Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Medien kündigen investigative Journalisten, Scientology stellt sie wieder ein
[…]Die Sekte hat über eine Anzeige Journalisten angeheuert, die in ihrem Auftrag kritischen Artikeln nachrecherchieren und Gegenbeweise in eigenen Artikeln zusammenfassen. Die können – müssen aber nicht – später von Scientology publiziert werden. Für diese Praxis haben sich zum Teil namhafte US-amerikanische Journalisten in den Dienst von Scientology gestellt. Dazu gehören unter anderen: Russell Carollo, der 1998 einen Pulitzerpreis erhielt, und Christopher Szechenyi, der bereits einen Emmy erhielt. Einer der Gründe für dieses Verhalten könnte die Schwierigkeit sein, als freiberuflicher, investigativer Journalist in den USA ausreichend Aufträge zu bekommen, sagt Thomas Schuler. Diese prekäre Situation habe sich Scientology nun zu Nutze gemacht[…]

Katholische Mission per Kreuz-Parcours im Supermarkt, geht’s noch???
Wer mit seinem Einkaufswagen den Lebensmittelmarkt „Wasgau“ betritt, muss sich zwischen dekorierten Metallkreuzen hindurch schlängeln. Dazu gehören Erläuterungen rund um das Thema Taufe sowie Taufsymbole wie ein weißes Taufkleid. Der Parcours ist ein Projekt der katholischen Pfarrgruppe Nieder-Olm. Neun Stationen hat Gemeindereferentin Margit Feist mit Helena Gilbert, Andrea Keber und Regina Adams unter dem Thema „Taufgedanken“ gestaltet. Bisher war die Ausstellung in der katholischen Kirche St.Georg, dem katholischen Kindergarten und im Camara-Haus zu sehen. „Nun wollten wir unseren Herrgottswinkel verlassen und dorthin gehen, wo die Menschen sind“, sagt Pfarrer Hubert Hilsbos. Und er freut sich über die Erlaubnis der Marktleiterin Nataliya Schleif, dass man sich hier auch der Bevölkerung präsentieren dürfe, die nicht jeden Sonntag in die Kirche komme. Birgit Vogt, die an der Kasse sitzt, hat Kunden beobachtet, die stehen geblieben sind. „Die Kirche muss was tun, um positive Aufmerksamkeit zu erregen“, meint sie. Drei 18-jährige Gymnasiasten haben sich etwas zu essen gekauft. Fabian meint, dass sich die Kunden von den Stelen „irritiert fühlen“, fügt dann aber an: „So eine Art Werbung zieht schon.“ Wie Tim findet auch Felix die Idee gut, bemerkt aber kritisch: „Mir als getaufter Christ gefällt das, aber ob Atheisten sich davon ansprechen lassen, bezweifle ich.“ Allerdings sieht er in dieser Aktion eine Chance, die Menschen daran zu erinnern, in welchem Überfluss sie leben.Vom 12. bis 15. April ist die Ausstellung im Rathaus zu sehen. „Taufe“ ist das Schwerpunktthema des Bistums. Das Dekanat Mainz-Süd ist mit dem Dekanat Bingen beauftragt, Neues zu diesem Thema auszuprobieren[…]

Religionen müssen sich aktiv um Frieden bemühen
[…]„Können die Weltreligionen noch einen Beitrag zum Frieden leisten?“, fragt der Islamwissenschaftler Muhammad Sameer Murtaza. Er geht davon aus, dass mit der Rückbesinnung auf Religion in allen Teilen der Welt auch längst überwunden geglaubte Konflikte zurück kehren – von Religionschauvinismus bis hin zu religiösem Hass … Denn gerade wegen der Fraglichkeit der Welt müssten die Gottesgläubigen, die Juden, die Christen und die Muslime sich in die Arme schließen und auch den Atheisten die Hand reichen. Um aber Missbrauch, auch im extremistischen Sinne, zu vermeiden, gelte es fünf Prinzipien zu beachten: die menschliche Würde, Gerechtigkeit, die Gleichheit, Freiheit und schließlich soziale Verantwortung … Dem Dialog komme hier als erster Schritt eine wichtige Rolle zu. Der dürfe aber nicht mit christlicher Mission oder islamischer Dawa verwechselt werden. Es müsse die Bereitschaft bestehen zuzuhören, Empathie einzubringen und sich ehrlich, aufrichtig und vor allem vertrauensvoll zu begegnen. So, da ist sich der Autor sicher, können die Religionen einen entscheidenden Beitrag zum Weltfrieden leisten. Doch, um diesen Realität werden zu lassen, müssen sie aktiv werden – jeder einzelne von ihnen[…]

