Resolution zur Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes

Breites Bündnis protestiert gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des PapstesDas vom Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) initiierte Bündnis „Der Papst kommt“ hat bei seinem gestrigen Treffen im Nachbarschaftshaus Moabit folgende Resolution beschlossen:

Besuch von Papst Benedikt XVI. in Deutschland

Breites Bündnis protestiert gegen die menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik des Papstes

Im September 2011 besucht Papst Benedikt XVI. Deutschland. Dabei spricht er auch vor dem Deutschen Bundestag in Berlin. Dagegen protestieren wir. Der Papst steht für eine menschenfeindliche Geschlechter- und Sexualpolitik. Sie grenzt Menschen aus und diskriminiert.

Wir wenden uns gegen den Papst als einen der Hauptverantwortlichen für die Unterdrückung von Lesben, Schwulen und Transgender auf der Welt. Auf internationaler Ebene kämpft der Vatikanstaat Seite an Seite selbst mit brutalen Diktaturen gegen die Menschenrechte von Lesben, Schwulen und Transgender. Die Entscheidungen demokratisch gewählter Parlamente zur rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare schmäht Joseph Ratzinger als „Legalisierung des Bösen“ und ruft Katholiken zum Widerstand auf.

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Medien kündigen investigative Journalisten, Scientology stellt sie wieder ein
[…]Die Sekte hat über eine Anzeige Journalisten angeheuert, die in ihrem Auftrag kritischen Artikeln nachrecherchieren und Gegenbeweise in eigenen Artikeln zusammenfassen. Die können – müssen aber nicht – später von Scientology publiziert werden. Für diese Praxis haben sich zum Teil namhafte US-amerikanische Journalisten in den Dienst von Scientology gestellt. Dazu gehören unter anderen: Russell Carollo, der 1998 einen Pulitzerpreis erhielt, und Christopher Szechenyi, der bereits einen Emmy erhielt. Einer der Gründe für dieses Verhalten könnte die Schwierigkeit sein, als freiberuflicher, investigativer Journalist in den USA ausreichend Aufträge zu bekommen, sagt Thomas Schuler. Diese prekäre Situation habe sich Scientology nun zu Nutze gemacht[…]

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Radikaler ProChrist-Guru Parzany berät Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern

Quelle: charisma-magazin.eu

MISSION IN DER VOLKSKIRCHE
Parzany: Tendenzen zur Beliebigkeit
München (idea) – Wie kann Mission in der Volkskirche praktiziert werden? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Synode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern auf ihrer Tagung vom 3. bis 8. April in München. Vor den 108 Synodalen sprach am 6. April unter anderem der Hauptredner der Evangelisation ProChrist, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel). Er kritisierte zunehmende „Tendenzen zur Beliebigkeit“ in der gottesdienstlichen Verkündigung.

Idea.de

Als Beispiele nannte er Themen wie die Jungfrauengeburt, das leere Grab nach der Auferstehung Jesu oder das Verständnis der Bibel als Wort Gottes. Viele Pfarrerinnen und Pfarrer versuchten, die Menschen mit niedrigschwelligen Angeboten für die christliche Botschaft zu gewinnen. Doch verschwiegen sie dafür oft vermeintlich unbequeme biblische Inhalte und versuchten, zu vermeiden, dass sie damit Anstoß erregen.

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Peter Hahne: Dodo des Monats März 2011

Dodo des Monat März 2011

Die Bundeskanzlerin kann noch nicht einmal mehr den Dodo des Monats gewinnen. Was soll das erst zur Bundestagswahl werden?

Peter Hahne hat gewonnen, eine Stimme Differenz zu Frau Merkel. Der Medienpfaffe mit GEZ-Salär ist ja auch in der eindeutig besseren Position.

Lebensmotto des Dodo-Preisträgers: „Wir können den, der zur Rechten Gottes sitzt, nicht einfach links liegen lassen.“ Aber Hallo, der Mann hat ja seltsame Vorstellungen von seinem Gott, geradezu fundamental, denn Gott hat ja den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen, nur wäre er dann nicht mehr Gott, müsste er sich doch mit allen den Zipperleins seiner verhunzten Schöpfung herum schlagen.

