Die charismatischen Katholikalen innerhalb der Katholischen Kirche


Quelle: pfarrei-michelbach.de

Wer es immer noch als schlechten Scherz ansieht, wenn man vom Gottesstaat Deutschland spricht, der verkennt die Lage komplett.

Über die fundamentalistischen Evangelikalen, die über die Evangelische Kirche Deutschlands auch politisch Einfluss nehmen und deren Lobbyisten bei Regierungspolitikern ein und aus gehen, haben wir schon uferlos berichtet. Vernachlässigt wird jedoch in der öffentlichen Wahrnehmung, dass es auch innerhalb der katholischen Kirche immer mehr fundamental-dogmatische Christen gibt, die den Evangelikalen in nichts nachstehen. Die Hauptanliegen: Anti-Abtreibung, Anti-Sexualkundeunterricht, gegen gelebte Homosexualität, Evangelisation bis zur Bekehrung der gesamten Weltbevölkerung, Abschaffung der Demokratie und Gründung von Glaubens-Diktaturen, aufbauend, auf der wörtlichen Auslegung der Bibel, sind bei beiden vollkommen identisch.

Von der Piusbruderschaft und von Opus Dei wissen wir ja, aber wie sieht es denn mit der katholischen charismatischen Erneuerung aus?

Diese Pfingstler gibt es eben nicht nur in den Reihen der evangelischen Freikirchen, sondern auch innerhalb der katholischen Kirche, wohlwollend abgesegnet und unterstützt von Papst und Vatikan, zudem finanziert vom Steuerzahler und legitimiert durch die Länderkonkordate mit dem Heiligen Stuhl.

Die Charismatische Erneuerung innerhalb der Katholischen Kirche ist über die ICCRS (International Catholic Charismatic Renewal Services) strukturiert, eine Organisation, welche die Verbindung zwischen der Katholischen Charismatischen Erneuerung und dem Heiligen Stuhl hält und für diesen offizieller Ansprechpartner ist. Sofern charismatische Gruppen in den bestehenden Kirchen und Gemeinden entstehen, wird die dort vorhandene Grundstruktur meist übernommen. Die Grundstruktur betrifft die Rechtsform (z. B. KdöR, e. V.), die Art und Weise der Finanzierung der gemeindlichen Arbeit, die Ausbildung der Prediger, die Bestimmung von Führungskräften, usw. In diesen Fällen werden allenfalls Elemente wie die Gottesdienstordnung oder die Art und Weise der Anwerbung von Mitgliedern modifiziert oder das „charismatische“ Leben spielt sich in privater Umgebung ab.

Die Katholikalen und die Evangelikalen sind sich nicht nur grün, sondern sie sind sich einig. Das heißt, die Charismatiker ziehen an einem Strang, wiederum schon lange mit freudiger Erlaubnis des Vatikans.

Papst Paul VI betete anfang der 70´er Jahre dafür, dass diese charismatische Erneuerungsbewegung auch die katholische Kirche erfasst. Beim ersten Weltkongress der Charismatischen Erneuerung im Jahre 1975 sagte er:“Die Charismatische Erneuerung ist eine Chance für Kirche und Welt!“

In Deutschland treffen sich zur Zeit etwa 12.000 katholische Christen aller Altersgruppen in ca. 500 Gebetsgruppen, Hauskreisen und neuen geistlichen Gemeinschaften. Weltweit beträgt die Zahl charismatischer Christen in der Katholischen Kirche über 120 Millionen. Sie steht im Zusammenhang mit dem pfingstlich charismatischen Aufbruch, der heute alle christlichen Kirchen durchzieht. Mehr als 25% der Christenheit rechnen sich diesem weltweit stark wachsenden Aufbruch zu. Die Charismatische Erneuerung in der Katholischen Kirche ist eine offene Bewegung, ohne formelle Mitgliedschaft.
Die Charismatische Erneuerung sucht das, was sie von Gott empfangen hat, in das Ganze der Kirche und der Gesellschaft einzubringen, um so zu deren Erneuerung beizutragen.

„Die Katholische Charismatische Erneuerung hat vielen Christen geholfen, die Gegenwart und Macht des Heiligen Geistes in ihrem Leben, im Leben der Kirche und der Welt wieder zu entdecken.“ (Papst Paul II)

Somit dürfte eigentlich klar sein, dass die Kirchen die Hoffnung auf ihr Fortbestehen in der Radikalisierung sehen. Für den Vatikan bedeutet das  ein Zurück hinter das zweite Vatikanische Konzil. Das Gemeingefährliche an der ganzen Sache ist nicht nur die Einigkeit der beiden Volkskirchen in diesem Punkt, sondern  das für die Öffentlichkeit nicht überschaubare Anbiedern an und Integrieren von anti-demokratischen Gruppierungen, die sich intern mit herausragendem Engagement hocharbeiten und dadurch immer mehr Macht gewinnen. Offiziell wird das sowohl der evangelischen als auch der katholischen Kirche wieder neue Schäfchen bringen, hauptsächlich unter Jugendlichen. In Wirklichkeit schaffen sich jedoch beide ab und noch schlimmer, sie machen sich zu Handlagern der Abschaffung von Demokratie, Menschenrechten, Gleichheit und Freiheit und gleichzeitig hat sich dann auch alles erledigt, was Jesus jemals im Positiven verkörpert haben sollte.

Dem Internet sei Dank, werden wir jedoch wachsam sein und so viel Aufklärung zu den Machenschaften der Kirchen betreiben, dass sich ein entsprechender Super-GAU verhindern lässt.

