Anleitungen zur christlichen Indoktrination von Kindern


Quelle: spielundzukunft.de

Wer ist Gott? Mit Kindern über Religion sprechen

Von Christiane Löll, dpa – Maerkische Allgemeine

Tübingen (dpa/tmn) – Was kommt nach dem Tod, und wieso geht man in die Kirche? Eltern fällt es oft schwer, solche Fragen ihrer Kinder zu beantworten. Statt religiöse Überzeugungen zu präsentieren, sollten Erwachsene vor allem ehrlich bleiben.

Wie sieht Gott eigentlich aus? Warum gibt es einen Gott und einen Allah? Wieso hängt in der Kirche ein Mann am Kreuz? Kinder können viele Fragen haben, die sich um das Thema Religion und Glaube ranken. So wie sie andere Dinge in ihrer Umwelt wahrnehmen, fallen ihnen religiöse Symbole auf. Darüber hinaus beschäftigen sie sich mit Themen, die die „sichtbare Welt überschreiten“, wie es die evangelische Religionspädagogin Petra Freudenberger-Lötz von der Uni Kassel nennt. Doch wie und wann kann man mit Kindern anfangen, über Religion zu sprechen?

„Je nach religiöser Prägung des Elternhauses tauchen die Fragen schon früh auf und beeinflussen das Kind, bevor es sprechen kann“, sagt der Pädagoge und katholische Theologe Michael Schnabel vom Staatsinstitut für Frühpädagogik in München. „Sie erforschen auch schon früh, was gut und was böse ist. Sobald ein Kind Fragen sprachlich ausdrückt, kann man mit ihm auch darüber sprechen.“

Schnabel unterscheidet nach Wissensfragen und Glaubensfragen. Eine Wissensfrage wäre: Wie lauten die Zehn Gebote? „Diese Fragen sind recht einfach zu beantworten.“ Wer die Antworten nicht aus dem Kopf wisse, könne sich leicht mit Nachschlagewerken behelfen. „Viel schwieriger sind die Glaubensfragen, die aus einer Überzeugung heraus beantwortet werden müssen. Da kommt es vor allem darauf an, authentisch und ehrlich zu antworten“, sagt Schnabel.

Wer beispielsweise nur einmal im Jahr bete, solle nicht betonen, wie wichtig Beten sei, um in den Himmel zu kommen. Auch Zweifel am Glauben könnten erörtert werden. Dabei werde klar, dass Überzeugungen sich ändern können. Man solle aber den Kindern keine „Mini-Vorträge“ halten, sondern so einfach wie möglich antworten und weitere Fragen abwarten.

Petra Freudenberger-Lötz schlägt vor, sich mit den Kindern „auf die Suche nach Antworten zu begeben“. „Wer eine Frage stellt, hat oft schon eigene Ideen im Kopf, auf die sollte man eingehen. Und es gibt auf religiöse Fragen nicht nur eine Antwortmöglichkeit – wer das den Kindern mitgibt, schafft die Grundlage für Toleranz für andere Glaubensrichtungen.“

Wer beispielsweise auf eine christliche Erziehung mit Gottesdiensten Wert lege, solle die Kinder nicht dazu drängen. „Ich persönlich zwinge meine Kinder nicht, in die Kirche zu gehen. Ich möchte aber wissen, warum sie das möglicherweise nicht wollen. Dann können wir vielleicht Gottesdienste aufsuchen, die interessantere Angebote für diese Altersgruppe machen. Oder gemeinsam aus biblischen Geschichten lesen.“

Nicht alle Geschichten in der Bibel eigneten sich jedoch für die „Erstbegegnung mit Religion“. „In vielen Lehrplänen und Büchern für jüngere Kinder fehlt beispielsweise die Geschichte von der Opferung Isaaks.“ Diese Episode könne Kindern Angst machen und sei sehr komplex in ihrer Deutung. Generell raten die Experten, Kindern beim Sprechen über Religion so wenig Angst oder Schuldgefühle wie möglich zu machen.

Dass Jesus eines grausamen Todes gestorben sei, könne man aber auch mit Kindern besprechen, wenn sie nachfragten, sagt der Tübinger Theologe Friedrich Schweitzer. „Sie bekommen ja in den Medien unter Umständen auch von Morden oder Kriegen mit. Man kann zum Beispiel sagen, dass böse Menschen Jesus gekreuzigt haben.“

weiterlesen

3 Comments

  1. …Man kann zum Beispiel sagen, dass böse Menschen Jesus gekreuzigt haben…
    __________________________________________
    Ja, die eigentliche und dogmatische Lehre der meisten Christen, wonach Jesus selbst als Gott absichtlich für die „sündigen“ Menschen gestorben ist, läßt sich nicht nur Kindern kaum noch vermittleln.

    Logischer und glaubhafter ist die Geschichte wirklich schon eher, wenn man erzählt das dieser Jesus ein Mensch gewesen ist und wegen seines Kampfes gegen Mißstände und Unterdrückung hingerichtet wurde. Blos hat das dann mit Religion gar nichts mehr zu tun was Papst und Klerus
    aber wieder auf die Palme bringt 😀

    Sämtliche original Akten und Zeugnisse über diesen Jesus wurden offensichtlich gründlich vernichtet, so das man nicht weis was er wirklich so gepredigt hat oder was er getan hat. Scheint jedenfalls aber beeindruckend gewesen zu sein, wenn er natürlich aber auf jeden Fall nichts mit einem „Gott“ zu tun gehabt haben kann, auch falls er das behauptet haben sollte.

    Liken

  2. Lieber „Rolo“,

    die Christen werden deinem Appell leider nicht folgen. Du mußt eben eines bedenken: Das sind samt und sonders überzeugte Religioten, die alle in den Himmel kommen wollen. Dass es diesen Himmel nicht gibt, werden sie allerdings nie erfahren.

    Liken

  3. Die gemeinste und verwerflichste Art, unserer menschlichen Spezies ein großes Potential von Intellektualität zu zerstören, ist die Indoktrination von Kindern.
    Dringender Appell an alle Religioten: „Lasst (um eures versponnenen Himmels willen) die Kinder mit eurem dummen Mist in Ruhe !!!

    Liken

Kommentare sind geschlossen.