Irland: 90 % der Grundschulen immer noch in Kirchenhand
[…]Dublin, 08.04.2011 (KAP) Irlands katholische Kirche hat Vorbehalte gegenüber Plänen der Regierung, die kirchliche Vorherrschaft im Grundschulwesen zu brechen. Die Kirche betreibt fast 90 Prozent der Grundschulen im Land. Bildungsminister Ruairi Quinn hatte deshalb gefordert, die Kontrolle über die Hälfte ihrer rund 3.000 Grundschulen an säkulare oder multikonfessionelle Betreiber abzugeben. Ziel müsse mehr Vielfalt in der Bildungslandschaft sein. Der Verband der katholischen Schulen in Irland, die „Catholic Schools Partnership“ (CSP), dringt nun darauf, eine Übergabe nicht gegen den Willen der Schulen und nur in Konsultation mit den Eltern durchzuführen[…]

Erzbischof Marx: „Glaube ist ein Qualitätssprung“ (???)
[…]Mit Blick auf den für September geplanten Deutschland-Besuch von Papst Benedikt XVI. sagte Marx, Benedikts Besuch könne Zeichen setzen, um das Evangelium in Deutschland neu zu verkünden. Das Land sei ein „Missionsgebiet“, sagte er und sprach in diesem Zusammenhang von einer Krise der Verkündigung in der Kirche. „Wir müssen uns fragen, ob unsere Rede von Gott zu banal und anspruchslos ist“, sagte Marx. Die Herausforderung der Kirche bestehe darin, den Menschen nahezubringen, dass der Glaube ein Qualitätssprung und eine Lebensbereicherung sei.[…]

Was es alles gibt … 😀
[…]Jetzt wird er sogar Bischof! Ex-Star-Transvestit Lee Baseggio hat vergangenen Donnerstag seine eigene „Katholische Kirche“ gegründet. Das geht jedenfalls aus einer internen Mitteilung der „Unabhängige Katholische Kirche“ (UKK) mit Sitz im deutschen Windeck-Au hervor. Unter dem Namen „Unabhängige Katholische Kirche Luxemburg“ (UKK) geht die Sekte nicht nur auf Mitgliederfang. Nach deutschen Kirchenkreisen versucht Baseggio auch staatliche Mittel abzuschöpfen oder in Immobilienbesitz zu kommen. „Am 31. März hat eine Art Synode in Luxemburg getagt. Am 1. April erfolgte nach Angaben der UKK die Eintragung als ‚staatlich anerkannte Kirche‘ in Luxemburg. Es soll auch ein Kloster angemietet werden“, so deutsche Kirchenkreise, die vor dieser Organisation warnen. „Im Prinzip handelt es sich um drei Leute, die die Fäden ziehen: Lee Baseggio, Laurentius Klein und Norbert Pazem. Eine Gemeinde existiert nicht. Keiner hat je Theologie studiert und irgendeine Art von Ausbildung, die sie für diese kirchlichen Ämter qualifizieren würde.“[…]

