Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Die zwei Gesichter des Bischof Müller
[…]Am selben Tag, als er Paella am Neupfarrplatz verteilt, erscheint ein Artikel Müllers in der katholischen Zeitung Die Tagespost über das neue Jesus-Buch des Papstes. Schwer verständlich sind seine Ausführungen, hochvergeistigt. Und er schreibt explosive Sätze wie: „Fundamentalismus und Relativismus sind die Zwillingsbrüder des Subjektivismus (der Glaube als Meinung oder beliebige Entscheidung des Subjekts)”. Wie bitte? Setzt Müller hier die Zweifler mit Fundamentalisten gleich, die im schlimmsten Fall mit Bomben ihren Glauben durchsetzen wollen? Das Groteske an Texten wie diesen aus Müllers Feder ist ja, dass er keinen Zweifel an der Wahrheit des Christentums lässt. Immer wieder predigt Müller von der Gefahr einer gottlosen Gesellschaft und legt sich mit Atheisten an, also jenen, die nicht an Gott glauben wollen. „Aber es gibt immer wieder das Wunder, dass junge Menschen unbeschadet aus dem omnipotenten, also götzenhaften antichristlichen mainstreaming entkommen”, schreibt Müller. Antichristlicher Mainstream? Solche Sätze meint der Bischof ernst[…]

180 000 Katholiken haben ihre Kirche verlassen
[…]Zum ersten Mal wird die Zahl der Kirchenaustritte bei den Katholiken höher sein als bei den Protestanten – offenbar eine Folge der Serie von Missbrauchsskandalen in Schulen und Pfarreien. Nach Recherchen von „Christ & Welt“, einer Beilage der „Zeit“, haben im vergangenen Jahr rund 180 000 Katholiken ihre Kirche verlassen, ein Anstieg um fast 40 Prozent. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) schätzt, dass ihre Austrittszahlen leicht unter 150 000 liegen werden. Damit bestätigt sich der von der „Welt“ im Dezember 2010 prognostizierte Trend. Besonders betroffen sind nach den jetzt verbreiteten Zahlen, die auf Angaben aus 24 der 27 Diözesen basieren, die bayerischen Bistümer Augsburg, Bamberg, Eichstätt, Passau und Würzburg, wo die Austrittszahlen um bis zu 70 Prozent hochschnellten. Hier dürfte sich auch der monatelange Streit über den nach massiven Vorwürfen zurückgetretenen Augsburger Bischof Walter Mixa ausgewirkt haben. Auch die als „liberal“ eingeschätzten Bistümer Trier und Rottenburg-Stuttgart mussten überdurchschnittlich viele Austritte (mehr als 60 Prozent) verkraften. Für die Erzdiözese Köln wurde ein Anstieg von 41 Prozent gegenüber 2009 errechnet. In den Erzdiözesen Berlin und Hamburg bewegte sich die Zunahme bei weniger als 20 Prozent. Ähnliches gilt für Speyer. Die Spitze der Austrittsbewegung wurde nach „Welt“-Recherchen jeweils in der ersten Jahreshälfte registriert, als die öffentliche Empörung über die Missbrauchsaffären am stärksten war. Offenbar hätten viele Menschen den Kirchenaustritt als ihre „persönliche Form des Protests und der Abscheu“ gewählt, wurde der Kölner Generalvikar Dominik Schwaderlapp von „Christ & Welt“ zitiert. Die Entwicklung wird nach Meinung von Experten die ohnehin schon heftige Diskussion über Reformen der Kirche weiter befeuern[…]

200 Wiedereintritte? Das werden wohl „Zwangseintritte“ sein, um bei Caritas & Co arbeiten zu dürfen oder?
[…]Rund 1000 Kirchenaustritte gab es in der vergangenen Jahren jeweils. Schwankungen um mehrere hundert, sagt Duschl, hat es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder gegeben – vor allem dann, wenn gesellschaftliche Diskussionen im Raum standen. „Angesichts der Missbrauchsfälle mussten wir in den Monaten März und April klar einen Anstieg feststellen. Über den Sommer und im Herbst ist diese Welle dann sehr deutlich abgeebbt“, fasst der Sprecher des Bischofs zusammen und gibt gleichzeitig einen optimistischen Ausblick. „In diesem Jahr rechnen wir mit 200 Wiedereintritten.“
Bischof Wilhelm Schraml schreibt an alle, die austreten, einen persönlichen Brief. Auch die Pfarrer und pastoralen Mitarbeiter vor Ort suchen dann das Gespräch, erklärt Duschl. „Die Tür zur Rückkehr steht immer offen“[…]

