Armut und medizinische Forschung


Flüchtlinge im Sudan. Die große Armut in Afrika zwingt Menschen, an medizinischer Forschung teilzunehmen. Foto: AFP

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Von Christina TilmannDer Tagesspiegel

In Susanne Biers gerade mit dem Auslandsoscar ausgezeichnetem Film „In einer besseren Welt“ arbeitet ein dänischer Arzt in einem afrikanischen Flüchtlingscamp. Großartige Bergpanoramen, staubige Straßen, fröhlich spielende Kinder, malariakranke Erwachsene und ein finsterer Warlord, der schwangeren Frauen bei lebendigem Leib das Kind aus dem Bauch schneidet. Welches Land genau das sein soll, erfährt man nicht. Oder Ulrich Köhlers auf der Berlinale mit dem Silbernen Bären für die beste Regie ausgezeichneter Film „Schlafkrankheit“. Da zieht es deutsche und französische Ärzte nach Kamerun, korrupte Polizei- und Grenzbeamte gibt es, profitgierige Europäer, man lebt in gated communities, und das Hilfsprojekt gegen Schlafkrankheit entpuppt sich am Ende als Subventionsbetrug.

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