Frankreich: Religionsfreiheit und Burkaverbot

Kenza Drider, snapshot brightsblog

Das öffentliche Tragen eines Vollschleiers ist in Frankreich ab jetzt strafbar. Bei einer Demonstration gegen das Verbot wurden Burka-Trägerinnen festgenommen.

ZEIT ONLINE

In Frankreich ist es seit Montag gesetzlich verboten, sein Gesicht zu verschleiern oder zu vermummen. Wer sich dennoch in der Öffentlichkeit mit Kleidungsstücken wie Burka oder Niqab zeigt, muss mit bis zu 150 Euro Bußgeld rechnen. Männer, die Frauen zum Tragen eines Schleiers zwingen, müssen mit bis zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe in Höhe von bis zu 60.000 Euro rechnen.

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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Vatikan: Bloggen als Pflicht der Evangelisierung
[…]„Jeder Christ ist dazu aufgerufen, auch in der Blogger-Welt die Berufung des Dialogs zu führen. Denn im Internet soll man ebenso das christliche Zeugnis verbreiten, wie man das überall sonst tut. Wir sollen im Übrigen vermeiden, dass christliche Blogger nur für andere Gläubige schreiben. Damit wird die christliche Blogger-Welt ein Ghetto. Katholische Blogger sollen für alle zugänglich sein und umgekehrt gilt es, die katholischen Werte – insbesondere in Bezug auf das Allgemeinwohl – zu verbreiten“[…]

Auch ein Schneider hat mal recht
[…]Schneider: „Kirche als staatliches Organ geht gegen unser Bekenntnis“ München (kath.net/idea) Dass Papst Benedikt XVI. vor dem Bundestag in Berlin eine Rede halten will, wird vom EKD-Ratsvorsitzenden, Präses Nikolaus Schneider (Düsseldorf), kritisiert. Schneider betrachte es als störend, dass die römisch-katholische Kirche auch als Staat auftrete. „Die Kirche als staatliches Organ – das geht gegen unser Bekenntnis“, so Schneider laut „Focus“[…]

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Erzbischof Schick: Liebe gibt es ohne Ehe nicht ???

Ludwig Schick, Quelle: stadt.bamberg.de

Erzbischof Schick: “Ehe und Familie müssen bleiben, damit die Liebe bleibt!”
Bamberger Oberhirte fordert, dass Ehe und Familie vor anderen Lebensgemeinschaften absoluten Vorrang haben

Wiesentbote.de

(bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat einen „absoluten Vorrang“ und „klare Priorität“ für Ehe und Familie vor anderen Lebensgemeinschaft gefordert. In einer Fastenpredigt in der Bamberger Pfarrei St. Heinrich begrüßte Schick zugleich die jüngste Entscheidung der Bundesregierung, künftig Klagen gegen Kinderlärm zu erschweren. „Begreifen wir endlich, dass Kinderlärm Zukunftsmusik ist“, sagte Schick.

Ehe und Familie seien keineswegs ein Auslaufmodell, betonte der Bamberger Erzbischof. „Ehe und Familie sind gute Gaben Gottes an Frau und Mann sowie an jede Gesellschaft. Sie sind die Keimzelle von Kirche und Staat.“ Wenn Ehe und Familie ihre Vorrangstellung verlieren, bestehe die Gefahr einer „Ellenbogengesellschaft“ und die Gefahr von „sozialer Kälte“. Die Liebe sei in jeder Gesellschaft das tragende Fundament. Ohne Nächstenliebe gebe es kein Gemeinwohl und keinen Sozialstaat. In der Familie würde soziales Verhalten, Rücksichtnahme, füreinander Einstehen, Vertrauen und Treue gelernt, die für jedes menschliche Zusammenleben unabdingbar seien. „Ehe und Familie müssen bleiben, damit die Liebe bleibt.“

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Diakonie-Pleite: Handwerker bleiben auf ihren Rechnungen sitzen

Quelle: evangelisch.de

»Beschämend für die Kirche«
Durch eine Diakonie-Pleite verloren Handwerker viel Geld – und das Vertrauen zur Kirche

Von Andreas RothDer Sonntag

Das alte Sanatorium im erzgebirgischen Antonshöhe nahe Schwarzenberg leuchtet hell und stolz ins Schwarzwassertal. »Auf dr Höh« heißt das frisch sanierte Altenpflegeheim jetzt. Die Höhe ist es auch für viele Firmen der Region. Sie warten vergebens auf die Bezahlung ihrer Rechnungen von insgesamt über 250 000 Euro. »Das ist beschämend für die Kirche«, sagt der Breitenbrunner Elektriker Claus Schramm, der 30 000 Euro wahrscheinlich abschreiben kann.