Hahne hat ja immerhin studiert, Philopsophie, Theologie und Germanistik. Sein Studium hat er als Diplom-Theologe abgeschlossen. Danach ging es zum Praktikum beim Saarländischen Rundfunk. Da muss er dann erkannt haben, viel besser als Politik, Medien-Tagesgeschäft und schlimme Nachrichten sind doch Botschaften die den Herrn zum Inhalt haben. Da lässt sich viel leichter Geld verdienen, da muss man nix beweisen, der Herr und seine göttlichen Ordnungsprinzipien sind ewiglich. Bis 1985 blieb er dort Hörfunkmoderator und Fernsehautor. 1988 ließ er dann seinen ersten großen theologischen Fesselballon steigen. Titel der Christen-Schmonzette: LEID – Warum läßt Gott das zu. Das alte Theodizee-Problem. Wahrscheinlich hat er sich dort mit dem malum physicum beschäftigt. Physische Leiden sind notwendig, da sie den Menschen vom Schädlichen abhalten und zum Nützlichen drängen. Man muss schon ein sehr hartgesottener Betbruder sein, wenn man solchen Stuss auch noch glaubt. Der Herr kommt immer zu spät, Glauben verhindert keine Erdbeben, Naturkatastrophen, Krankheiten, Schmerzen und Pein. Und so pfuscht sich Hahne, wie all seine Theologen-Brüder der letzten 2000 Jahre, durch die verquasten Traumbilder einiger weniger, die dann zum Göttlichen gedeutet und behauptet werden.

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Peter Seewald spürt die Gottesnähe des Papstes

Quelle: herder-verlag.de

Einsichten über die Religion der Zukunft
Peter Seewald, der den Papst für das Buch „Licht der Welt“ befragte, in einem seiner sehr seltenen Interviews. Im Gespräch mit der Kleinen Zeitung über Umbruch der Kirche und die Warnung vor dem Verlust der Wahrheit.

Interview Markus RederKleine Zeitung

Welche Momente in Ihrem Gespräch mit Papst Benedikt XVI. haben Sie besonders bewegt?

PETER SEEWALD: Mich hat bewegt, wie der Papst stets versucht, die Dinge gewissermaßen mit den Augen Gottes zu betrachten. Etwa in der Frage der Integration. Er spricht von einem Gott, den Christen als einen Gott der Liebe kennen, der niemanden ausgrenzt und schon gar nicht selektiert. Bei unserem Gespräch war die große Gottesnähe des Papstes zu spüren. Er hat das „Licht der Welt“ gesehen und gibt dieses Licht weiter. Insbesondere durch die Einfachheit des Glaubens, die er vorlebt. Vernunft und Frömmigkeit finden hier eine faszinierende Symbiose, sie berühren das Herz. Ich muss sagen, ich bin, was die Entwicklung unserer Gesellschaft betrifft, mit einem sehr pessimistischen Bewusstsein in dieses Gespräch gegangen. Aber dann konnte ich etwas Wichtiges lernen. Nämlich dass christliches Denken die Zukunft, die ja immer auf Christus hin ausgerichtet ist, nicht als Bedrohung empfindet, sondern als Hoffnung.
Benedikt XVI. sieht die westliche Gesellschaft allerdings an einem Scheideweg: Entweder gleitet sie in einen Säkularismus ab oder sie entdeckt die Gottesfrage neu.

Was macht den Papst Ihrer Meinung nach so zuversichtlich, dass eine Gesellschaft, die religiös oft taub ist, doch noch den richtigen Weg einschlägt?

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Unteilbare Religionsfreiheit

Informativer Gesprächsabend zum Thema Christentum und Islam: Auf dem Podium saßen von rechts Bekir Alboga, Imam und Vertreter der DITIB, Köln, als Moderator IZ-Redaktionsleiter Ronald Hinzpeter und Domkapitular Dr. Bertram Meier. Foto: Fotos: ub

Vorurteile abbauen und den Dialog suchen, Gemeinsamkeiten finden, ohne den eigenen Glauben infrage zu stellen, vor allem aber sich in Toleranz üben – das ist die Kernaussage des Gesprächsabends zum Thema „Christentum und Islam“ im Josef-Cardijn-Haus.

Von Katharina BalkenAugsburger Allgemeine

Im Rahmen der Reihe „Gott und die Welt“ hatten Stadtpfarrer Michael Menzinger und der Vorsitzende der Türkisch-Islamischen Gemeinde, Sait Selçuk, zwei kompetente Debattenredner nach Vöhringen geholt: Domkapitular Dr. Bertram Meier, zuständig für den interreligiösen Dialog in der Diözese Augsburg, und Bekir Alboga vom Dachverband Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion e.V. DITIB Köln.

