Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Mit der Bibel in der Hand gegen Super-GAU
[…]Tokio (idea) – Sieben Mitglieder christlicher Gemeinden sind unter den Mannschaften, die unter Lebensgefahr in den Ruinen des japanischen Atommeilers Fukushima arbeiten, um eine noch größere Katastrophe zu verhindern. Das berichtet das japanische evangelikale Hilfswerk CRASH (Christian Relief, Assistance, Support and Hope/Christliche Hilfe, Beistand, Unterstützung und Hoffnung) in Tokio.
Aus Angst vor Verstrahlung sei einer der Männer zunächst von dem bei dem Erdbeben und Tsunami vom 11. März schwer beschädigten Atomkraftwerk weggerannt. Dann sei er Christ geworden und mit der Bibel in der Hand an seine Arbeit zurückgekehrt. Er wolle die christliche Botschaft seinen Arbeitskollegen mitteilen[…]

Vatikan führt neue Regeln gegen Geldwäsche ein
[…]Im Vatikan ist am Freitag ein neues Gesetz zur Bekämpfung von Geldwäsche und Finanzierung terroristischer Organisationen in Kraft getreten … Der Vatikan will bei Finanzgeschäften seiner Bank «Institut für die religiösen Werke» (IOR) mit den im Januar von Papst Benedikt XVI. verabschiedeten neuen Regeln für mehr Transparenz und die Einhaltung internationaler Standards sorgen. Wenige Monate nach der Aufnahme von Ermittlungen gegen die Vatikanbank hatte das Kirchenoberhaupt die Geldgeschäfte des Vatikanstaats unter die Aufsicht einer neuen Behörde gestellt. Bei der vatikanischen Gendarmerie müssen künftig zudem Bargeldsummen angemeldet werden, die in das Territorium des Vatikanstaats ein- und ausgeführt werden. Bei Verdachtsfällen können die Beamten fortan Personenkontrollen anordnen[…]

April, April
[…]Der angebliche EKD-Beschluss von gestern, eine Männerquote für Kirchengemeinden einzuführen, war ein Aprilscherz. In vielen Medien hat derlei Tradition[…]

Nikolaus Schneider: „Gott leidet mit“
[…]Der EKD-Ratsvorsitzende zieht eine klare Konsequenz auch für die Atomenergie in Deutschland: “ Wir sollten so schnell wie möglich uns von dieser Technologie verabschieden.“ Es sei gut, dass darüber jetzt nachgedacht werde. Die Priorität ist für ihn dennoch eine andere. Als erstes sei jetzt auch von uns Solidarität mit den Menschen in Japan gefordert, sagt Schneider. Zur aktuellen Situation Libyen sagt der EKD-Ratsvorsitzende, Militär sei keine Lösung, um Konflikte zu bereinigen. Andererseits fragt er angesichts von Machthaber Gaddafis Unberechenbarkeit und Brutalität: „Müssen wir nicht das unsere tun um das zu verhindern?“ Schneider kommt zu dem Schluss: „Ob wir etwas tun, auch mit Militär, oder ob wir nichts tun – Sauber bleiben unsere Hände nicht.“ Man müsse klug abwägen und könne letztendlich nur auf Frieden hoffen. „Wir vertrauen uns und die Menschen in Libyen der Gnade Gottes an“ … Die Menschen in Japan leiden. Die Menschen in Libyen leiden. Und Gottes Sohn leidet mit[…]

Bibel und Atomkraft???
[…]Von den Beratungen der Ethik-Kommission erwartet Bischof Fischer ein ethisch verantwortbares Ausstiegsszenario als Ergebnis. Ebenso wichtig sei ein Szenario, wie der Umstieg in die erneuerbaren Energien forciert werden kann, sagte Fischer in einem epd-Gespräch. Er werde in dem Beratergremium der Bundesregierung eine biblisch-theologische Position vertreten, „die den in der evangelischen Ethik gewonnenen Konsens in der Ablehnung der Atomkraft einbringt“, kündigte das Ratsmitglied der Evangelischen Kirche in Deutschland an[…]

Hardliner Bischof Tebartz van Elst verurteilt „Donum Vitae“
[…]„Stellen wie Donum Vitae sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer Gesellschaft“, sagte Festredner Karl-Josef Laumann. Pastor Günter Hillebrand betonte, dass die Mitglieder des Vereins Donum Vitae gemäß ihrem christlichen Glauben in Notlagen helfen. Er nahm Donum Vitae auch gegen eine aktuelle Äußerung des Limburger Bischofs Tebartz van Elst in Schutz, der gesagt hatte, dass für Christen der Weg, den Donum Vitae beschreite, nicht in Frage komme. „Donum Vitae ist eine Vereinigung außerhalb der katholischen Kirche“, hatte der Bischof nach Angaben von Hillebrandt gesagt. „So denken und reden die Hierarchen in der Kirche“, sprach Hillebrandt deutliche Worte und stellte sich vor den Verein. Der Schein, den die Beratungsstelle am Ende ausstelle, sei „kein Freibrief für eine gewissensfreie Abtreibung“[…]

