Bundesinnenminister Friedrich: Unser Staat ist kirchenfreundlich


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Die Mittelbayerische Zeitung sprach vorab mit dem Minister über das Verhältnis von Staat und Kirche.

MZ: Herr Friedrich, mit der Überschrift „Religiöse Verschiedenheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt“ ist das Zweite Regensburger Gespräch zur Religion in der Gesellschaft überschrieben. Klingt das nicht übertrieben optimistisch? Wie können zum Teil unüberbrückbare religiöse Unterschiede Zusammenhalt begründen?

Friedrich: Religion hat unsere Kultur und unsere Sprache geprägt. Der bayerische Gruß „Grüß Gott“ ist ein solches Beispiel. Religion hat aber vor allem das Fundament unseres Zusammenlebens und unser Wertesystem geprägt. Ein solcher wichtiger Wert ist Toleranz und zwar auch Toleranz gegenüber anderen Religionen.

MZ: Muss sich der zur religiösen Neutralität verpflichtete Staat nicht generell aus religiösen Angelegenheiten heraushalten?

Friedrich: Der Staat mischt sich weder in Glaubensinhalte noch in die kirchliche Organisation ein. Aber unser Staat ist kirchenfreundlich. Grundsätzlich kann man sagen, dass das Verhältnis zwischen dem Staat und den Religionsgemeinschaften von Kooperation geprägt ist. Das erleben wir bei der Diskussion rund um die Einführung von islamischem Religionsunterricht an öffentlichen Schulen oder auch bei der Imam-Fortbildung, die wir organisieren wollen.

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6 Comments

  1. @Subkuttan. Ja, ja, unter den bodenlangen Kleidchen der Obergauner tummelt sich allerlei Politprominenz, erstaunlicherweise immer mehr aus Parteirichtungen ohne „C“ im Namen. Die anderen sind sowieso undiskutabel.
    Aber auch sonst wird allerlei Gaunerei darunter versteckt.

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  2. @Sospetto

    Danke 🙂

    Mein Name war natürlich überlegt, Du liegst fast richtig. Es geht ganz allgemein darum, was sich unter dem Deckmäntelchen religiöser Verschleierung tut, also beim Klerus selbst und bei allen Apologeten und Lobbyisten.

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  3. @subkuttan
    Siehst Du und ich dachte Dein Name käme vom Versteckspiel der Politiker unter den großen schwarzen und purpurnen Kutten der Kleriker. Macht nichts, auch gut.

    Ja, ich glaube ans FSM. Es ist nämlich echt und wirklich. Es hat mit mir nachts auch schon mal gesprochen. Ja, das kannst Du mir schon glauben. :-}

    Wenn wir schon mal dabei sind.
    Danke für Deine Beiträge. Sie sind immer das reinste Vergnügen.

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  4. @Sospetto
    subkuttanen Politreligioten

    Da hat mein Nick ja zu einer neuen Begriffsschöpfung angeregt, klasse :mrgreen:

    Als Anhänger des fliegenden Spaghetti-Monsters, bist Du nun ja auch religiös 😀

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  5. Der Haubentaucher macht keinen Unterschied im Verein der Politikreligioten. Artikel 140 des GG wird auch von ihm nicht beachtet. Nur nicht anecken und immer schön brav unter der Kutten Schutz herausbellen.

    „Die Konkordate müssen gekündigt werden“! Erst wenn man den Klerikalen den Geldhahn zudreht werden sie ihr wahres Gesicht zeigen und werden Zether und Mordio schreien. Erst dann werden die feigen subkuttanen Politreligioten darunter hervorkriechen und ihr Mäntelchen in den säkularen Wind hängen.

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  6. Dass unser Staat kirchenfreundlich ist, ist ja gerade das große Problem ! De facto bedeutet dies nämlich eine offen bekundete Bevorzugung und Begünstigung der Religioten gegenüber den Konfessionslosen und Atheisten. Wo bleibt da die Neutralität der Politik im angeblich säkularen Deutschland ?

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