Kirchenskandal Nr.?: Katholischer Klerus verkaufte Spaniens Kinder

Quelle: us.123rf.com

Spaniens verkaufte Kinder
Es ist ein Skandal, der Spanien in seinen Grundfesten erschüttert: Jahrzehntelang nahmen die katholischen Eliten des Landes Eltern die Kinder weg und verhökerten sie. Jetzt kämpfen die Opfer um Gerechtigkeit.

Von Lukas Grasberger Financial Times Deutschland

Juan Luis Moreno erfuhr am Totenbett seines Vaters, wie viel er ihm wert war. „Wir haben dich für 150.000 Peseten gekauft, von einem Priester“, gestand ihm der 81-Jährige vor ein paar Jahren im Krankenhaus eines Vororts von Barcelona. „Mein ganzes Leben war auf einmal Betrug“, sagt Moreno heute, wenn er an den Moment zurückdenkt, in dem alles zerbrach.
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Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Der katholische Klerus hat David Bergers Verkündung der homosexuellen Neigungen von Bene nun entdeckt; Berger wird seinen Job verlieren
[…]Für seine Behauptungen verweist der Religionslehrer des Erzbistums Köln dann auf angebliche „Dokumente“ und beruft sich auf eine – seiner Meinung nach – „renommierte Vatikanistin“. Gemeint ist Valeska von Roques, die ihm auch persönlich „Ausschnitte und Zitate“ vorgelegt haben soll. Diese Ausschnitte belegen laut Berger, dass „der Papst noch in seiner Zeit als Kardinal in Rom regelmäßig homosexuelle Kontakte gepflegt hat“. Es soll sich um Aussagen von Schweizer Gardisten und anderen im Vatikan tätigen Leuten handeln. Im Vatikan ist die Frau allerdings nicht als „Vaticanista“ bekannt. Literarisch fällt die „Spiegel“-Korrespondentin vor allem mit Sachbüchern zu wirren Verschwörungstheorien über den Vatikan sowie als Romanschriftstellerin auf. Wie dem auch sei: David Berger scheint seine Weise gefunden zu haben, sich auf den Papstbesuch in Deutschland vorzubereiten. Ob David Berger längerfrist Religionslehrer im Erzbistum Köln bleiben wird, ist derzeit in der Diskussion. Das Erzbistum Köln teilte am Dienstag auf Anfrage gegenüber kath.net mit, dass die Angelegenheit in „Bearbeitung“ ist.[…]

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Mixa: Missionieren als Facebook-Bischof

Quelle: HFR

Der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa will sich wieder in der Kirche engagieren. Er will junge Menschen für den Glauben gewinnen – im Internet.

Welt Online

Ein Jahr nach Bekanntwerden der Affäre um seine Person hat der frühere Augsburger Bischof Walter Mixa sein Schweigen gebrochen. In einem Interview mit dem „Donaukurier“ kündigte Mixa an, dass er seine Auszeit beenden und sich künftig wieder stärker in der Kirchenarbeit engagieren wolle.

Mit einer eigenen Homepage und in sozialen Netzwerken wie Facebook will der 69-Jährige vor allem junge Menschen ansprechen und für den Glauben gewinnen.

„Mir geht es um die Neuevangelisierung, die Papst Benedikt XVI. als das entscheidende Gegenwarts- und Zukunftsprogramm der Kirche herausgestellt hat“, sagte Mixa. „Da möchte ich mich ganz bewusst engagieren, sei es durch persönliche Gespräche oder Gesprächsrunden, sei es durch Vorträge oder durch Einkehrtage. Dazu brauche ich natürlich auch das Vertrauen der Leute.“

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Theologieprofessor Klaus Müller: Kirchenmachtstrukturen ähneln Diktaturen

Quelle: uni-muenster.de

Dekan der katholischen Fakultät Münster an die Erstsemester: Sie dürfen „Ihren Professorinnen und Professoren“ vertrauen, denn keiner „von ihnen – dafür verbürge ich mich – muss sich den Vorwurf mangelnder Kirchlichkeit gefallen lassen. Von niemandem!“

Kath.net

Dekan Klaus Müller (Universität Münster) hat vor einigen Tagen bei der Begrüßung der Erstsemestrigen das umstrittene Theologenreferendum verteidigt und heftige Angriffe auf die katholische Kirche gestartet. Müller bezeichnet das Memorandum als einen „Aufschrei“, dass ein einfaches „Weiter so“ und ein Aussitzen des Problemstaus nicht mehr gehe, „wenn es nicht zu einer Implosion der katholischen Kirche in Deutschland kommen soll – so ähnlich wie am Ende der DDR oder der Ceausescu-Diktatur in Rumänien wo sich von heute auf morgen herausstellte, dass es sich bei den ganzen Machtkulissen nur noch um potemkinsche Dörfer handelte, die ein kleiner Stoß in einer Staubwolke versinken lässt.“ Für Müller sei die katholische Kirche in Deutschland davon „in Teilen nicht mehr weit entfernt“. „Viele hohe Amtsträger lassen sich nach wie vor von den formellen Referenzbezeugungen politischer Instanzen und feiertäglich gefüllter Bischofskirchen blenden.“

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Die Pius-Brüder, JP2, Johannes der Täufer und der Islam

Lügen die Pius-Brüder?