Primas der katholischen Kirche wird Ziel in Tortenschlacht
[…]Aktionisten haben einen hohen Vertreter der katholischen Kirche in Belgien mehrfach mit Torten beworfen. Der Primas ist wegen seiner Haltung zur Homosexualität umstritten.Der wegen seiner Äußerungen unter anderen zur Homosexualität und Aids umstrittene Primas der katholischen Kirche in Belgien, André-Joseph Léonard, ist während eines Auftritts in der katholischen Kirche von Louvain-La-Neuve (Neu-Löwen) insgesamt vier Mal mit Torten attackiert worden[…]

„Christenverfolgung in Frankreich und Belgien“; die ekelhafte Intoleranz der Religioten und wie sie den Spieß zu gerne umdrehen
[…]Abtreibungsbefürworter zeigen trotz der Hekatomben ermordeter ungeborener Kinder keine Bereitschaft zum Umdenken, ungerührt und gefühllos versuchen sie statt dessen jegliche Diskussion über Abtreibung aus dem öffentlichen Raum zu verbannen. Rechtfertigen muß sich nicht jemand, der öffentlich für die Ermordung anderer Menschen eintritt, sondern die Lebensschützer, die das Leben verteidigen. Sie sind auf dem Weg aus ganzen Berufsgruppen ausgeschlossen zu werden und einem faktischen Berufsverbot ausgesetzt zu sein. Für den Arztberuf und einige Berufe im Gesundheitswesen ist dies bereits weitgehend der Fall. Der Fall Isnard zeigt, daß der Lehrerstand und ähnliche Berufe zumindest einen Maulkorb umgehängt bekommen sollen. Wer sich nicht daran hält, verliert den Arbeitsplatz und riskiert seine Existenz. Radikale Homosexuelle, die sich in der öffentlichen Diskussion gerne als Opfer präsentieren, versuchen ständig Andersdenkende mundtot zu machen, im gleichen Stil wie es die Abtreibungslobby gegenüber Lebensschützern praktiziert. Sowohl Abtreibung als auch Homosexualität widersprechen der Vernunft, weil sie dem Naturrecht widersprechen. Die Kirche vertritt zu beiden Themen Standpunkte, die der Vernunft entsprechen und sich dem Verstand logisch erschließen. Die Kirche betont deshalb die Übereinstimmung von Vernunft und Religion. Wenn aus ideologischen Gründen sowohl ein “Recht auf Tötung ungeborener Kinder”, ein “Recht auf Gleichstellung homosexueller Paare mit der Ehe” und ein “Adoptionsrecht für Homosexuelle” gefordert wird, so widersprechen diese Positionen nicht nur der christlichen Religion, sondern auch der Vernunft. Wer entsprechend die Kirche wegen ihrer Haltung zur Abtreibung und zur Homosexualität verfolgt, oder auf dem Gesetzesweg sogar christliche Positionen mit dem bürgerlichen Strafrecht bedroht, verfolgt letztlich die Vernunft und kämpft damit gegen die Natur des Menschseins[…]

EKD Schneider: Militäreinsätze nur bei Genozid oder Massenmord
[…]Militärische Gewalt sei der Ausnahmefall, sagte Ratsvorsitzende am Mittwochabend in Genf. Prävention gehe stets vor Intervention, Ziviles habe Vorrang vor dem Militärischen. Als Ausnahme nannte er Genozide und Massenmorde an Minderheiten oder ethnischen Gruppen. «In diesem Falle, aber eben nur in diesem Falle, ist die Weltgemeinschaft unbedingt zum Handeln verpflichtet.» Auch internationale bewaffnete Friedensmissionen seien Grenzen unterworfen, sagte Schneider in seiner Rede vor der deutschsprachigen evangelischen Gemeinde in Genf. Militärische Maßnahmen müssten jederzeit Bestandteil einer Friedenspolitik sein, bei der das Zivile Vorrang habe. Weiter sagte er: «Die Anwendung von Massenvernichtungsvernichtungsmitteln wie Nuklearwaffen sind ethisch in der Gegenwart nicht zu rechtfertigen.»[…]

