Robert Zollitsch: Pränatale Gynäkologen-Genetiker Hebamme


Robert Zollitsch berichtete von regelmäßigen Gesprächen der Deutschen Bischofskonferenz mit der Bundesärztekammer. Im Mai ist ein weiteres Gespräch geplant. Fotos: Ropi

Interview Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz „Mit Präimplantationsdiagnostik würde eine Grenze überschritten“

Von Gisela Klinkhammer und Norbert Jachertz Deutsches Ärzteblatt

Herr Erzbischof, die katholische Kirche und auch Sie selbst wenden sich strikt gegen die Einführung der Präimplantationsdiagnostik. Warum?

Zollitsch: Für die katholische Kirche ist es klar, dass das menschliche Leben mit der Vereinigung von Ei- und Samenzelle beginnt. Wenn ich jetzt anfange, selbst zu entscheiden, welche Embryonen eingepflanzt werden und weiterleben dürfen und welche nicht, mache ich mich zum Herrn über Leben und Tod, denn ich entscheide, wer leben und wer nicht leben darf. Jedes menschliche Leben ist von Gott geschaffen und schützenswert. Auch behinderte Menschen haben ein uneingeschränktes Recht auf Leben. PID wäre ein Dammbruch, weil die Menschen selbst bestimmen würden, was lebenswert und was nicht lebenswert ist. Damit dürfen wir gar nicht erst anfangen. Jedem Menschen ist von Beginn seines Lebens an von Gott dieselbe Würde geschenkt. Diese dürfen wir als Menschen nicht übertreten.

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