„Möge der hl. Johannes der Täufer den Islam beschützen.“

Piusbruderschaft
Dieser Ausruf des verstorbenen Johannes Paul II. am 21. März des Jahres 2000 in Jordanien wäre – neben anderen interreligiösen Gesten, z.B. dem Küssen eines Koran am 14. Mai 1999 – von keinem vorkonziliaren Amtsvorgänger dieses Papstes gebilligt worden. Die Kirche segnet alle Menschen und ruft die Fürbitte der Heiligen auf sie hinab, vor allem, dass sie auf den Weg des Heiles gelangen.

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Winfried Kretschmann hat es sich mit seiner katholischen Kirche verschissen

Quelle: gruene-kleve.de

Kretschmann lässt die ‚katholische Maske‘ fallen!
Zukünftiger Landesvater von Baden-Württemberg: Wir werden „Gott sei Dank evangelischer“, etwa in der Mitbestimmung der Gläubigen aufgrund des allgemeinen Priestertums – Homopartnerschaften sei Sache der BürgerInnen, so habe er Ratzinger geschrieben.

Kath.net

Der designierte Ministerpräsident von Baden-Württemberg, Wilfried Kretschmann, hat in einem Interview mit dem Sonntagsblatt der Evangelischen Kirche jetzt seine „katholische Maske“ fallen gelassen und herablassend über die eigenen Kirche und vor allem auch über Priester gesprochen. „Ich sollte Pfarrer werden. Dieses ganze autoritäre Gehabe, das dort herrschte, dieser Zwang und diese Gehorsamsideologie bis hin zu Schlägen – all das gehört zu den schlechtesten Erfahrungen, die ich in meinem Leben überhaupt gemacht habe“, meinte er wörtlich.

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Bundesinnenminister Friedrich: Unser Staat ist kirchenfreundlich

Foto: dpa

Die Mittelbayerische Zeitung sprach vorab mit dem Minister über das Verhältnis von Staat und Kirche.

MZ: Herr Friedrich, mit der Überschrift „Religiöse Verschiedenheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ ist das Zweite Regensburger Gespräch zur Religion in der Gesellschaft überschrieben. Klingt das nicht übertrieben optimistisch? Wie können zum Teil unüberbrückbare religiöse Unterschiede Zusammenhalt begründen?

Friedrich: Religion hat unsere Kultur und unsere Sprache geprägt. Der bayerische Gruß „Grüß Gott“ ist ein solches Beispiel. Religion hat aber vor allem das Fundament unseres Zusammenlebens und unser Wertesystem geprägt. Ein solcher wichtiger Wert ist Toleranz und zwar auch Toleranz gegenüber anderen Religionen.

MZ: Muss sich der zur religiösen Neutralität verpflichtete Staat nicht generell aus religiösen Angelegenheiten heraushalten?

Friedrich: Der Staat mischt sich weder in Glaubensinhalte noch in die kirchliche Organisation ein. Aber unser Staat ist kirchenfreundlich. Grundsätzlich kann man sagen, dass das Verhältnis zwischen dem Staat und den Religionsgemeinschaften von Kooperation geprägt ist. Das erleben wir bei der Diskussion rund um die Einführung von islamischem Religionsunterricht an öffentlichen Schulen oder auch bei der Imam-Fortbildung, die wir organisieren wollen.

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Die SPD in der religiösen Zwangsjacke

Der Streit um die Gründung eines laizistischen Arbeitskreises bewegt die SPD noch immer. Am Montag diskutierten laizistische und christliche Parteimitglieder, aber auch Theologen und Humanisten in Berlin über die Frage: Ist der Neue Atheismus eine Alternative zu den Religionen?

pro Medienmagazin

Michael Bauer vom Sprecherkreis der Laizisten und Laizistinnen der SPD erklärte bei der Debatte in der Friedrich-Ebert-Stiftung, in einer modernen Welt sei der Bezug auf die Kirchen in der Politik nicht aufrechtzuerhalten. Der Staat habe bei der Verteilung seiner Mittel alle gleich zu behandeln. Das sei derzeit etwa beim Religionsunterricht an Schulen nicht der Fall. Die Durchsetzung des Laizismus sei eine „Frage der Emanzipation“. Werner Schultz vom Humanistischen Verband in Berlin erklärte, die SPD bemühe sich derzeit um die Vermeidung der Debatte um den Laizismus. In einem Land, in dem immer weniger Jugendliche an Gott glaubten, müsse sie genau das Gegenteil tun, wenn sie nicht belanglos werden wolle.

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AHA Luxemburg: Wie halten Sie es mit Gott?

Laurent Schley, Präsident der AHA. (Bild: Tageblatt/Martine May)

„Net reliéis? Stéi dozou!“, ist die Nachricht, die von fünf regulären Linienbussen während der kommenden drei Monate in der Hauptstadt und in anderen Teilen des Landes verbreitet wird. Die AHA will damit Nichtgläubige dazu ermutigen, stärker zu ihrer Überzeugung zu stehen und im alltäglichen Leben nicht damit hinter dem Berg zu halten.

Tageblatt lu

Offiziell sei Luxemburg zu 95 Prozent katholisch, und diese Zahl würde immer wieder von der katholischen Kirche dazu benutzt, ihre Privilegien zu rechtfertigen, sagte der Präsident der Vereinigung, Laurent Schley, gestern Morgen bei der Vorstellung der AHA-Kampagne. Eine CEPS-Studie vom Anfang dieses Jahres zeichne jedoch ein anderes Bild, nämlich, dass bloß noch jeder vierte Einwohner in Luxemburg an einen Gott glaube.

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