werden. Dabei wird vom 30. März bis zum 2. April eine zentrale Veranstaltung in Stuttgart per Satellit an 402 Orte in Deutschland und weitere 100 in Mitteleuropa übertragen und dort zum Mittelpunkt lokaler Veranstaltungen gemacht. Außerdem kann das Stuttgarter Programm auch im Internet und im Fernsehsender ERF1 verfolgt werden. Hinter der Evangelisationskampagne steht ein Trägerkreis mit Persönlichkeiten aus Landes- und Freikirchen, darunter der württembergische Landesbischof Frank Otfried July (Stuttgart), der Erste Bürgermeister von Stuttgart, Michael Föll (CDU), und der Fußballnationalspieler Cacau (Stuttgart)[…]

Brasilien überrollt evangelikale  Superverblödung
[…] SEPAL hat errechnet, dass die Evangelikalen im Jahr 2020 mehr als die Hälfte der dann 209 Millionen Brasilianer stellen. Bisher galten rund 70 Prozent als römisch-katholisch; nach den Berechnungen von SEPAL wären es heute etwa 60 Prozent. Zu den historischen evangelischen Kirchen zählen rund fünf Prozent, von ihnen sind 0,5 Prozent lutherisch. Sieben Prozent gelten als religionslos. Daneben gibt es zahlreiche indianische[…]

Kirche und Diakonie: Streit über Streik bei Bundesarbeitsgericht angekommen
[…]Beim Bundesarbeitsgericht in Erfurt liege der Antrag auf Revision von evangelischer Kirche und Diakonie vor, sagte eine Sprecherin des Gerichts am Donnerstag auf Anfrage sagte. Mit der Verhandlung sei aber erst ab Anfang 2012 zu rechnen. Das Landesarbeitsgericht Nordrhein-Westfalen in Hamm hatte Anfang des Jahres Arbeitskampfmaßnahmen wie Streiks bei Kirche und Diakonie nicht mehr grundsätzlich ausgeschlossen (AZ: 1 AZR 179/11). Der Vorstandssprecher der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, Günther Barenhoff, hält eine weitere Klärung vor dem Bundesverfassungsgericht für möglich. Bei dem Streit gehe es um unterschiedliche verfassungsrechtliche Sichtweisen, sagte Barenhoff in Münster dem epd. Im Kern gehe es um die Frage, wie weit das in der Verfassung garantierte Selbstbestimmungsrecht der Kirche greife. Das Grundgesetz garantiere aber auch die Freiheit, Koalitionen zu bilden. Es gebe aber kein Grundrecht auf Streik, meinte der Theologe[…]