Geert Wilders: Porträt eines Rechtspopulisten


Ohne Geert Wilders geht fast nichts mehr in der niederländischen Politik. Die neue Minderheitsregierung kommt an dem Rechtspopulisten nicht vorbei. Bei Gastvorträgen in Deutschland attackiert der Mann mit der blondierten Mähne auch Angela Merkel und profiliert sich zusehends als Kopf einer neuen europäischen Rechten.

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3 Comments

  1. @Welti

    „… Nur hat er offenbar mit denen, die man „Rechtspopulisten“ zu nennen pflegt – mit Leuten wie dem Franzosen Le Pen zum Beispiel und seiner „Nationalen Front“, gar mit der deutschen NPD, der deutschen DVU – politisch nichts gemeinsam.

    Was sind dann für dich Rechtsextremisten? Existieren die gar nicht?

    Im Gegensatz dazu sind aber alle Links-/Grün-Orientierten Linksextremisten oder?

    Du weißt schon, dass zu viel PI lesen irreversible Hirnschäden verursacht, die nicht mehr klar denken lassen.

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  2. Noch eine gute Einschätzung, von 2008:

    Was Sie schon immer über Geert Wilders wissen wollten, aber nicht zu fragen wagten

    „… Nur hat er offenbar mit denen, die man „Rechtspopulisten“ zu nennen pflegt – mit Leuten wie dem Franzosen Le Pen zum Beispiel und seiner „Nationalen Front“, gar mit der deutschen NPD, der deutschen DVU – politisch nichts gemeinsam.

    Seine Partei ist nicht autoritär, sondern radikal freiheitlich. Sie macht sich nicht für den „kleinen Mann“ stark, sondern will mehr Markt und weniger Sozialstaat. Sie tritt für kulturelle Freiheit ein und ist weder nationalistisch noch antiamerikanisch. Sie macht weder die Kriminalität noch den Kampf gegen „die politische Klasse“ zu ihrem Thema. Kurz, sie vertritt auf nahezu allen Feldern der Politik das Gegenteil von dem, was rechtspopulistische Parteien vertreten.

    Nur ist Wilders offenbar der Meinung, daß die Freiheit durch radikale Islamisten bedroht ist. Das ist der einzige Punkt, wo er sich mit den Rechtspopulisten trifft. Oder, sagen wir, wo es einen Berührungspunkt gibt. Denn Leute wie Le Pen sehen durch den Islamismus ja nicht die Freiheit bedroht, sondern das, was sie als ihr „Volk“ betrachten.

    Ob man nicht eher die radikalen, intoleranten Islamisten als „Rechtspopulisten“ bezeichnen sollte, statt Geert Wilders und seine Partei?“

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  3. Eine etwas andere Sicht auf Wilders:

    „…Wilders tritt für Freiheit und religiöse ebenso wie kulturelle Vielfalt ein. Er wendet sich gegen die Islamisten, die dieses Gesellschaftsmodell bedrohen und es durch eine totalitäre Gesellschaft ersetzen wollen, in der es nur eine Religion und nur deren Gesetz gibt.

    … Und repräsentativ für die politische Überzeugung von Geert Wilders dürfte das sein, was er von Abraham Lincoln zitierte: „Those who deny freedom to others, deserve it not for themselves“ – wer anderen die Freiheit verweigert, der verdient sie nicht für sich selbst.

    Darüber kann man streiten. Man kann argumentieren, daß der liberale Rechtsstaat sich gerade darin von anderen Systemen unterscheidet, daß er auch seinen Feinden die Freiheiten zubilligt, die sie selbst, wenn sie die Macht dazu haben, Andersdenkenden verweigern.

    Darüber kann man streiten. Aber Hetztiraden sind das nicht, wenn Wilders sich der Position von Abraham Lincoln anschließt.“

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