Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Religiotisches Dawkins-Bashing
[…]Was ist es, dass Dawkins zu einem vieldiskutierten Autor macht? Sicherlich nicht die Originalität seiner Thesen. Dawkins„ Werke reaktivieren einen grobschlächtigen Naturalismus, der die Existenz aller Phänomene leugnet, die sich nicht naturwissenschaftlich beweisen lassen. Immer wieder attackiert er eine naive Bibelgläubigkeit – ohne dabei zuzugestehen, dass er damit allenfalls Überzeugungen evangelikaler Kreise, keineswegs aber die christliche Theologie als Ganze trifft. Sein mechanistisch verarmtes Weltbild lässt fast die ganze philosophische und theologische Tradition der letzten Jahrhunderte unberücksichtigt, und seine Einlassungen zu Begriffen wie Geist, Freiheit und Kausalität sind geradezu haarsträubend trivial[…]

Bischof Zollitsch warnt vor übereiltem Atomausstieg
[…]Auch die katholische Kirche schaltet sich in die Debatte über die Zukunft der Kernenergie ein. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, mahnte Realitätssinn und Sachlichkeit an. „Zunächst einmal gilt: Wir brauchen eine stabile und zuverlässige Energieversorgung. Der Verzicht auf die Atomenergie setzt Alternativen voraus“, sagte der oberste Repräsentant der katholischen Kirche in Deutschland dem Hamburger Abendblatt. Stromimporte bedeuteten im Zweifelsfall Atomstrom aus Frankreich, neue Kohlekraftwerke verstärkten den Klimawandel, Wind- und Solarenergie brauchten neue Netze[…]

“Vorhof der Völker”: von wegen Dialog mit Ungläubigen, nichts als Mission
[…]Liebe Jugend, ihr könnt nicht nur eure Lebenserfahrung teilen, sondern auch euren Weg, auf dem ihr euch dem Gebet nähert. Gläubige und Nichtgläubige, anwesend auf diesem Domplatz des Unbekannten, ihr seid eingeladen, auch das Innere des Heiligen Raums zu betreten, diese wunderbare Pforte von Notre-Dame zu überschreiten und die Kathedrale für einen Augenblick des Gebets zu betreten. Für einige von euch wird dieses Gebet ein Gebet an einen Gott sein, den ihr aus dem Glauben kennt, aber für die anderen kann dies auch ein Gebet an einen unbekannten Gott sein. Liebe nichtglaubende Jugendliche, die ihr euch mit jenen vereint, die im Inneren von Notre-Dame beten, an diesem Tag der Verkündigung des Herrn, öffnet eure Herzen den heiligen Schriften, lasst euch von der Schönheit der Gesänge berühren und, wenn ihr wirklich wollt, lasst zu, dass sich die in euch verschlossenen Gefühle zu dem unbekannten Gott erheben[…]

USA: Jesuiten zahlen hohe Entschädigung an Missbrauchsopfer
[…]Seattle – Jesuiten im Nordwesten der USA haben Entschädigungszahlungen von 166 Millionen Euro zugestimmt. Das Geld soll an etwa 500 Personen gehen, die in Einrichtungen der katholischen Ordensgemeinschaft missbraucht wurden. Nach Angaben der „Seattle Times“ ist es die bisher größte Summe, die eine Glaubensgemeinschaft innerhalb der katholischen Kirche zahlt[…]

70 Prozent der Österreicher für Kreuz in der Schule
[…]Ein eindeutiges Bekenntnis für Kreuze in Schulen haben die Österreicher in einer Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstituts Imas abgelegt. 70 Prozent sprachen sich dagegen aus, das Kreuz und andere christliche Symbole aus Schulen zu verbannen. 19 Prozent der Befragten wollen keine Kreuze in Schulen; elf Prozent sind unentschieden … Laut Imas verblüfft die Eindeutigkeit, mit der die Befragten trotz zahlreicher Kirchenaustritte im Vorjahr die christlichen Wurzeln ihres Landes betont. Demnach bezeichneten 80 Prozent Österreich als „ein christliches Land“. Nur 13 Prozent der Befragten sind nicht der Meinung, dass „Österreich ein christliches Land ist und es auch bleiben sollte“, sieben Prozent haben dazu keine Meinung[…]

Noch mehr Geld für religiotische Bekenntnisschulen
[…]Am 15. Februar hat die Niedersächsische Landesregierung zugestimmt, die Sachkostenbeteiligung für Konkordatsschulen zu erhöhen. Diese Sachkostenbeteiligung soll rückwirkend zum Beginn des laufenden Schuljahres ab 1. August 2010 von 107,37 Euro auf 132 Euro je Schüler steigen. Darüber hinaus sieht die Übereinkunft eine Anpassung des Abrechnungszeitraums für Konkordatsschulen vor. Künftig wird die Abrechnung pro „Schuljahr“ und nicht mehr pro „Haushaltsjahr“ erfolgen. Das soll die Verwaltung einfacher machen, weil Abrechnungszeiträume für die Personal- und die Sachkosten bei den Konkordatsschulen nun vereinheitlicht werden. Der Niedersächsische Kultusminister Dr. Bernd Althusmann betont: „Schulen in Trägerschaft der Kirchen sind eine wichtige Bereicherung unseres Schulangebots. Die Erhöhung der Sachkostenbeteiligung für die Konkordatsschulen ist ein richtiger und wichtiger Schritt“[…]

