Templeton-Preis in atheistischer Kritik


Martin Rees in Jodrell Bank, wikipedia

Die Vergabe des diesjährigen Templeton-Preises an den britischen Astronomen Martin Rees (Cambridge) ist bei einigen Naturwissenschaftlern auf scharfe Kritik gestoßen. Atheisten wie der Oxforder Evolutionsbiologe und Bestsellerautor („Der Gotteswahn“) Richard Dawkins befürchten, dass der mit einer Million Pfund Sterling (1,1 Millionen Euro) dotierte Preis dazu dienen soll, unter der Hand Religion in der Wissenschaft hoffähig zu machen. Der Preis wurde 1972 von dem US-Milliardär und Philanthropen John Templeton (1912-2008) gestiftet und bis 2001 für „Fortschritt in der Religion“ vergeben. Danach wurde das Gebiet erweitert.

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Zu den Preisträgern gehören Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Religion, darunter der deutsche Physiker Carl Friedrich von Weizsäcker (1912-2007), der frühere Generalsekretär des Islamischen Weltkongresses, Inamullah Khan (1912-1997), die katholische Ordensschwester Mutter Teresa (1910-1997), der Gründer des Missionswerks Campus für Christus, Bill Bright (1921-2003), und der US-Evangelist Billy Graham (92). Die Templeton-Stiftung (West Conshohocken/US-Bundesstaat Pennsylvania) vergibt jährlich Forschungsgelder in Höhe von 70 Millionen US-Dollar (49 Millionen Euro) an Projekte im Umfeld von Naturwissenschaft und Religion. So finanzierte sie Studien des Mediziners Herbert Benson von der Harvard-Universität (Cambridge/US-Bundesstaat Massachusetts) über Gebet und Heilung.

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Ein Gedanke zu “Templeton-Preis in atheistischer Kritik

  1. Argus7

    Jerry Coyne sagt:

    „Religion gründet auf Lehre und Glaube, Wissenschaft aber auf Zweifel und Fragen. In der Religion ist der Glaube eine Tugend. In der Naturwissenschaft ist sie ein Laster.“

    Ein Satz, den man sich merken muß !

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