Denn der Bauherr des Heims, die Hephatha gGmbH, war Mitglied im Diakonischen Werk der sächsischen Landeskirche – und ist pleite. »Solche Außenstände sind für unseren Zehn-Mann-Betrieb exi­stenzbedrohend. Ich hatte nicht nur eine schlaflose Nacht.« Kredite retteten ihn vor dem Aus.
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Alpha Directions – Evolution und Biodiversität als Comic

Quelle: http://www.pp-buch.de

Comics und Cartoons erleben nicht nur eine Renaissance, sie sind offensichtlich auch ganz besonders geeignet, um neue Übersetzungswege und neue Interessenten für Wissenschaftsthemen zu finden.

Von Prof. Dr. Reinhold Leinfelder – Humboldt Universität Berlin

Einer der renommiertesten Comiczeichner ist sicherlich Jens Harder. Sein Buch Alpha directions, ein Band einer Trilogie zur Darstellung der Entwicklung der Erdgeschichte und der Evolution, hat Maßstäbe gesetzt, viele Fans fiebern bereits dem nächsten Band entgegen. Alpha directions wurde im Museum für Naturkunde Berlin vorgestellt, die Medien berichteten eifrig, etwa die Berliner Morgenpost (vom 26.5.2010):

„Das Jahrhundertwerk entsteht mit Blick auf den Fußballplatz. Jens Harder beugt sich tief über den Glastisch, wenn er zeichnet, dann taucht er in Epochen mit Namen wie Kryptozoikum oder Känozoikum ein. Und das ist ein gewaltiger Schritt zurück, denn das Känozoikum, die Erdneuzeit, begann vor gut 65 Millionen Jahren. Lange her! Momentan ist Jens Harder mit dem Paläolithikum beschäftigt, der Altsteinzeit, in der der Mensch sich in Wäldern und Savannen herausbildet.
Er stellt dar, wie der Mensch den aufrechten Gang lernt, wie er Nahrung sucht und Werkzeuge entdeckt. Wenn der Zeichner den Stift beiseite legt und hochschaut, sieht er homo sapiens in kurzen Hosen, die im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark trainieren. Alle Menschheitsgeschichte ist zugleich auch Gegenwart. Und umgekehrt.  …“ (> ganzen Artikel lesen).

Eine Rezension mit Bildstrecke aus Alpha directions gibt es auf Spiegel online.

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Homöopathie – das teure Placebo

Bild: brightsblog

Der Glaube an die Homöopathie ist ­ungebrochen. Die Wissenschaft sieht in der Methode nichts weiter als den praktizierten Placebo-Effekt. Auch wenn ­konkrete ­Wirkungsbeweise nach wie vor ausstehen, sind ­positive ­Aspekte keinesfalls ausgeschlossen. Dennoch ­reagiert die Zunft der Homöopathen beleidigt auf Kritik.

Von Bert Ehgartnerprofil online

Anfang März lud die deutsche Bundesärztekammer (BÄK) zu einer recht ungewöhn­lichen Pressekonferenz nach Berlin. Es ging um die Neubewertung eines Phänomens, das bislang eher den Ruf einer medizinischen Störgröße hatte: Auf mehr als 200 Seiten präsentierte der wissenschaftliche Beirat der BÄK seine Vorstellungen zu einem neuen und offensiven Umgang mit dem „Placebo in der Medizin“. „Placebos wirken stärker und sehr viel komplexer als bisher angenommen“, verkündete BÄK-Geschäftsführer Christoph Fuchs. „Ihr Einsatz ist von enormer Bedeutung für die ärztliche Praxis.“

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Fukushima: Inkompetenz und der Verlust der Wahrheit

Die AKW-Betreiberfirma Tepco hat eine Reihe von folgenschweren Fehlern gemacht und falsche Informationen gegeben. Foto: DPA


Bad news aus den USA: Alexander S. Kekulé präsentiert ein vertrauliches Dokument der US-Atombehörde NRC und stellt fest: Es sieht in Fukushima düsterer aus, als es die Tepco-Angaben bisher vermuten ließen.

Von Alexander S. KekuléDer Tagesspiegel

Seit vorgestern hat die globale Aufregung um Fukushima noch einmal einen Quantensprung nach oben gemacht – wenn man die Nervosität der Fachleute mit einem Geigerzähler messen könnte, würde der jetzt ziemlich laut knattern.

Hintergrund ist ein Artikel der New York Times (NYT), deren wie üblich gut vernetzte Redakteure einen vertraulichen Bericht der US-Atombehörde NRC (Nuclear Regulatory Commission) vom 26. März in die Hände bekamen. Die NYT gab einige beunruhigende Details aus dem Bericht wieder. Weil das natürlich kein NRC-Offizieller kommentieren durfte, ließ man David Lochbaum von der „Union of Concerned Scientists“ zu Wort kommen.

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NRC Assessment(pdf)