Beliebtheit der Waldorf-Verblödung reißt nicht ab!


„Lasst die Kinder spielen“ Vor 21 Jahren hat Maria Keuck den Waldorfkindergarten an der Mülheimer Straße gegründet. Aus Anlass des 150. Geburtstags von Waldorf-Begründer Rudolf Steiner ein Gespräch über Spielzeug, Phantasie, Musik, Mathematik bei Tisch und handwerkelnde Eltern.

Von Cordula Hupfer – RP Ratingen

Die in Ratingen aufgewachsene Tochter eines Arztes studierte Sozialpädagogik und war damals selbst auf der Suche nach einer solchen Einrichtung, für ihre eigenen Kinder. Als sie im Umkreis nichts Geeignetes fand, begann sie zu forschen, was man denn eigentlich tun müsse, um einen solchen Kindergarten zu eröffnen. Über eine Kleinanzeige suchte sie Mitstreiter für eine Neugründung und fand auf Anhieb mehr als zehn interessierte Familien. Innerhalb von zwei Jahren gab es zunächst eine Spielgruppe im Privathaushalt, ab 1990 dann in einer Wohnhaushälfte eines städtischen Hauses (gegenüber dem Stadtarchiv) die erste Gruppe mit 25 Kindern. Ein Jahr später startete die zweite Gruppe in der oberen Etage.

Jahr für Jahr melden Eltern derzeit mehr als doppelt so viele Kinder an einer Waldorfschule an, wie aufgenommen werden können. Wie sehen die Zahlen bei Ihnen aus?

Keuck Genau so: Wir haben für jeden Jahrgang doppelt so viele Anmeldungen wie Plätze, und zwar meist weit im Voraus. Seit wir den Kindergarten um die benachbarte Haushälfte erweitern konnten, betreuen wir zusätzlich zu den 50 Kindergartenkindern noch zehn Zweijährige in einem sogenannten Spielgärtlein an drei Tagen in der Woche. Die Nachfrage ist konstant hoch.

Worin unterscheiden Sie sich von städtischen oder konfessionellen Kindergärten? Oder anders gefragt: Was ist typisch waldorfpädagogisch an Ihrem Kindergarten?

Keuck Wir sind zwar nicht konfessionell gebunden, aber wir verstehen uns schon als ein christlicher Kindergarten, orientieren uns an den christlichen Jahresfesten und beten vor dem Essen, als Dank für die Gaben. Wir begrüßen es sehr, wenn Familien aus anderen Kulturkreisen den Weg zu uns finden. Zu Ihrer Frage: Wir haben vergleichsweise wenig vorgefertigtes Spielzeug, auch keine Brett- und Gesellschaftsspiele. Spielzeug aus Kunststoff finden Sie bei uns nicht, wir machen viel mit Wolle und Filz und natürlich Holz, in Form von Klötzen und Scheiben, oder auch Kriechtunneln, die ein Schreiner für uns anfertigt. Naturmaterialien sind uns wichtig. Wenn die Kinder sich verkleiden, dann tun sie das mit Seidentüchern. Mit dem, was wir hier haben, müssen die Kinder eben phantasievoll überlegen, was sie jetzt damit machen wollen. Kinder erziehen sich selbst, das ist übrigens einer der Leitsätze von Rudolf Steiner.

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6 Comments

  1. @ Argus7

    „Steiner ist ein pseudowissenschaftlicher Volltrottel.“

    oder psychisch krank ?

