Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Der Traum aller Gottes-Kirchen-Macht-Apologeten
[…]Warschau (kath.net/KAP) Erfolg für Abtreibungsgegner in Polen: Fast eine halbe Million Bürger haben ein Volksbegehren für ein totales Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen unterschrieben. Das Bürgerkomitee „Wähle das Leben“ übergab die Unterschriften am Donnerstag in Warschau dem Parlamentsbüro. Die Abgeordneten müssen nun über das eingereichte Gesetz abstimmen. Die Zahl der Unterstützer ist etwa fünfmal so hoch wie für einen solchen Antrag an das Parlament erforderlich. Ziel des Volksbegehrens ist, dass Schwangerschaftsabbrüche künftig auch bei schweren Missbildungen des Fötus, nach einer Vergewaltigung und bei Gefahren für Gesundheit oder Leben der Mutter verboten sind. Die Zahl der Abtreibungen lag in Polen nach offiziellen Statistiken zuletzt bei etwa 500 im Jahr. In fast allen Fällen lag demnach eine schwere Missbildung des Fötus vor. An der Unterschriftensammlung für das totale Verbot beteiligten sich auch katholische Laienorganisationen[…]

Kardinal Meisner: primitiver geht’s wohl nicht mehr
[…]Auch beim Thema Abtreibung sei es zunächst um die Notlage von Frauen gegangen. Inzwischen werde die Abtreibung aber wie ein Verhütungsmittel eingesetzt. Zugleich sei auch hierbei die Tötung Behinderter immer weiter fortgeschritten. Meisner wörtlich: „Dafür gilt nun in Deutschland eine Hasenscharte als ausreichender Grund, ein Kind mit medizinischer Indikation noch im Geburtskanal mit einer Kaliumspritze ins Herz zu töten. Dieser Eingriff ist Kassenleistung.“ Eine Radikalisierungstendenz sieht Meisner auch bei der sogenannten Sterbehilfe. Anfangs sei es um einige „Extremfälle“ von Menschen gegangen, die nicht mehr leben wollten. „Dann gab es den Ruf nach dem Recht auf Euthanasie, wenn ein Mensch das will.“ Mittlerweile gebe es etwa in den Niederlanden dank eines liberalen Sterbehilfe-Gesetzes nicht mehr genügend Schmerztherapien. Dafür würden pro Jahr aber „etwa 900 Menschen im Jahr mit Kommissionsbeschluss totgespritzt“, ohne zugestimmt zu haben. Solche vermeintlichen Fortschritte seien in Wahrheit Rückschritte und das Resultat der Rückkehr eines Heidentums in moderner Gestalt, schreibt Meisner. Das Christentum stehe dagegen für das Mitleid. Der Kardinal appellierte besonders an Ärzte, „dass manchmal ein Schritt zurück von der schiefen Ebene ein Fortschritt sein kann“.[…]

Christliche Fundis arbeiten fleißig am Aufbau des Gottesstaates
[…]Wie kann man den christlichen Glauben überzeugend im Alltag – in Familie, Beruf, am Arbeitsplatz und in der Freizeit – leben?
Antworten will das neue Projekt „Glaube am Montag“ geben, zu dem sich Vertreter aus Kirchen und Freikirchen, freien Werken und Verlagen zusammengeschlossen haben. Wie es in einer am 15. April veröffentlichten Mitteilung heißt, gehört es zu den Zielen, „das Zusammenspiel zwischen Sonntag und Alltag bzw. Gemeindearbeit und persönlicher Nachfolge zu vertiefen, die Erfahrung und Alltags-Kompetenz von Nicht-Theologen besser wahrzunehmen und den christlichen Beitrag in der Gesellschaft zu verstärken“. Dem Kuratorium gehören prominente Personen aus Kirche und Gesellschaft an – darunter Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald), Bischof der Pommerschen Evangelischen Kirche, Jürgen Werth (Wetzlar), Vorsitzender der Deutschen Evangelischen Allianz, Michael Diener (Kassel), Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbands (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften), Rosemarie Wenner (Frankfurt am Main), Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche und Präsidentin der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF), Erhard Berneburg (Berlin), Generalsekretär der Arbeitsgemeinschaft Missionarische Dienste, CVJM-Generalsekretär Roland Werner, ProChrist-Leiter Ulrich Parzany (beide Kassel) sowie der Unternehmer Friedhelm Loh (Haiger). Der auf mehrere Jahre angelegte Prozess der Initiative wird von einem Leitungskreis koordiniert. Geschäftsstelle ist der zur Stiftung Christliche Medien gehörende Bundes-Verlag (Witten). Als Start von „Glaube am Montag“ wurde der 2. Januar 2012 ins Auge gefasst. Ab Mai 2011 soll die Internetseite http://www.Glaube-am-Montag.de über die Initiative informieren. Im Spätsommer erscheint ein Ideenheft für Mitarbeiter in der Gemeindearbeit[…]