Nicht verwunderlich, Achtung vor Pfarrern gesunken
[…]Ärzte genießen einer Umfrage zufolge bei den Deutschen das höchste Ansehen. Mit 82 Prozent stünden sie weiter auf Platz 1 der Berufsprestige-Skala, teilte das Institut für Demoskopie Allensbach am Donnerstag mit. Dagegen hätten Pfarrer in den letzten Jahren deutlich an Ansehen verloren. Während die Geistlichen bei früheren Untersuchungen meist direkt hinter den Medizinern lagen, seien sie jetzt auf den siebten Platz abgerutscht. Lediglich 28 Prozent der Deutschen brächten dem Pfarrberuf besondere Achtung entgegen, 2008 waren es noch 39 Prozent. Im Osten Deutschlands, wo nur eine Minderheit Mitglied einer Kirche ist, sei es sogar nur jeder Fünfte. Das Schlusslicht bildeten Banker und Fernsehmoderatoren mit jeweils vier Prozent. Befragt wurden 1.800 Frauen und Männer über 16 Jahren aus ganz Deutschland[…]

Jörg Zink: „Islam und Terror hätten kaum mehr miteinander zu tun als das Christentum und seine Gewalt- und Ausbeutungspolitik“
[…]Christen, Juden und Muslime beten zum gleichen Gott, wie auch alle anderen Religionen. Davon ist Jörg Zink überzeugt. Der evangelische Pfarrer und Bestsellerautor (88) meint sogar, an dieser Gemeinsamkeit könne sich das Überleben der Menschheit entscheiden. In seinem neuen Buch „Vom Geist des frühen Christentums“, das am Montag erscheint, ruft er die Christen zu mehr Zusammenarbeit mit den anderen Religionen auf[…]

Sekten-Guru Sailer gibt seinen Kampf gegen den Papst nicht auf
[…]Sekte will den Papst vor Strafgerichtshof sehen
Plakate erregen derzeit in Graz und anderen Städten Österreichs Aufmerksamkeit. Es geht um eine Strafanzeige gegen den Papst. ch habe seit Jahren mit Opfern kirchlichen Missbrauchs zu tun“, erklärt Rechtsanwalt Christian Sailer. „Deshalb habe ich mich entschlossen, diese Anzeige gegen den Papst zu erstatten.“ Konkret sind es 59 Seiten, die im letzten Februar aus dem kleinen Ort Marktheidenfeld in der Nähe von Würzburg an den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag geschickt wurden. Diese Seiten sind gespickt mit Anschuldigungen gegen den Papst und damit gegen Joseph Ratzinger persönlich. Zusammen mit einem weiteren Rechtsanwalt wirft der 75-jährige Sailer dem Oberhaupt der katholischen Kirche „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ vor. Angeklagt wird das „angsterregende Kirchenregiment“ inklusive „Psychoterror“. Auch unzählige Opfer, die sich aufgrund des päpstlichen Kondomverbots mit der Immunschwäche Aids infiziert hätten, sollen zur Verurteilung des Papstes führen.
Ein Großteil der Strafanzeige beschäftigt sich zudem mit dem Vorwurf der „Aufrechterhaltung eines weltweiten Systems“ zur „Begünstigung von Sexualverbrechen durch Priester“. Die in den Vordergrund gestellte Sorge um die Missbrauchsopfer hat aber einen theologischen Hintergrund. Die beiden deutschen Rechtsanwälte treten nämlich für das „Universelle Leben“ – früher „Heimholungswerk Jesu Christi“ – an die Öffentlichkeit. Es ist dies eine von der Deutschen Gabriele Wittek vor etwa 35 Jahren gegründete Gemeinschaft. Wittek gab an, Offenbarungen erhalten zu haben. Deren Inhalt sei es, „die Bibel neu zu interpretieren, nachdem die katholische Kirche angeblich nur Unwahrheiten predigt“, erklärt Gerhard Weber, Sektenreferent der Diözese. Das „Universelle Leben“ sei also, so Weber, „eine neue Offenbarungsreligion mit stark esoterisch-gnostischer Prägung und mit einem Zug zur Idealisierung der christlichen Urgemeinde“. Zudem zeichne sie sich durch ihren Hass gegen Katholiken aus. In Deutschland konnte Sailer seine Plakate nicht kleben, denn kein Unternehmen habe das machen wollen, sagt der Rechtsanwalt. In Österreich war er erfolgreicher. Und Sailer kündigt an: „Demnächst folgt Italien.“[…]