Apostel Wolfgang Thierse und seine bigotte Lobbyarbeit in Politik und SPD


Wolfgang Thierse und die Bremer SPD im Dialog mit den christlichen Kirchen „Christen sind Apostel und Verfechter der Menschenwürde“
Der Domkapitelsaal in der Bremer Domgemeinde war mir rund 150 Besucherinnen und Besuchern bis auf den letzten Platz gefüllt. Anlass: Wolfgang Thierse, Vizepräsident des Deutschen Bundestages sprach über das Thema „Religion und Politik im Dialog“. Unter diesem Titel hatte der Bremer Arbeitskreis Christinnen und Christen in der SPD den praktizierenden Katholiken und renommierten Bundespolitiker nach Bremen eingeladen.

SPD Bremen

In seinem Eingangsstatement formulierte Thierse vier zentrale Erwartungen der Politik an die Kirchen: „Die Religion erinnert uns daran, dass der Mensch mehr ist als nur Arbeitskraft und Konsument“, so Thierse. Kirchen und Religion seien gefordert als Mahner und Wächter sozialer Gerechtigkeit. Sie sind wichtige Akteure und Partner für die Verfechtung und den Erhalt des Sozialstaats. Nicht zuletzt sei Religion treibende Kraft für das Ringen um ein friedliches Miteinander, für das Schaffen und Erhalten von Frieden. „Die Politik und unsere Gesellschaft braucht die Kirchen als Apostel, als Verfechter der Menschenwürde“, fasst Thierse seine Erwartungen aus Sicht eines bekennenden Christen, der politisch handelt und im totalitären System der ehemaligen DDR gelebt hat, zusammen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurden diese Aussagen bezogen auf die Bremer Ebene von den „Spitzen“ der beiden großen bremischen Kirchen diskutiert, Brigitte Boehme, Präsidentin der Bremischen Evangelischen Kirche und Dr. Martin Schomaker, Propst der Katholischen Kirche in Bremen. Für die Bremer SPD brachte die Bürgerschaftsabgeordnete und bekennende Protestantin Dr. Iris Spieß die politische Sicht ein.

In der Bildungspolitik sind für beide großen Kirchen konfessionelle Schulen Bestandteil ihrer Arbeit – für die Katholische Kirche schon seit langem, für die Evangelische Kirche ist eine eigene Schule in Planung. Klare Aussage von der Landespolitikerin Iris Spieß „Schule hat einen allgemeinen Bildungsauftrag, der darf nicht unterlaufen werden. Bildungspolitische Vielfalt ist gut, darf aber nicht zu Ausgrenzung führen. Einigkeit herrschte auf dem Podium darin: Religionsunterricht auf allgemein christlicher Grundlage ist für die Wertevermittlung und für die Förderung interkulturellen Verständnisses in der Schule unverzichtbar.

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3 Comments

  1. Das Volk braucht weder Parteibürokraten noch Kirchenbürokraten oder sonstige Aparatschicks.
    Das Volk kann alles besser und weis alles besser und wird bald alles besser machen 🙂

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  2. @Argus7

    Danke! Warum der Text bei Vorwärts nicht mehr zugänglich ist, weiß ich nicht. Ich habe nun die Seite der SPD Bremen verlinkt, dort ist der Artikel ebenfalls veröffentlicht.

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  3. @ subkuttan

    Diesen Blogbeitrag habe ich ins Forum der SPD-Laizisten in die Rubrik „Neuigkeiten“ gestellt. Dort finden sich bereits weitere Blogbeiträge zu diesem Thema, die von „nickpol“ verfaßt wurden.

    http://www.laizistischesozis.plusboard.de. Der Link „weiterlesen“ in deinem Beitrag funktioniert leider nicht. Es erscheint die Meldung: „Zugriff verweigert“.

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