Evangelisation will gelernt sein
[…]Nach Ansicht des Leiters des Missionswerks „Operation Mobilisation“, Tobias Schultz (Mosbach), können Evangelisten, die in Deutschland das Evangelium verbreiten wollen, viel von Missionaren in Übersee lernen. In ihren Vorbereitungskursen werde großer Wert darauf gelegt, dass sie eine fremde Kultur kennenlernen. Im Einsatzland sollten sie bei den Menschen wohnen, die sie erreichen wollen. Sie sollten sich angewöhnen, Fragen zu stellen und auf die Menschen zu hören, bevor sie christliche Antworten geben. Außerdem sollten sie üben, über den Glauben in einer alltagsgemäßen Sprache zu sprechen. Ein ähnliches Trainingsprogramm käme auch den evangelistischen Bemühungen in Deutschland zugute, so Schultz[…]

Fußballtrainer Frank Schaefer: „Der Glaube trägt mich durch den Job

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[…]Schaefer hatte in der Öffentlichkeit nie einen Hehl aus seinem Glauben gemacht. Im Fußballfachmagazin „kicker“ stellte Schaefer klar: „Ich habe niemals die Situation mit meinem Glauben begründet. Im Gegenteil: Der Glaube trägt mich durch den Job, er ist sogar eine Stärke von mir.“ Zugleich müsse man ihm zugestehen, „alles, was auf mich eingewirkt hat, auch mal sacken zu lassen“. Unter Druck setzen will Sportdirektor Volker Finke, der der „Bild“-Zeitung Rede und Antwort stand, den Trainer allerdings nicht: „Er hat es sich erarbeitet, dass man ihm nicht die Pistole auf die Brust setzt.“ Schaefer selbst störte viel weniger Finkes Einmischung, als dass Interna aus der Kabine nach außen gedrungen sind.

 Bis zu seinem Dienstantritt in Köln war Frank Schaefer im Profi-Geschäft ein unbeschriebenes Blatt. Im Oktober hatte er im Interview mit dem Kölner Boulevard-Magazin „Express“ betont, dass es ihm wichtig sei, auch im Profigeschäft Werte wie „Vertrauen, Offenheit und Ehrlichkeit“ vorzuleben: „Ich mag keine Tricks, keine Manipulationen.“ Darin bekannte er auch, dass die Bibellektüre und das Gebet für ihn zum Tagesablauf dazugehören[…]

Stärker gegen islamistische Hassprediger vorgehen
[…]So einig waren sich schwarz und grün wohl selten: Politiker Volker Beck hat die Bundesregierung aufgefordert, die Einreise des als Islam-Hassprediger kritisierten Abu Ameenah Bilal Philips zu verhindern. Bilal Philips wolle am 20. April in der Frankfurter Innenstadt auftreten, schrieb Beck in einem Brief an den Innenstaatssekretär Ole Schröder (CDU), der der Nachrichtenagentur dpa in Berlin vorlag. „Ich bitte Sie, die notwendigen Vorkehrungen zu treffen, um ihn an der Einreise zu hindern.“ 2009 sei es bereits gelungen, einen Auftritt von Bilal Philips in Berlin-Neukölln zu verhindern. „Philips ist für seine Hetze gegen Homosexuelle bekannt“, so der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Beck. Auch Hessens Innenminister Boris Rhein fordert ein verschärftes Vorgehen gegen Hassprediger. Sie müssten insbesondere leichter ausgewiesen werden können, wenn sie in den Moscheen zum Heiligen Krieg aufriefen, sagte der Minister der Nachrichtenagentur dpa in Wiesbaden. Derzeit sei es für die Polizei fast unmöglich, Verdächtigen gerichtsfest nachzuweisen, dass sie ihre Zuhörer aufhetzen. „Nach dem Aufenthaltsgesetz muss schon sehr verfestigt klar sein, dass das einer ist, der nicht nur radikal und extremistisch predigt, sondern dass der auch die Leute richtig aufhetzt“, sagte Rhein. Es gebe derzeit in Hessen sechs als gefährlich eingestufte Prediger ausländischer Herkunft. „Hier ist es uns erst in einem Fall gelungen, ein erstinstanzliches Abschiebeurteil zu erreichen. Ob das in der zweiten Instanz beim Verwaltungsgerichtshof hält, ist keineswegs sicher.“[…]