Jugendweihe und Konfirmation im Trend
[…]Potsdam – Lange war Religion unter Jugendlichen out. Besonders im Osten hatte immer eher die Jugendweihe Tradition, deren Beliebtheit noch heute ungebrochen ist. Doch stetig mehr Brandenburger wollen für den Eintritt ins Erwachsenenleben auch den Segen der Kirche.
Rund 5500 Mädchen und Jungen in Brandenburg haben sich in diesem Jahr für die Jugendweihe angemeldet, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa ergab. Damit ist die weltliche Veranstaltung genauso beliebt wie in den vergangenen Jahren. «Rund 60 Prozent der Jahrgangsstufe 8 nehmen die Angebote der Jugendfeier wahr», sagte Gregor Steinbach, Projektleiter beim Humanistischen Jugendwerk Cottbus. Doch die Zahl der 14-Jährigen, die im Rahmen eines Festgottesdienstes ihre Konfirmation feiern, wächst von Jahr zu Jahr. 2001 gab es in Brandenburg nach Angaben der evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz erst 1000 Konfirmationen, inzwischen sind es fast 2500, wie Sprecherin Friederike Schwarz mitteilte[…]

Falsch verstandene Apokalypse ist Ergebnis der Säkularisierung
[…]“Die Menschen der Antike stellten sich die Apokalypse in einem Dreischritt vor“, erklärt Schipper. „Die bestehende Welt gilt als von den Kräften des Bösen beherrscht und muss in einem zweiten Schritt radikal vernichtet werden, das ist die Apokalypse, der Weltuntergang, damit dann drittens eine neue, eine göttliche Welt entstehen kann.“ Antike Apokalypsen endeten also mit Happy-End – das gelte aber nur für jene, die sich an Gottes Gesetze hielten. Heute dagegen werden unter Apokalypse Endzeit und Weltuntergang verstanden. Für Schipper ein Ergebnis der Säkularisierung, die nicht mehr mit der Entstehung einer neuen, göttlichen Welt rechnet[…]

Koran-Verbrenner Jones macht auf Unschuldslamm
[…]Der umstrittene US-Pastor Terry Jones, in dessen Beisein vor knapp zwei Wochen ein Koran verbrannt wurde, fühlt sich für den tödlichen Angriff auf ein UN-Büro in Afghanistan nicht verantwortlich. Seine Gemeinde sei „betrübt“ über den Tod von mindestens sieben UN-Mitarbeitern, sagte Jones am Freitag der Nachrichtenagentur AFP. „Aber wir fühlen uns nicht verantwortlich“[…]

Polen: Riesen-Jesus und Riesen-Papst
[…]Eine 36 Meter große Jesusstatue war in Swiebodzin errichtet worden. Nun soll zum Riesen-Jesus das größte Papstbild der Welt dazukommen. Ein riesiges Porträtbild von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) soll nämlich zu dessen Seligsprechung am 1. Mai an der Außenfassade der neuen Warschauer Nationalkirche, dem „Tempel der Göttlichen Vorsehung“, angebracht werden. Das Papstporträt messe in fertigem Zustand 55 mal 26 Meter und werde damit das weltweit größte seiner Art sein, teilte das Institut „Zentrum der Göttlichen Vorsehung“ am Freitag mit. Gesucht würden jetzt noch Fotos von Privatpersonen, aus denen das Konterfei von Johannes Paul II. entstehen soll, so Institutspräsident Piotr Gawel. Bislang seien schon 10 000 Bilder eingegangen[…]

Elternprotest gegen evangelisch-reformierte Buchenbusch-Kirche wegen untragbaren Verhältnissen in der kirchlichen Kindertagesstätte
[…]Dass eine Erzieherin sich im Urlaub befindet, ist für die Eltern völlig normal, dass sich gleich drei im „Krankenzustand“ befinden, dafür machen sie „die Situation“ im Kindergarten verantwortlich. „Bei diesem Arbeitsklima wäre ich auch krank“, meint eine Mutter und verweist auf eine überdurchschnittliche psychische Belastung. Und ein Vater betont: „Wenn es eine Alternative gäbe, mein Kind an einer anderen Kindertagesstätte unterzubringen, wäre es längst dort – und nicht nur meines.“ Die Ursachen für diese seit längerem bekannte Situation sehen die Eltern in der „Regentschaft“ von Pfarrerin Susanne Lenz sowie der „Starrköpfigkeit“ des Kirchenvorstandes. „Die wollen einfach nicht akzeptieren, dass man die bewährten Erzieherinnen vergrault hat – und wer will in dieser Situation schon hierher kommen?“, ereifert sich eine junge Mutter … Mittlerweile haben die Eltern gar eine Abgabe der Trägerschaft gefordert. Den letzten Beschwerdebrief sollen 58 Eltern von 60 Kindern unterzeichnet haben[…]

Kinderporno-Razzia beim Chef-Diakon
[…]„Er wird beschuldigt, Kinderpornos zu besitzen. Die Ermittlungen stehen am Anfang … „Er chattete in einem einschlägig bekannten Kinderpornoforum. Dies wurde uns bekannt bei Ermittlungen gegen seinen Chatpartner. Ein Zufallstreffer!“ … Detlef R. ist seit 20 Jahren Diakon in Verden, stieg auf der Karriereleiter zum Kreis-Diakon auf. Zumeist war er mit der Organisation von Jugendreisen betraut. Sein Hobby: Fotografie. Er ist verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder. Eine Bekannte: „Er hat sich immer als der lockere und freundliche Typ gegeben.“ Nebenbei engagierte er sich gegen Rechtsextremismus, war Sprecher des „Verdener Bündnisses gegen Neonazis“. Tauchten Berichte über Sex-Exzesse auf Jugendfreizeiten auf, gab der darüber scheinbar empörte Kirchenmann gerne Interviews. „Wir machen da nicht die Augen zu, gehen gegen sexuelle Übergriffe konsequent vor“[…]