Die Organisatoren der Veranstaltung hatten sich verkalkuliert, als sie nur den abgetrennten Teil des Saales bestuhlten. Sehr schnell zeichnete sich eine große Resonanz ab, sodass rasch der ganze Saal komplett besetzt war. Auffallend war der große Anteil auswärtiger Besucher. Ronald Hinzpeter, Redaktionsleiter der Illertisser Zeitung, gab als Moderator zunächst Dr. Meier und Bekir Alboga Gelegenheit, sich grundsätzlich zu dem Thema zu äußern.

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YouCat: Katholen-Spam

Kardinal Christoph Schönborn stellt am kommenden Mittwoch in Rom den neuen Jugendkatechismus „YouCat“ der Weltöffentlichkeit vor. Wie das vatikanische Presseamt am Mittwoch bekanntgab, präsentiert Schönborn das zunächst in 13 Sprachen erscheinende Buch gemeinsam mit dem Präsidenten des päpstlichen Laienrates, Kardinal Stanislaw Rylko, sowie dem Präsidenten des päpstlichen Neuevangelisierungsrates, Erzbischof Rino Fisichella. Weitere Teilnehmer der Buchvorstellung im Presseamt des Heiligen Stuhls sind der Leiter des Münchener Pattloch-Verlages, der die Rechte für das Buch besitzt, Bernhard Meuser, sowie zwei Jugendliche, die an der Entstehung von „YouCat“ mitgewirkt haben.

kathweb.at

Die deutsche Ausgabe des rund 300 Seiten umfassenden Jugend-Katechismus hatte Schönborn bereits am 25. März in Wien vorgestellt. Drei Tage später präsentierte Kardinal Karl Lehmann „YouCat“ in Mainz.

Verfasst worden ist das Werk in den vergangenen vier Jahren unter Leitung des Wiener Erzbischofs von deutschsprachigen Theologen und Religionspädagogen. Auch rund 60 Jugendliche haben an dem Vorhaben mitgewirkt. Herausgeber ist die Österreichische Bischofskonferenz.

Der Katechismus soll jungen Menschen die Glaubenslehre der katholischen Kirche in einer angemessenen und allgemeinverständlichen Sprache erklären. Rund 700.000 Exemplare des Katechismus sollen im August an die Teilnehmer des Weltjugendtages in Madrid als persönliches Geschenk des Papstes verteilt werden.

Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation

Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.
Seneca (1 bis 65 u.Z.)

Der WBGU begründet in diesem Bericht die dringende Notwendigkeit einer post-fossilen Wirtschaftsweise, zeigt zugleich die Machbarkeit der Wende zur Nachhaltigkeit auf und präsentiert zehn konkrete Maßnahmenbündel zur Beschleunigung des erforderlichen Umbaus. Damit die Transformation tatsächlich gelingen kann, muss ein Gesellschaftsvertrag zur Innovation durch einen neuartigen Diskurs zwischen Regierungen und Bürgern innerhalb und außerhalb der Grenzen des Nationalstaats geschlossen werden.

Ein neuer Gesellschaftsvertrag

Die aktuellen Demokratiebewegungen in der arabischen Welt und der Fall der Berliner Mauer sind Belege aus der jüngeren Geschichte für die Kraft und Dynamik transformativer Prozesse. Für den Übergang zur Nachhaltigkeit lassen sich aus diesen Umbrüchen mehrere Lehren ziehen: Zunächst, unhaltbare Zustände können auf dramatische Weise kollabieren. Ferner sind die Kräfte der Transformation oft lange unter der Oberfläche verborgen. Dies zeigt sich heute nicht zuletzt beim messbaren globalen Wertewandel in Richtung Nachhaltigkeit.
Schließlich enthüllt der Zusammenbruch von auf Extraktion von Öl und Gas gestützten Diktaturen (Sowjetunion, Libyen) zugleich die versteckten Kosten des „fossilen“ industriellen Metabolismus.
Das kohlenstoffbasierte Weltwirtschaftsmodell ist auch ein normativ unhaltbarer Zustand, denn es gefährdet die Stabilität des Klimasystems und damit die Existenzgrundlagen künftiger Generationen. Die Transformation zur Klimaverträglichkeit ist daher moralisch ebenso geboten wie die Abschaffung der Sklaverei und die Ächtung der Kinderarbeit.

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