Gottesstaat: Glaubens- und Bekenntnisfreiheit berechtigt fundamentalistisch-religiöse Missionsarbeit an jedem Arbeitsplatz
[…]Eine Mitarbeiterin eines Callcenters hat regelmäßig am Ende eines Telefonats gesagt: „Jesus hat Sie lieb“. Deswegen hatte der Arbeitgeber ihr gekündigt. Die Frau klagte gegen die Firma – und bekam Recht. Sie arbeitete seit 2004 für das Telefon-Beratungszentrum, das für den Verkaufssender QVC Aufträge entgegennimmt. Wie das Nachrichtenportal „Der Westen“ berichtet, ist die Klägerin tief religiös und beendete seit Januar 2010 ihre Kundengespräche mit der Formel „Jesus hat Sie lieb, vielen Dank für Ihren Einkauf bei QVC und einen schönen Tag“. Auf dem Portal „kostenlose-urteile.de“ heißt es, nach Beteiligung des Betriebsrates habe die Firma der Frau fristlos und hilfsweise fristgerecht gekündigt. Die gläubige Mitarbeiterin klagte gegen die Kündigung vor dem Arbeitsgericht Bochum. Sie erläuterte dabei, sie versuche lediglich, sowohl ihren religiösen Verpflichtungen als auch ihren arbeitsvertraglichen Verpflichtungen nachzukommen. Kundenbeschwerden habe es auch nicht gegeben. Die Firma hielt dagegen, die Glaubensbezeugungen berechtigten den Kläger nicht dazu, sich ihren Arbeitsanweisungen beharrlich zu widersetzen. Doch das Arbeitsgericht Bochum gab der Klägerin Recht. Die Richter hielten die Kündigung für unwirksam. Die Mitarbeiterin genieße den grundrechtlichen Schutz der Religionsfreiheit gemäß Grundgesetz Artikel 4. Daher stehe die Glaubens- und Bekenntnisfreiheit der Mitarbeiterin über der unternehmerischen Freiheit des Arbeitgebers, hieß es. Die Firma hat Berufung gegen diese Entscheidung eingelegt. Am kommenden Mittwoch, dem 20. April, wird der Fall am Landesarbeitsgericht Hamm neu verhandelt.[…]

Hessen: Klerus fordert strenge Kontrollen zur Feiertagsruhe, fehlt nur noch eine Christen-Stasi, die Unruhe-Verbrecher aufspürt
[…]Die katholische Kirche fordert strengere Kontrollen in Hessen zum Tanzverbot an Karfreitag und den Ostertagen. Die gesetzlichen Regelungen seien in der Vergangenheit zu lax gehandhabt worden, sagte der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen am Samstag im Interview der dapd. Die evangelische Kirche in Hessen und Nassau erklärte, es tue einer Gesellschaft gut, verschiedene Rhythmen innerhalb einer Woche oder des Jahres zu haben. Algermissen beklagte mit Blick auf Forderungen nach einer Lockerung des Hessischen Feiertagsgesetzes, das unter anderem Partys zwischen Gründonnerstag und Karsamstag untersagt: „Das ist ganz schlimm, wenn Selbstverständlichkeiten unter Rechtfertigungsdruck geraten.“ Damit sei ein Kulturgut zur Disposition gestellt. „Die Ruhe am Karfreitag überhaupt rechtfertigen zu müssen, ist für mich eine Zumutung.“ Der Bischof sprach von „Verfallserscheinungen einer Gesellschaft, die gar nicht mehr verzichten kann und keine Ehrfurcht vor dem hat, was anderen wichtig ist“. Er wandte sich gegen Tendenzen, alles nach den Aspekten von Kosten und Nutzen festzulegen und diese zum Maßstab der Entscheidungen zu machen. Dabei gehe es nicht nur um das Tanzverbot an Karfreitag, sondern etwa auch um Ladenöffnungszeiten und Konsumverhalten den Rest des Jahres über. Auch die evangelische Kirche unterstützt den besonderen Schutz des Karfreitags. „Es gibt so viele Tage, an denen man feiern kann, da sollte ein Tag doch zu verkraften sein“, sagte der Sprecher der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Stephan Krebs. Karfreitag sei der stillste und traurigste aller Feiertage. Er erinnere nicht nur an das Leiden Christi, sondern an die leidenden Menschen der Gegenwart. Es sei gut, sich dessen in Ruhe zu besinnen. Krebs mahnte zudem, die Debatte nicht kurzsichtig zu führen. Die Alternative zum „stillen Karfreitag“ müsse ja nicht der Disko-Freitag werden. „Es kann dann auch ein normaler Arbeitstag werden.“ Wenn man die Feiertage von ihrem Sinn entkerne, dann könne es passieren, dass sie ganz verloren gingen. Es handele sich um eine wichtige und grundlegende gesellschaftliche Frage, „wie wir mit unserer gemeinsamen Zeit umgehen wollen“. Das zuletzt 2010 aktualisierte Hessische Feiertagsgesetz aus dem Jahr 1952 enthält unter anderem Schutzbestimmungen für die Kar- und Ostertage. Demnach sind öffentliche Tanzveranstaltungen von 04.00 Uhr morgens am Gründonnerstag bis einschließlich Samstag um 24.00 Uhr verboten. Ostersonntag und -montag gilt dieses Verbot zwischen 04.00 und 12.00 Uhr[…]

