Peter Hahne: Dodo des Monats März 2011


Dodo des Monat März 2011

Die Bundeskanzlerin kann noch nicht einmal mehr den Dodo des Monats gewinnen. Was soll das erst zur Bundestagswahl werden?

Peter Hahne hat gewonnen, eine Stimme Differenz zu Frau Merkel. Der Medienpfaffe mit GEZ-Salär ist ja auch in der eindeutig besseren Position.

Lebensmotto des Dodo-Preisträgers: „Wir können den, der zur Rechten Gottes sitzt, nicht einfach links liegen lassen.“ Aber Hallo, der Mann hat ja seltsame Vorstellungen von seinem Gott, geradezu fundamental, denn Gott hat ja den Menschen nach seinem Ebenbild geschaffen, nur wäre er dann nicht mehr Gott, müsste er sich doch mit allen den Zipperleins seiner verhunzten Schöpfung herum schlagen.

Hahne hat ja immerhin studiert, Philopsophie, Theologie und Germanistik. Sein Studium hat er als Diplom-Theologe abgeschlossen. Danach ging es zum Praktikum beim Saarländischen Rundfunk. Da muss er dann erkannt haben, viel besser als Politik, Medien-Tagesgeschäft und schlimme Nachrichten sind doch Botschaften die den Herrn zum Inhalt haben. Da lässt sich viel leichter Geld verdienen, da muss man nix beweisen, der Herr und seine göttlichen Ordnungsprinzipien sind ewiglich. Bis 1985 blieb er dort Hörfunkmoderator und Fernsehautor. 1988 ließ er dann seinen ersten großen theologischen Fesselballon steigen. Titel der Christen-Schmonzette: LEID – Warum läßt Gott das zu. Das alte Theodizee-Problem. Wahrscheinlich hat er sich dort mit dem malum physicum beschäftigt. Physische Leiden sind notwendig, da sie den Menschen vom Schädlichen abhalten und zum Nützlichen drängen. Man muss schon ein sehr hartgesottener Betbruder sein, wenn man solchen Stuss auch noch glaubt. Der Herr kommt immer zu spät, Glauben verhindert keine Erdbeben, Naturkatastrophen, Krankheiten, Schmerzen und Pein. Und so pfuscht sich Hahne, wie all seine Theologen-Brüder der letzten 2000 Jahre, durch die verquasten Traumbilder einiger weniger, die dann zum Göttlichen gedeutet und behauptet werden.

2004 war es dann sein Schmöker Schluss mit lustig – Das Ende der Spaßgesellschaft, das einzige Buch welches ich vom öffentlich-rechtlichen Pastor gelesen habe. Ex cathedra verkündet Hahne warum es den Deutschen und ihrer Gesellschaft so schlecht geht. Zuviel Sozialismus, zuviel saufen und sowenig Fortpflanzung, Sex nur als Vergnügen, nicht als göttlich zu verstehendes Geschenk, mit dem Ziel neue Idioten für die Pfaffen zu produzieren. Beschwörend, mit erhobenen Zeigefinger schilderte er das Sodom und Gomorrha der 68iger. Er postulierte die 10 Gebote als das allein selig machende Heil der Menschheit, bestärkt durch den Ex-Bundespräsidenten Roman Herzog, der da meinte, wenn man in Deutschland nach den 10 Geboten leben würde, würde es anders im Lande aussehen. Unsäglich dieses Buch von Hahne, Sozial-Kritik auf die Bibel heruntergebrochen. 2005 wurde das Buch Jahresbester beim Spiegel, 2006 kam es noch auf den 5. Platz. Letztlich ist das entscheidend. Sichert es doch dem Autoren nette Nebeneinkünfte. Ohne Charisma, wie z. B. Billy Graham, dem Maschinengewehr Gottes, musste Hahne seine Schmöker an den Gläubigen bringen. Ohne Nachhaltigkeit im gesellschaftlichen Konsens war ihm jedoch die Aufmerksamkeit der Pfaffen sicher. Im März 2011 ließ er dann die Katze aus dem Sack.

Peter Hahne:

„Wenn aber unsere Grundwerte verfallen, dann hat das auch materielle Konsequenzen“…

Logo, wer den pseudo-sozialen Grundwerten christlichen Glaubens nicht mehr folgt, kauft auch die autoerotisch-religiösen Machwerke eines Peter Hahne nicht mehr. Da kommt es zu Differenzen in der privaten Kasse. Also muss Abhilfe geschaffen werden.

Peter Hahne:

Wenn etwa nicht mehr ehrlich und aufrichtig gehandelt werde, dann spüre man das irgendwann auch auf dem Konto. Das hat die Wirtschafts- und Finanzkrise gezeigt…

Seit wann wird, wenn es um Renditen geht, ehrlich und aufrichtig gehandelt. Mangels entsprechendem Wissen versucht es Hahne mit Ignoranz. Für Hahne sind die 10 Gebote die nicht zu überbietende ultima ratio im Verhältnis der Menschen untereinander. Armer Kerl, aber steht nicht schon in der Bibel geschrieben, “ selig sind die, die da arm an Geist, denn ihrer ist das Himmelreich.“ Seine Seligkeit bringt Hahne dann auch im evangelikalen Verein ProChrist zum tragen.

Hahne missioniert ohne wenn und aber. Er nutzt seinen Bekanntheitsgrad, seine Auftritte im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, um seine obskure Christentums-Botschaft unters Volk zu bringen. Da ist ihm nichts zu schade und so führt er sich mitunter auf, als wäre er ein christliches „Freudenmädchen.“ Wenn die Kasse stimmt, wird auch mal die Hose, äh der Kopf aufgemacht. Solange die Christen-Gemeinschaft seine Bücher kauft ist die Welt, ihre Werte, ihre Moral in Ordnung. Staatspfarrer Hahne wird uns noch viel Dummes mitzuteilen haben. Während Merkel abgewählt werden kann, sind solche Leute wie Hahne wie die fette Krätze, schmeisst man sie vorn raus, kommen sie hinten wieder reingekrochen.

Herr Hahne, ich gratuliere Ihnen ganz herzlich zum Dodo des Monats und ich bin mir sicher, es wird nicht der einzige Dodo bleiben. Menschen wie Sie haben ein Faible für kotztütenblaue Dronten.

8 Comments

  1. Anders als der Autor unterstelle ich dem guten Peter nicht, dass er berechnend ist. Ich glaube er glaubt das eigene Gesülze voll und ganz.

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  2. Der Hahne war mir noch nie sympathisch. Schleimer wie ihn erkenne ich schon zehn Meilen gegen den Wind. Den Dodo hat er sich mit seinem Reli-Gesülze allerdings redlich verdient.

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  3. glückwünsche!

    und natürlich hat der kerl recht, wenn der zur rechten gottes sitzende nicht links liegen gelassen werden darf – fände ich sehr unfair mir gegenüber 😉

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  4. „Physische Leiden sind notwendig, da sie den Menschen vom Schädlichen abhalten und zum Nützlichen drängen.“

    Aber:
    – Ohne Fukushima keine Neubewertung der Atomkraft auf breiterer Basis!!

    Richtig ist aber, dass es unsere Aufgabe wäre, von vornherein das —Leiden– zu mindern.

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