    „Töne wie aus einer undichten Gummizelle!“ sagt Harry Rowohlt über Rudolf Steiner …

    Ist Rudolf Steiner psychisch krank? Wenn ja, wie lässt sich das feststellen? Wie wäre es damit, Steiner zu lesen? Unten ein link zu einem Vortrag Steiners, der unzweifelhaft rassistisch ist. Aber spannender als diese Feststellung ist die Frage, wie Steiner sein Programm „Die weiße Rasse ist die zukünftige, ist die am Geiste schaffende Rasse“ begründet:

    Warum ist das so, Zitat Steiner: „Auf der einen Seite hat man die schwarze Rasse, die am meisten irdisch ist. Wenn sie nach Westen geht, stirbt sie aus. Man hat die gelbe Rasse, die mitten zwischen Erde und Weltenall ist. Wenn sie nach Osten geht, wird sie braun, gliedert sich zu viel dem Weltenall an, stirbt aus.“

    Besuchen Sie Steiner in seiner „Gummizelle“, seien Sie Zeuge von Steiners „Kampf zwischen Vorderhirn und Hinterhirn im Kopf“. Und sagen Sie bitte nicht mehr: „Aber ich hab’ doch nichts davon gewusst!“

    http://fvn-rs.net/index.php?option=com_content&view=article&id=3709:dritter-vortrag-dornach-3-maerz-1923&catid=247:ga-349-vom-lebens-des-menschen-und-erde-&Itemid=19

    link zu: Rudolf Steiner, „Vom Leben des Menschen und der Erde – Über das Wesen des Christentums“, GA 349, Dritter Vortrag, Dornach, 3. März 1923

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  2. @ fly_by_night

    Hast du auch mal das Steiner’sche Niveau hinterfragt ? Es basiert z.B. auch auf hirnrissigen esoterischen Thesen. Mit Steiner befaßte sich erst kürzlich im Rahmen einer Artikelserie die renommierte „NZZ“ (Neue Zürcher Zeitung). Sie kam zu einem vernichtenden Ergebnis über diesen Scharlatan. Und dann die Pseudowissenschaft Anthroposophie, eine Steiner’sche Erfindung. Zu erwähnen wäre auch noch die anthroposophische Medizin. Ein pseudowissenschaftlicher Nonsens in Reinkultur. Wie auch immer: Ich bleibe dabei: Steiner ist ein pseudowissenschaftlicher Volltrottel. Was ich von seinen Anhängern halte, möchte ich aus rechtlichen Gründen lieber nicht sagen. Aber einen wesentlichen Unterschied zwischen Steiner und seinen Anhängern konnte ich beim besten Willen nicht ausmachen. Vielleicht solltest du künftig eher tagsüber mit sehenden Augen durch die Welt fliegen, statt des Nachts im geistigen Dunkeln herumzuflattern !

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  3. Wow, was für ein hohes intellektuelles Niveau! Und wie genial, das Foto von Steiner zu manipulieren, damit es sein Wesen trifft! Chapeau! Da muss man sich als Waldorfschüler ja wirklich in Demut beugen. Sollte es hier gleichwohl irgendwelche Leser/innen geben, die trotz dieser erschöpfenden Analyse noch mehr über das, „was dabei herauskommt“, wissen wollen, denen sei die folgende Absolventenstudie empfohlen: http://www.waldorf-absolventen.de/
    Es geht doch nichts über ein gutes Klischee…

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  4. @ Arnd

    Das was am Waldorf-Konzept gut sein könnte, kann nicht über die eklatanten Mängel dieser Schulform hinwegtäuschen. So ist z.B. das frühzeitige Erlernen einer Fremdsprache am zweckmäßigsten, wenn damit bereits im Kindergartenalter begonnen wird. Mit zunehmendem Alter wird das nämlich immer schwieriger und mühsamer.

    Alles in allem basiert das Waldorfschul-Konzept auf der Denkbasis eines Menschen, der zu Unrecht als Genie gilt, in Tat und Wahrheit aber ein voll ausgebildeter Trottel war.

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  5. Schaut euch doch Waldorfschüler an. Fragt nach dem Grund warum sie rein kommen und beachtet mal was in der Regel dabei heraus kommt. Sicher, es gibt Schlimmeres, aber zum Heulen ist es meistens doch.

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  6. „Waldorf-Verblödung“ finde ich ein bissl zu hart. Zugegebenermaßen gibt es eine Menge Blödsinn in der Waldorf-Bewegung, aber auch ein paar gute Ansätze. Es gibt Schlimmeres als Waldorf.

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