Österreich: Katholische Kirche und das liebe Geld
[…]Die katholische Kirche musste im vergangenen Jahr ausständige Kirchenbeiträge vermehrt gerichtlich einfordern. Wurden 2009 noch 27.244 entsprechende Klagen gezählt, waren es 2010 – dem Jahr des Bekanntwerdens der Missbrauchsfälle – schon 30.691 (plus 12,7 Prozent). Das geht aus der Beantwortung einer von der FPÖ gestellten parlamentarischen Anfrage durch Justizministerin Claudia Bandion-Ortner (V) hervor. Auch der Streitwert stieg an, und zwar von 7,85 auf 8,67 Mio. Euro (plus 10,4 Prozent). Noch stärker nahm die Zahl der Exekutionsanträge zu, allerdings fallen darunter nicht nur Kirchenbeitragsforderungen, sondern etwa auch ausständige Miet- oder Pachtzinsen. Die Zahl der Exekutionsfälle stieg von 9.697 auf 12.130 (plus 25,1 Prozent), die Forderungssumme von 2,64 auf 3,45 Mio. Euro (plus 30,7 Prozent)[…]

Hardliner Bischof Overbeck, Radikalisierung, was denn sonst?
[…]Seit mehr als einem Jahr ist Franz-Josef Overbeck Bischof des Ruhrbistums, in dieser Woche war der 46-Jährige zum Antrittsbesuch im Oberhausener Rathaus. Und auch hier blieb der jüngste deutsche Bischof, der einst vom heutigen Papst in Rom zum Priester geweiht wurde, seiner bekannten erzkonservativen Linie treu. Frauen dürfen auch in Zukunft niemals Priester werden, am Zölibat für Priester wird niemals gerüttelt, homosexuelle Handlungen stuft Overbeck nicht nur als sündhaft, sondern sogar als widernatürlich ein, und der Krieg ist als Mittel erlaubt, wenn er am Ende dem Frieden dient. Doch viele Christen haben geglaubt, angesichts der nun schon lang anhaltenden Krise der katholischen Kirche mit schwindender Mitgliederzahl und chronischer Finanzschwäche gäbe es genügend Gründe für die Kirchenoberen, Reformen anzustrengen. Overbeck zieht jedoch genau gegenteilige Lehren daraus: Er ist ein überzeugter Vertreter der Gruppe in Rom, die das Heil der Kirche gerade darin sieht, sich selbst treu zu bleiben, sich dem modernen Wandel zu widersetzen. Lieber mit echt überzeugten Anhängern kleiner werden, als durch Lockerung von Jahrhunderte alten Glaubenseinstellungen attraktiver und größer zu werden[…]