Nordkirche will Urlauber missionieren
[…]Urlauber von heute wollten nicht mehr nur etwas erleben, sondern suchten vor allem Ruhe und Beseelung. Immerhin zwölf Prozent der Deutschen wollen im Urlaub Gott und den Glauben neu erfahren, ergab eine Studie der Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen. Jeder zweite Deutsche will demnach im Urlaub auch Kirchen besuchen.
»Dieses Potenzial muss die künftige Nordkirche nutzen«, sagte der Tourismus-Experte Ulrich Schmidt von der Nordelbischen Kirche. Doch die bestehenden Angebote müssten besser bekannt gemacht werden. Dafür sollten alle technischen Möglichkeiten genutzt werden, auch Informationen über Smartphones, forderte er. So könnte man es auch schaffen, neue Zielgruppen in die Kirchen zu locken[…]

Diakonie: Auf der Suche nach neuen Sklavenmitarbeitern
[…]Statt „Zivis“ suchen die diakonischen Einrichtungen künftig „Bufdis“. Das sind Bundesfreiwilligendienstler, die anstelle der bisherigen Zivildienstleistenden Aufgaben in Sozialeinrichtungen übernehmen sollen … Dafür bekommt man ein monatliches Taschengeld von maximal 330 Euro sowie Unterkunft, Verpflegung und Dienstkleidung. Kindergeld ist allerdings nicht vorgesehen, was Bewerber nach Ansicht der Diakonie nicht verstehen können[…]

Lernen für Gott zu sterben
[…]Mosbach (idea) – Missions- und Jüngerschaftstraining heißt ein neues Angebot des evangelikalen Missionswerks Operation-Mobilisation (OM). Das einjährige Programm will junge Christen zwischen 18 und 25 Jahren durch Unterricht, Begleitung und praktische Einsätze anleiten, evangelistisch zu leben[…]

Evangel. Landeskirche Württemberg: Mission braucht Zusammenarbeit
[…]Kirchengemeinden wurden ermuntert, bei ihren missionarischen Bemühungen mehr zu kooperieren. Manche Zielgruppen seien nur noch auf regionaler Ebene zu erreichen, sagte der Leiter des EKD-Zentrums für Mission in der Region, Pfarrer Hans-Hermann Pompe (Dortmund). Als Beispiele nannte er „kulturinteressierte Erwachsene, denen Qualität wichtig ist oder mobile Jugendliche, die sich nur in größeren Ansammlungen Gleichaltriger wohlfühlen“. Eine regionale missionarische Zusammenarbeit sei auch sinnvoll, wenn man Menschen durch Glaubenskurse erstmals oder erneut zur Begegnung mit Gott und Gemeinde einlade. Pompe: „Das gemeinsame Angebot hat eine erheblich höhere Qualität, kann sehr viel mehr Menschen ansprechen[…]

2 Comments

  1. Das Vatikanradio positioniert sich gegen Atheisten, auf der anderen Seite gegen „Inteligent Designer“, ein eigener Standpunkt ist aber von denen nicht erkennbar.
    Was ist nun die Haltung des Vatikanes zur evolutionären Entstehung der Arten ?

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  2. Dawkins„ Werke reaktivieren einen grobschlächtigen Naturalismus, der die Existenz aller Phänomene leugnet, die sich nicht naturwissenschaftlich beweisen lassen…..
    Das Weltbild der „Brights“ kennt nur Wahr und Falsch, und wer sich nicht eindeutig zum Atheismus bekennt, stellt sich dem evolutionären Fortschritt der Menschheit in den Weg. Wer Dawkins liest, erkennt bald, dass man nicht religiös sein muss, um ein fanatischer Eiferer zu sein.

    Ei, ei, ei, hier gibt euch aber einer einen Haken! Wenn der euch mal nicht auf die Bretter schickt 😀

    Falls der gute Herr Bee Dawkins gelesen haben sollte, dann müssen das andere Ausgaben gewesen sein als die, die ich hier stehen habe. Schaum vorm Mund kenne ich eigentlich nur von Chef des domradios, dem Herrn Meissner. Oder auch den Herren Mixa und Müller. Dawkins ist für so was viel zu sehr Engländer…

    Der Autor macht sich und seine Sache ja selbst lächerlich (und merkt es wahrscheinlich noch nicht mal):

    Immer wieder attackiert er eine naive Bibelgläubigkeit – ohne dabei zuzugestehen, dass er damit allenfalls Überzeugungen evangelikaler Kreise, keineswegs aber die christliche Theologie als Ganze trifft. Sein mechanistisch verarmtes Weltbild lässt fast die ganze philosophische und theologische Tradition der letzten Jahrhunderte unberücksichtigt,

    Die Bibelgläubigkeit der Evangelikalen (also das wortwörtliche Verständnis dieses Buches) ist also naiv und es bedurfte Jahrhunderte theologischer Forschung, um sie richtig zu verstehen? Dann müssen ja folglich die meisten der vergangenen christlichen Generationen einem falschen Glauben angehangen haben, da sie ja nicht über unseren Kenntnisstand verfügt haben? Also auch ein Paulus, ein Augustinus, ein Benedikt von Nursia, ein Nikolaus von Kues. Wo zieht man denn da die Grenze? Was ist z.B. mit einem von Nell-Breuning? Dessen Hauptwerke sind ja auch schon 50 und mehr Jahre alt.

    Weg vom name dropping: Das Christentum versteht sich als eine Offenbarungsreligion. Und ausgerechnet das von ihrem Gott gegebene Buch bedarf der Interpretation und Jahrhunderte an ‚Forschung‘, um es richtig zu verstehen? Was unterscheidet die Bibel dann eigentlich vom Voynich-Manuskript oder dem Codex Dresdensis?

    Gruß

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