Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Der katholische Klerus hat David Bergers Verkündung der homosexuellen Neigungen von Bene nun entdeckt; Berger wird seinen Job verlieren
[…]Für seine Behauptungen verweist der Religionslehrer des Erzbistums Köln dann auf angebliche „Dokumente“ und beruft sich auf eine – seiner Meinung nach – „renommierte Vatikanistin“. Gemeint ist Valeska von Roques, die ihm auch persönlich „Ausschnitte und Zitate“ vorgelegt haben soll. Diese Ausschnitte belegen laut Berger, dass „der Papst noch in seiner Zeit als Kardinal in Rom regelmäßig homosexuelle Kontakte gepflegt hat“. Es soll sich um Aussagen von Schweizer Gardisten und anderen im Vatikan tätigen Leuten handeln. Im Vatikan ist die Frau allerdings nicht als „Vaticanista“ bekannt. Literarisch fällt die „Spiegel“-Korrespondentin vor allem mit Sachbüchern zu wirren Verschwörungstheorien über den Vatikan sowie als Romanschriftstellerin auf. Wie dem auch sei: David Berger scheint seine Weise gefunden zu haben, sich auf den Papstbesuch in Deutschland vorzubereiten. Ob David Berger längerfrist Religionslehrer im Erzbistum Köln bleiben wird, ist derzeit in der Diskussion. Das Erzbistum Köln teilte am Dienstag auf Anfrage gegenüber kath.net mit, dass die Angelegenheit in „Bearbeitung“ ist.[…]

Interreligiöser Thinktank in einer Studie über Frauen in Leitungsämtern
[…]Am prekärsten ist die Stellung der Frau nicht etwa im Islam, sondern in der römisch-katholischen Kirche. Denn im Unterschied zu allen anderen Religionen versteht diese das Leitungsamt sakramental: Kraft göttlichen Rechts ist das Priestertum dem Mann vorbehalten, der durch die Weihe in den heiligen Stand versetzt wird. In dieser Gemeinschaft von Ungleichen liegt die Leitungs-, Entscheidungs- und Lehrvollmacht allein in den Händen von zölibatären Klerikern. Traditionell wird das mit der kultischen Unreinheit der Frau und ihrer verminderten Gottebenbildlichkeit begründet[…]

Tagung der Friedrich-Ebert-Stiftung zur Rolle der Laizisten in der SPD
[…]Der Sprecher des laizistischen Arbeitskreises in der SPD, der Bundestagsabgeordnete Rolf Schwanitz, sagte, Formulierungen wie „Beliebigkeitsatheismus“ oder „religiöser Analphabetismus“ seien für ihn „im höchsten Maße beleidigend“. Wer konfessionsfrei sei, habe kein Bildungsdefizit. Das Beiratsmitglied der Giordano-Bruno-Stiftung, Ingrid Matthäus-Maier (SPD), forderte dazu auf, die Staatsleistungen für die Kirchen abzubauen. Kirchenvertreter sollten angesichts ihres Bedeutungsverlustes nicht jammern. Es falle keinem der Himmel auf den Kopf, wenn es auch in der SPD Laizisten gebe. Der Leiter der Abteilung Lebenskunde beim Humanistischen Verband Deutschland, Werner Schultz (Berlin), warf den Christen in der SPD vor, die Humanisten zu diffamieren. Der Laizismus werde ständig als Bedrohung wahrgenommen. Umfragen zufolge bezeichneten sich jedoch 15 Millionen Deutsche als Atheisten. Diese dürfe die SPD nicht der Partei „Die Linke“ überlassen. Der Sprecher des laizistischen Arbeitskreises in der SPD, Michael Bauer (Nürnberg), vertrat die Ansicht, dass Christen oft gar nicht merkten, wie stark ihre Privilegien seien. Es widerspreche dem Grundgesetz, dass der Religionsunterricht auf Staatskosten erteilt werde. Weltanschauungsgemeinschaften wie der Humanistische Verband müssten gleich behandelt werden. Wenn man den Konfessionsfreien gerecht werden wolle, müsse das Staatskirchenrecht dringend reformiert werden[…]

Zeltmission, Strandmission, Mission in der Fußgängerzone
[…]Nach Angaben von Reinhold Schwamm, Leiter Evangelisation in Deutschland der Deutschen Indianer Pionier Mission (St. Johann bei Reutlingen), zeichnet sich ein Trend zu ausgedehnteren Aktionen ab: „Längere Zeltmissions-Einsätze von drei bis vier Wochen sind die Zukunft der Zeltmission.“ Wachsender Beliebtheit erfreuen sich die Einsätze in Fußgängerzonen. Hierfür wird etwa die Barmer Zeltmission einen Bus anschaffen; auch die DZM und die Evangelisch-methodistische Kirche (EmK) haben eine Fülle dieser Angebote im Programm. Gerade Kinder und Jugendliche lassen sich von mobilen Jugendtreffs sowie bei der Strandmission gerne ansprechen. Erneut bietet die EmK zudem Zelteinsätze im europäischen Ausland an[…]

Evangelisten in Vietnam
[…]Ho-Chi-Minh-Stadt (idea) – Im kommunistisch regierten Vietnam sind wieder Großevangelisationen mit ausländischen Rednern möglich – wenn auch unter erschwerten Bedingungen … Der 76-jährige gebürtige Argentinier Palau trat zusammen mit seinem Sohn Andrew auf, der unter anderem berichtete, wie Gott ihn von Alkohol und Drogen freigemacht habe. Palau reiste weiter in die Hauptstadt Hanoi, wo er am 15. und 16. April auftreten will. Der Präsident der Vietnamesischen Christlichen Vereinigung, Nguyen Xuan Duc, zeigte sich zuversichtlich über die Zukunft des Protestantismus in seinem Land: „Es gibt keine Angst, sondern wunderbare Spontaneität und unaussprechliche Freude.“ Von den knapp 91 Millionen Einwohnern sind 54 Prozent Buddhisten, 22 Prozent Atheisten und 8 Prozent Christen, meist Katholiken. 1,8 Prozent sind evangelisch. Weitere 8 Prozent gehören Stammesreligionen an.[…]