Bischof Vangheluwes TV-Missbrauchsbeichte löst einen Sturm der Entrüstung aus
[…]Belgiens Politiker reagierten entsetzt. Justizminister Stefaan de Clerck nannte Vangheluwes Verhalten eine Schande und eine Verspottung der Opfer und der eigenen Familie. Die flämischen Sozialisten verlangten, Vangheluwe seine Pension in Höhe von monatlich 2 800 Euro zu sperren. Die belgischen Bischöfe distanzierten sich ausdrücklich von den Äußerungen Vangheluwes. Sie seien schockiert von der Art und Weise, wie er seine Taten herunterspiele und entschuldige, hieß es in einer Erklärung. Vangheluwes Vorgehen widerspreche dem von Rom auferlegten Reflexionsgebot. Der Ton des Interviews laufe allen Anstrengungen zuwider, die in den vergangenen Monaten unternommen worden seien, um die Missbrauchsproblematik ernsthaft zu behandeln. Der in der Bischofskonferenz für Missbrauchsfälle zuständige Bischof Guy Harpigny sagte, Vangheluwe sei womöglich krank. Vangheluwes Nachfolger als Bischof von Brügge, Josef De Kezel, äußerte die Erwartung, dass das Interview bei der abschließenden Entscheidung Roms über seinen Fall eine Rolle spielen werde. Am vergangenen Wochenende hatte der Vatikan bekannt gegeben, dass Vangheluwe Belgien verlassen und sich einer psychologischen Betreuung unterziehen müsse. Vatikansprecher Federico Lombardi präzisierte später, weitere Kirchenstrafen gegen ihn seien möglich. Mit seinem Missbrauchs-Geständnis und seinem Rücktritt hatte der Bischof die katholische Kirche in Belgien Ende April 2010 in eine tiefe Krise gestürzt. In der Folge wurden Hunderte Missbrauchsfälle gemeldet.[…]

Jesus-Channel-Medium Tante exkommuniziert
[…]Rom (kath.net/as) Das Ökumenische Patriarchat von Konstantinopel hat die selbsternannte, 1942 in Ägypten geborene Seherin Vassula Rydén mit einer am 16. März veröffentlichten Entscheidung exkommuniziert. Vassula Rydén war jahrelang eine international anerkannte Malerin, Tennis-Champion und auch als Mannequin für exklusive Kleidung. Sie gehört der griechisch-orthodoxen Kirche an. Seit 1985 hat sie laut eigenen Angaben, die Gabe, Jesus Christus innerlich zu hören und zu sehen. Vassula erhält laut ihren Angaben seit dieser Zeit „Botschaften Gottes an die Menschheit“. Diese wurde in den Büchern mit dem Titel „Das Wahre Leben in Gott“ (WLIG, englisch: TLIG) und „Mein Engel Daniel“ veröffentlicht. Vassula sah seit dieser Zeit immer wieder auch laut ihren Angaben ihren Schutzengel. Sie lädt die Menschen ein, im Gebet eine ganz innige Beziehung der Liebe zu Gott, besonders zu Jesus, zu suchen und aus dieser heraus dann auch zu leben (ehrliche Umkehr). Ihr zweites Hauptanliegen ist die Einheit der orthodoxen und der katholischen Kirche[…]

RatzeBene an die neue Botschafterin Spaniens beim Heiligen Stuhl
[…]Der Papst erinnerte an seine Botschaft zum Weltfriedenstag 2011 und wiederholte, dass es heute oft raffinierte Formen der Feindseligkeit gegenüber der Religion gebe, „die in den westlichen Ländern mitunter in der Verleugnung der Geschichte und der religiösen Symbole, die die Identität und die Kultur der Mehrheit der Bürger widerspiegeln, zum Ausdruck gebracht werden“. Dass in gewissen Bereichen die Tendenz bestehe, die Religion als einen gesellschaftlich irrelevanten und sogar lästigen Faktor zu betrachten, rechtfertige nicht die Tatsache, sie an den Rand drängen zu wollen, dies bisweilen durch die Herabwürdigung, das Lächerliche, die Diskriminierung sowie durch die Gleichgültigkeit angesichts deutlicher Episoden von Schändung, durch die das Grundrecht auf Religionsfreiheit verletzt werde. Diese gehöre zur Würde der Person und sei „eine echte Waffe des Friedens mit einer geschichtlichen und prophetischen Mission. Sie bringt in der Tat die tiefsten Eigenschaften und Möglichkeiten des Menschen, die die Welt verändern und verbessern können, zur Geltung und macht sie fruchtbar“.[…]