Serkan Tören: Boykottaufruf ist Unfug


Serkan Tören, Quelle: FDP-Fraktion

Der FDP-Integrationsexperte Serkan Tören kritisiert den SPD-Boykottaufruf der Islamkonferenz. Er sieht deren Integrationspolitik durch entsprechende Äußerungen der Integrationsbeauftragten Aydan Özuguz disqualifiziert. Einen Boykott zu fordern, sei „grober Unfug“. „Die Dialogbereitschaft zwischen Staat und Muslimen muss gewahrt bleiben. Die Politik muss eine vollständige Integration des Islams in Deutschland anstreben“, so Tören.

FDP im deutschen Bundestag

Die SPD-Integrationsbeauftragte Aydan Özuguz hatte gefordert, Muslime sollten die Deutsche Islamkonferenz (DIK) unter der Leitung von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) boykottieren. Diese Forderung kritisierte Tören scharf. „Die Islamkonferenz als Plattform für die gesellschaftliche Verankerung des Islams in Deutschland ist unerlässlich und sollte nicht parteipolitisch missbraucht werden“, so Tören.

Vollständige Integration des Islams in Deutschland erreichen

Nach der Konferenz hatte der Integrationspolitiker erklärt, dass es genauso falsch sei, den Islam mit Islamismus in Verbindung zu bringen, wie vorhandene Probleme nicht anzugehen. „Für die Zukunft fordern wir weitere positive Schritte, um eine vollständige Integration des Islams in Deutschland zu erreichen“, so Tören. Er sieht die Erwartungen der Fraktion mit den Ergebnissen der Islamkonferenz erfüllt.

„Praxisnahe Fragen wie der islamische Religionsunterricht, die Imam-Ausbildung und die Etablierung von Lehrstühlen für islamische Theologie sind zielorientiert thematisiert worden. Dies sind die entscheidenden Fragen, die nun angepackt werden müssen“, so Tören.

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