Warum ist man zu Ratzinger so böse?
[…]Die Vatikanberichterstatter Paolo Rodari und Andrea Tornielli analysieren, warum der Papst so oft ins Kreuzfeuer internationaler Medien gerät – Im gesamten Mai exklusive Leseproben auf kath.net!
Ob nach seiner Regensburger Rede, im „Fall Williams“ nach der Aufhebung der Exkommunikation von Lefèbvre-Bischöfen, der Kondom-Aussage bei seiner Afrikareise oder in der Missbrauchsgeschichte: Der deutsche Papst steht häufig am Pranger der internationalen Medien. Wer steckt dahinter? Zwei erfahrene Vatikanberichterstatter italienischer Zeitungen analysieren in diesem Buch (in Italien unter dem Titel „Attacken gegen Ratzinger“ ein großer Erfolg), ob wirklich gezielte Vorgänge dahinter stecken oder ob nicht viele Hindernisse auch aus dem Inneren der Kirche kommen[…]

Pressechef der Päpstlichen Universität Regina Apostolorum zu Satanismus: der Relativismus ist schuld, was sonst
[…]Satanismus “zerstört die universalen Werte, die im Herzen jedes Menschen geschrieben stehen“. Er schaffe eine „Gesellschaft, die auf den Kopf gestellt ist, in der gut böse wird und böse gut wird“.
Junge Menschen würden von der Illusion eines Lebens ohne Regeln in den Bann gezogen. Dies sei eine täuschende Freiheit, die zu mehr Abhängigkeit führt. “Leider ist die moderne Gesellschaft oft vom moralischen Relativismus dominiert. Das fördert die Verbreitung von Satanismus.“ Jugendliche missverstehen das Okkulte oft als Spiel. Viele würden sich davor überhaupt nicht mehr fürchten. Gewisse Formen der Rockmusik würden manchmal zu Brücken zwischen Jungendlichen und der Teufelsverehrung. „Satanischer Rock“ sei leicht an seinen gewalttätigen und anti-christlichen Texten sowie den grausamen und blasphemischen Abbildungen zu erkennen. Auch das Internet sei eine gefährliche Fundgrube für Jugendliche. Manche würden zum Spaß dort beschriebene Riten praktizieren. „Leider endet es manchmal damit, dass sie Gewaltakte oder Morde begehen.”[…]

Für die Hardliner war das bestimmt die Rache Gottes
[…]Freiburg (kath.net) Claudius Stoffel, Stadtdekan und Dompfarrer, hat mit 1,4 Promille Alkohol einen Unfall verursacht. Stoffel gehört zu dem Mitinitiatoren der Freiburger Initiative, die das Memorandum „Kirche 2011: Ein notweniger Aufbruch“ mit Unterschriften von Priestern und Diakonen der Erzdiözese Freiburg unterstützt, kath.net hat berichtet.
Die Staatsanwaltschaft Freiburg hat inzwischen die vorläufige Entziehung seines Führerscheins beantragt, weil sich Stoffel bei dieser Fahrt im Bereich der absoluten Fahruntüchtigkeit bewegt habe, berichtet die „Badische Zeitung“.[…]

Diakonie:
[…]Ein Werbespot des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) über Kinderarmut in Deutschland hat den Preis „Intermedia-globe Gold“ des internationalen Worldmedia-Werbefilmfestivals in Hamburg gewonnen. Der Privatsender RTL hat die Produktion unterstützt und ihn ohne zusätzliche Kosten ausgestrahlt[…]

Präses Schneider: Kreuz und Auferstehung, Tod und Trost
[…] Schneider sieht im Tod am Kreuz einen Beleg dafür, dass Jesus Christus nicht nur «wahrer Gott», sondern auch «wahrer Mensch» gewesen sei, der das Sterben habe durchleiden müssen. Durch die Auferstehung des Gekreuzigten werde aber klar, dass Gott die Liebe sei. Gott wolle dafür sorgen, «dass wir nicht durch den Tod vernichtet werden und uns auflösen in irgendein Nichts, sondern dass wir im Leben bleiben», sagte der EKD-Ratsvorsitzende. Der Theologe berichtet, dass seine Frau und er sich beim Sterben ihrer Tochter 2005 «gottverlassen» gefühlt hätten – und doch seien sie in dieser Situation getragen worden. Ohne diese Erfahrung des Gehaltenseins hätten sie ihrerseits den Kopf der an Leukämie leidenden Tochter nicht mehr halten können. Er sei überzeugt, dass durch das Kreuz von Jesus Christus die Todesmächte gebrochen seien, sagte Schneider.[…]

N24-Talk-Reihe am 18., 19., 20. und 21. April 2011 um 15.05 Uhr
[…]N24-Moderator Michel Friedman diskutiert mit Wolfgang Huber, dem früheren Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland und ehemaligen Bischof von Berlin-Brandenburg, in einem vierteiligen „Friedman Spezial“ über „Gott und die Erdbebenkatastrophe in Japan“, die „Sterbehilfe“, den „Islam oder: Wovor haben wir Angst?“ und die Frage „Wer um Gottes Willen braucht Religion?“ Von Montag bis Donnerstag der Karwoche gehen Michel Friedman und Wolfgang Huber existenziellen Fragen des Lebens nach[…]

 

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