Satanisten: Mit Wodka zur Unsterblichkeit


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Quelle: http://www.crackajack.de

Seine Kutte hat er verbrannt, den rituellen Dolch in die Donau geworfen. Aber ein Foto zeugt heute noch von Peter R.s Vergangenheit als Satanist: dunkler Umhang, schwarze Kontaktlinsen, dunkel umrandete Augen. Diese Vergangenheit verfolgt ihn bis heute.

Von Marijana Babic evangelisch.de

Für die Gesellschaft ist der heute 26-jährige Peter R. ein Versager, der es sich mit Hartz IV bequem gemacht hat. Für die Eltern ist er ein Schmarotzer. Sie haben den Kontakt abgebrochen. Für die ehemaligen Schulkameraden ist er der einstige Außenseiter, der es auch im Leben zu nichts gebracht hat. Für das Arbeitsamt ist er ein Fall, der schwer zu vermitteln ist. Seine ehemalige Lebensgefährtin und einige enge Freunde kennen seine Geschichte, wissen aber nicht, wie sie helfen sollen.

Vergewaltigung als Auslöser

R. wurden gesundheitliche Probleme bescheinigt, die ihm ein normales „Funktionieren“ unmöglich machen: Vor einiger Zeit wurden organische und anorganische Insomie (chronische Schlaflosigkeit) diagnostiziert, außerdem eine zyklische manische Depression, mit ausgeprägten Hoch- und Tiefphasen.

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9 Comments

  1. Tja, und was soll der Herr „Infokrieger“ dazu noch sagen? Daß Herr Hilmar Kolbe auch weiterhin rituellen, satanistischen Mißbrauch in Orden und Logen bagatellisiert und verharmlost, wie er dies – so hoffe ich mal – NIE gegenüber Mißbrauch tun würde, der in christlichen Kirchen stattfindet.

    Und niemand widerspricht. (Bislang.)

    Allmählich fange ich an, das „interessant“ zu finden – und aufschlußreich. Die frühere Sektenbeauftragte der SPD spricht von jährlich vermuteten 50 durch Sekten „verbrauchten“ Babies in Deutschland – interessiert hier offenbar keinen Schwanz.

    In allen Bundesländern befinden sich laut Umfragen je zwischen 50 und 100 Überlebende rituellen Mißbrauchs in psychotherapeutischer Behandlung, die z.T. auch selbst die Ermordung von Kindern miterlebt haben und all diesen Quatsch – interessiert hier keinen Schwanz.

    Viele vermuten, daß das ein elitäres Phänomen ist, beschützt von politischen Eliten – interessiert hier keinen Schwanz.

    Alles nur „christliche Mythen“. Na toll!

    Satanismus IST ein Ausfluß von Monotheismus, gewiß. Aber ein realer wie der Ausfluß „christlichen Kirchen“ auch. Und deshalb muß man ihn und all den okkulten Quatsch um ihn herum ebenso kritisieren und über ihn aufklären wie über den sehr ähnlich strukturierten Ausfluß Christentum auch. – Wo ist das Problem?

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  2. @Hilmar Kolbe
    ich wüsste nicht, dass ich Dich kritisiert hätte. Ich bin auch nicht auf den Satanismus eingegangen. Es ging nur darum, wenn irgendwo wirklich ein Missbrauch vorliegt, dann ist er immer zu verurteilen und da wirst Du mir ja recht geben. Du hast hier alle Freiheit zu argumentieren und Deine Meinung und Sachkenntnis an den Mann zu bringen. Wo ist das Problem?

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  3. @subkuttan: Wenn sich jemand schon nicht entblödet, sich selbst als „Infokrieger“ zu bezeichnen (und nicht Assange oder Manning mit Nachnamen heißt), erwarte ich nicht, dass der Bezug von Realität und Netzinformation angemessen hergestellt werden kann.

    Kurz zum Thema nochmal: Der von den christlichen Kirchen sorgsam „gepflegte“ (durch eigene Studien, Sektenbeauftragte, Fernsehsendung im öff-rechtlichen TV, etc) Satanismus ist im wesentlichen ein soziales Problem und in weiten Teilen schlicht konstruiert. Dieser „Prekariats“-Satanismus ist ungefähr so ideologisch (und damit als Ideologie so (an-)greifbar) wie Schokolade-Essen: Ja, kann tödlich sein, ist es meistens nicht, nur in Extrem-Fällen. Und wenn dann ein Spirituosen-Hersteller kommt und eine Kampagne gegen Schokoladen-Esser startet, dann erlaube ich mir, darüber zu lästern.

    Für den „erwachsenen“, sprich philosophischen Satanismus (den m.E. die meisten Satanisten betreiben) ist Missbrauch ungefähr dass, was Discounter-Schokogeschmack-Palmfett für einen Schokoladen-Liebhaber ist: inakzeptabel.

    Hmm, rumpöbeln, sachkenntniserleichtert pauschalisieren, Mitleid erheischen und heucheln im Netz…

    ok, hier: >

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  4. @Ingo Bading
    Du hast natürlich etwas falsch gesehen. Satanische Missbräuche sind selbstverständlich genauso zu verurteilen wie alle anders gesinnten auch, ohne Ausnahme. Hier wird kein Missbrauch geduldet, da kannst Du sicher sein.

    Wenn es um Differenzierung geht, dann um die quantitative Beurteilung mancher Ausprägungen und entsprechende Vorurteile, die zu Pauschalisierungen führen, die enorme Ängste erzeugen, stigmatisieren und die von den eigentlichen Gründen und Gefahren ablenken.

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  5. Bescheuerte Kommentare, wie ich finde.

    Wenn die Kirche Kinder mißbraucht, hört hier jeder hin. Wenn dies satanische Orden und Logen tun, nicht, oder wie?

    Nur weil etwas auf evangelisch.de steht, heißt das doch nicht per se, daß es nicht ins Schwarze trifft. Daß die Realität genau so aussieht, wie hier beschrieben, kann man sich inzwischen in unzähligen Büchern und Dokumentarfilmen ansehen. Siehe beispielsweise hier:

    http://www.videogold.de/satanismus-und-ritueller-missbrauch-in-deutschland/

    Mich wundert es schon seit längerem, daß bekennende Kirchenfreie, Humanisten und „Skeptiker“ beispielsweise über Homöopathie stundenweise dozieren und sich darüber aufregen können, aber so wenig Sensibilität entwickeln für ein so ernstes Thema wie rituellen Mißbrauch.
    (Oder habe ich da etwa irgendwo etwas übersehen? Würde mich sehr freuen.)

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  6. Ach nee, muss das satanische Prekariat mal wieder herhalten? Wieso stürzen sich die Kleriker nicht mal auf die anderen Eso-Spinner? Auf die Fuzzy-Fidelity-Flachpfeifen? Was ist aus „Du sollst Hexen nicht am Leben lassen“ geworden?

    Schon klar, ohne „Leichtgläubigkeit“ wird’s auch mit Glauben nur schwerlich was – da will man potentielle Kundschaft nicht vergrätzen.

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  7. Einfach abschreiben indem man ihm genügend Wodka zur Verfügung stellt. Das kann doch so teuer nicht sein.

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