Warum an Gott glauben


Stephan Ackermann, Quelle: wikipedia

Seit 2009 ist Dr. Stephan Ackermann Bischof von Trier. Im Chilly-Interview spricht er über Glaube, Kirche, Werte und Gesellschaft. Im ersten von sechs Teilen der Interview-Serie spricht er über den Glauben an Gott und den Sinn der Kirche.

Herr Bischof, warum sollte man an Gott glauben?

Jeder Mensch fragt über sich hinaus nach dem Sinn des Lebens. Das ist uns Menschen eingepflanzt. Wir sind Wesen mit Verstand, mit Gefühl. Über uns hinaus fragen zu können: „Warum gibt es die Welt, und warum gibt es“, wie die Philosophen sagen, „nicht nichts?“, gehört zum Menschsein dazu. Insofern stellt jeder Mensch irgendwie die Gottesfrage, ob er das so bezeichnet oder nicht. Das ist das Eine. Der zweite Punkt ist: Es gibt über das rein verstandesmäßige Fragen hinaus eine Art innere Unruhe nach Gott, und insofern kommt eigentlich keiner daran vorbei. Die Frage ist allerdings, an welchen Gott soll ich glauben? Das ist natürlich ein ganz eigenes Thema.

Ich kann für mich persönlich sagen, dass der Glaube an Gott meinem Leben einen Sinn gibt, den das Leben sonst nicht hätte. Wenn mich jemand fragt, ob ich an Gott glaube, sage ich also „Ja“. Andererseits ist es eigentlich zu wenig, nur von „Gott“ zu sprechen. Denn: Was meine ich, wenn ich „Gott“ sage? Für den einen ist der Erfolg sein Gott, für andere Jugendlichkeit oder Fitness, also das, wofür einer leben will, was seinem Leben Sinn gibt. Wieder andere Leute sagen „Gott will es“ und werfen eine Bombe in ein Café. Für mich heißt an Gott glauben immer: an den Gott glauben, den Jesus Christus uns verkündigt hat, der sein Gesicht gezeigt hat in Jesus. Ich glaube an den Gott, der mir Kraft gibt und Halt, weil ich in Jesus sehe, wie Gott ist.

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4 Comments

  1. Argus 7,diesmal gebe ich dir nicht Recht.
    An Gott glauben kann nur der, der die Welt sieht und die Gezeiten betrachtet,das sie den Gesetzabläufe gehorchen dessen,den wir den Schöpfer- Gott und Schöpfer- Geist nennen.
    Doch was der Herr Ackermann sagt vom „Glauben an Gott“
    ist ein Irrtum und Selbsttäuschung und zeigt, das Herr Ackermann,seine Eigene oder Päpstliche Theologie verkündet und Nicht, die des wahren Christus.
    Schon Jakobus, ein berufener und zubereiteter Theologe Gottes und seinem Christus, der zweite Märtyrer in Jerusalem nach Stephanus schreibt:
    „Du glaubst, dass ein einiger Gott ist;
    du tust wohll daran;
    die Teufel glauben`s auch und zittern“.
    NUR wer den Heiligen Geist Gottes hat und nach dem lebt auf Erden, hat den wahren Allerheiligsten und Alleinseligmachenden Glauben, den er ist eine Gabe Gottes und eine Frucht des Heiligen Geistes!(Petrus und Paulus)

    Es steht nirgends geschrieben, das GOTT seinen Glauben, auch den falschen Propheten und blinden Blindenleiter gibt!

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  2. Manche Leute glauben eben an Gott, weil sie zu feige sind, der Realität ins Auge zu sehen ! Es gibt nun mal keinen Gott und wer trotzdem an dieses Märchen glaubt, betreibt Selbsttäuschung. Das ist offenbar bequemer, als sich mit Fakten und Tatsachen auseinander zu setzen.

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  3. „Ich kann für mich persönlich sagen, dass der Glaube an Gott meinem Leben einen Sinn gibt, den das Leben sonst nicht hätte.“

    tja… hätte er was ordentliches gelernt 😉

    kann mir jemand erklären, warum die sich besser fühlen, wenn sie das freizeitvergnügen eines gottes sind?

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  4. „…weil ich in Jesus sehe, wie Gott ist.“
    Mein lieber Stephan, da bist du aber ganz schön schief gewickelt.

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