Kirchentag Dresden: und noch mehr öffentliche Gelder für den Mist
[…]Das Bereitstellen öffentlicher Gelder für den 33. Deutschen Evangelischen Kirchentag Anfang Juni in Dresden stößt erneut auf Widerstand. Die Fraktion der Linken im Dresdner Stadtrat brachte am Mittwoch zwei Anträge im Zusammenhang mit der Nutzung von Schulgebäuden als Gemeinschaftsquartiere für Besucher des fünftägigen Protestantentreffens ein. Zuvor hatten die sächsischen Landtagsfraktionen der Linken und der FDP mehrfach Kritik an den Zuschüssen geäußert. In den aktuellen Anträgen kritisiert die Linken-Fraktion die Stadtverwaltung wegen zusätzlich veranschlagter Reinigungskosten von 240.000 Euro. Mit dem Geld sollen die für Gruppenunterkünfte vorgesehenen Schulen vor und nach dem Kirchentag gereinigt werden. Diese Summe müsste jedoch aus den städtischen Zuschüssen für das Treffen erbracht werden, hieß es. Die sächsische Landeshauptstadt stellt insgesamt zwei Millionen Euro für den Kirchentag bereit … Der Kirchentag verfügt über ein Budget von 14 Millionen Euro. Davon kommen neben den zwei Millionen Euro von der Stadt weitere 5,5 Millionen Euro vom Land, eine Million Euro von der sächsischen Landeskirche und 400.000 Euro vom Bund. Finanziert wird das Großereignis außerdem durch Sponsoren und Teilnehmergebühren[…]

Klasse: Schweizer wehrt sich gegen Kirchensteuer für Unternehmer
[…]Im Kanton Schwyz müssen auch Firmen Kirchensteuern bezahlen. Ein Unternehmer zieht den Kanton nun vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg. Wer im Kanton Schwyz Wohnsitz hat und der katholischen oder der reformierten Kirche angehört, der hat Kirchensteuern zu bezahlen. Wer aus der Kirche austritt, der wird sofort steuerbefreit. Bei juristischen Personen ist dies völlig anders. Wie in 18 anderen Kantonen auch haben Firmen mit Sitz im Kanton Schwyz Kirchensteuern zu bezahlen. Der Steuerertrag wird nach dem Anteil der Katholiken und Reformierten in der jeweiligen Gemeinde aufgeteilt … Das Bundesgericht hat im letzten Herbst diese Beschwerde abgewiesen. Die Richter verweisen auf die seit 130 Jahren geltende Rechtssprechung, wonach die Erhebung der Kirchensteuer von Firmen die Religionsfreiheit nicht verletze. Eine Änderung der Praxis sei zwar nicht ausgeschlossen, nur müssten dafür gewichtige Gründe vorliegen. Der nach eigenen Angaben konfessionslose Atheist hat nun den Fall an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) weitergezogen und gegen die Schweiz und Schwyz geklagt. Es sei ein eklatantes Unrecht und eine Verletzung seiner Religionsfreiheit, wenn er über seine Firma die Kirchen mitfinanzieren müsse. Diese Kirchensteuer für Firmen sei einzigartig in Europa[…]

Vatikan: Vernetzung über Videokonferenzen
[…]Der Vatikan hat eine Videokonferenzlösung des Herstellers Vidyo angeschafft, um die interne Kommunikation zu verbessern. Die Vidyo-Plattform soll den Austausch zwischen kirchlichen Angestellten und Geistlichen in zentralen Büros wie der Verwaltung der Vatikanstadt und der Römischen Kurie sowie anderen Vertretungen des Heiligen Stuhls auf allen Kontinenten erleichtern[…]

 

2 Comments

  1. Stimme da vollkommen zu. Hoffe auch, dass Frau Reiche am Montag in dieser neuen Sat1-Talkshow klare Worte gegen diesen Homo-Familien-Quatsch findet.

    Jesus wäre stolz auf Euch!

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  2. „Wenn aus ideologischen Gründen sowohl ein “Recht auf Tötung ungeborener Kinder”, ein “Recht auf Gleichstellung homosexueller Paare mit der Ehe” und ein “Adoptionsrecht für Homosexuelle” gefordert wird, so widersprechen diese Positionen nicht nur der christlichen Religion, sondern auch der Vernunft. Wer entsprechend die Kirche wegen ihrer Haltung zur Abtreibung und zur Homosexualität verfolgt, oder auf dem Gesetzesweg sogar christliche Positionen mit dem bürgerlichen Strafrecht bedroht, verfolgt letztlich die Vernunft und kämpft damit gegen die Natur des Menschseins.“

    Stimme da vollkommen zu. Hoffe auch, dass Frau Reiche am Montag in dieser neuen Sat1-Talkshow klare Worte gegen diesen Homo-Familien-Quatsch findet.

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