Mehr zur Charismatischen Bewegung:

Uni-Protokolle

Die charismatische Bewegung oder charismatische Erneuerung ist eine in den 1960er-Jahren entstandene innerkirchliche Bewegung in der anglikanischen lutherischen und auch der römisch-katholischen Kirche die mit der Pfingstbewegung viel gemeinsam hat.

Wesentliche Züge der charismatischen Erneuerung sind eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus das Wirken und die Erfahrung des Heiligen Geistes mit Geistesgaben wie Dienen, Lehre, Trösten, prophetische Rede, Krankenheilungen, Sprachengebet, Evangelisation, Berufung zur Ehe oder zur Ehelosigkeit, Geisterunterscheidung.

Die charismatische Bewegung bezeichnet sich selbst als „Dritte Welle“ des Geistes (nach Pfingsten und der Pfingst- oder Zungenbewegung Anfang des 20. Jahrhunderts). Schwerpunkte sind ein sehr gefühlsbezogenes Glaubensleben sowie eine Konzentration auf Wunder und Zeichen.

Besonders geprägt ist die charismatische Erneuerung durch eine neue Liebe zum Gebet wobei neben dem traditionellen Gebet auch besondere Formen wie lautes freies Beten Handauflegen und Segnen durch Mitbetende Beten mit erhobenen Händen gepflegt werden. Oft wird spontanes Gebet mit Singen von Lobliedern kombiniert ( Lobpreis und Anbetung ).

Die charismatische Bewegung ist ebenso wie die Pfingstbewegung missionarisch orientiert insbesondere Freundschaftsevangelisation und intolerante Glaubenskurse spielen eine Rolle.

Die charismatische Bewegung sieht sich in der evangelikal -charismatischen Tradition. Wie andere Evangelikale sehen sie die Bibel als verbindlichen Maßstab des Glaubens und der Lebensführung an dem sich alles andere messen muss. Von daher ist sie wertekonservativ. Sex außerhalb der Ehe Abtreibung oder praktizierte Homosexualität werden als unbiblisch angesehen und verurteilt. Der Übergang zum christlichen Fundamentalismus ist fließend.

Die charismatische Erneuerungsbewegung hat keine einheitliche Struktur – es gibt Gebetsgruppen lockere und verbindliche Hauskreise Glaubenskurse Tagungen und Freizeiten und klosterähnliche Wohngemeinschaften. Da es sich um eine innerkirchliche Bewegung handelt ist es schwierig Zahlen anzugeben.

Die meisten Mitglieder der charismatischen Bewegung bleiben ihrer Kirche treu sie sind jedoch für ökumenische Kontakte innerhalb der charismatischen Bewegung sehr offen.

4 Comments

  1. Wer es immer noch als schlechten Scherz ansieht, wenn man vom Gottesstaat Deutschland spricht, der verkennt die Lage komplett … sie machen sich zu Handlagern der Abschaffung von Demokratie, Menschenrechten, Gleichheit und Freiheit …
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    Ich stimme zu, sehe die Ursache aber nicht idealistischer sondern materialistischer Natur.

    Es gibt also eine Bewegungen wie die „Charismatiker“ welche Pressefreiheit, Meinungsfreiheit usw. weiter Einschränken will. Da muß man dann die Frage stellen wem nützt diese Einschränkung der Meinungsgreiheit usw. und wer bezahlt die Pfingstler, Charismatiker und so weiter und wer hat damit dort das sagen ? Eine bekannte Miliardärin sponsort z.B. Kreuz.net und entsprechende Gruppen und Agitatoren. Außerdem auch einflussreiche Politiker und wie geschrieben auch mehrere Kirchenbosse.
    Die Religion, also die idealistische Motivation ist meiner Ansicht nach daher nur vorgeschoben, der wahre Grund ist machtpolitischer und finanzieller Natur. Das Wirtschaftssystem der Herrschenden Klasse kolabiert, da kann man sich Pressefreiheit, Meinungsfreiheit usw nicht mehr lange leisten und es muß mit dieser Religion eine neue Legitimation und ein neuer Hebel zur Unterdrückung der unteren Klassen geschaffen werden.
    Die Religion ist also wie fasst immer nicht der Zweck an sich sondern das Mittel um einen Zweck zu erreichen.
    Bekämpfen wir also nicht blos die Waffe des Gegners sondern lieber den Gegner selbst, ansonsten wird er ständig neue Waffen gegen uns bauen.

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  2. Irgendwie bin ich nicht eurer Ansicht. Angesichts der zunehmenden Sekularisierung ist eine solche Entwicklung total normal. Und schaden kann es nicht.

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  3. Dazu angemerkt sei, das in vielen Fällen kirchliche Mitarbeiter sowohl in Pfingstgemeinden eingebunden sind und gleichzeitig in ihrem beruflichen Umfeld für die pfingstlerische Idee werben.

    Dies ist insbesondere beim Umgang mit Kindern und Kranken sehr gefährlich. Wer durch das Gesundbeten der Pfingstler nicht geheilt wird, ist selber schuld. Er hat nämlich ein „Annahmeproblem“, will heißen er müsste die sogenannte „Gnade“ nur annehmen verharrt aber stattdessen lieber in der Sünde „Krankheit“.

    Kinder werden total verwirrt, weil ja angeblich der Glaube zum Erreichen jedweden Zieles ausreicht und wenn es nicht reicht, dann sind sie eben nicht gläubig genug.

    Dazu kommt, dass die gesamte pfingstlerische und charismatische Bewegung den Menschen das Geld aus den Taschen stiehlt, um sich selbt zu bereichern und um zu verhindern, dass sich die „Schäfchen“ noch anderweitig orientieren können.

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