EKD kritisiert Humanistische Union: Zahlungsstopp


Wieder einmal in der Kritik: die Kirchenfinanzen. Foto: iStockphoto

Die Humanistische Union hat errechnet, dass die beiden großen Kirchen in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg Staatsleistungen in Milliardenhöhe erhielt und fordert einen Zahlungsstopp – sehr zum Ärger unter anderem von Thomas Begrich, Finanzchef der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

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Die beiden großen Kirchen in Deutschland haben nach Berechnungen der Humanistischen Union seit 1949 Staatsleistungen in Höhe von knapp 14 Milliarden Euro bekommen. Pro Jahr erhielten die evangelische und katholische Kirche von den Bundesländern derzeit rund 460 Millionen Euro, teilte die Humanistische Union am Montag in Berlin mit. Sie legte zugleich einen Gesetzentwurf vor, in dem alle Ansprüche auf Staatsleistungen für abgelöst erklärt werden sollen.

Die Forderung nach einem „Zahlungsstopp“ klinge „wie ein Aufruf zum Rechtsbruch“, sagte der Finanzchef der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Thomas Begrich, in einer ersten Reaktion. „Die Staatsleistungen sind verfassungskonform und in allen Bundesländern gesetzlich geregelt.“ Die katholische Deutsche Bischofskonferenz wollte sich erst nach Prüfung der von der Humanistischen Union vorgelegten Zahlen äußern.

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Alle Grafiken/Tabellen aus Zahlen und Fakten zum kirchlichen Leben, Herausgeber: Kirchenamt der EKD, 30402 Hannover.(2010) http://www.ekd.de/statistik

1 Comment

  1. Man muss sich angesichts solcher Fakten wieder und wieder an den Kopf fassen ! Ist denn die Lobby der Religioten tatsächlich so übermächtig, dass es nicht gelingt, den Subventionsstrom an die Kirchen zu stoppen ?

    Die Antwort auf diese Frage kann ich mir allerdings selbst geben: Ja, die Religioten-Lobby hat unseren Staat nach wie vor voll im Griff ! Stellt sich nur die Frage: Wollen wir das wirklich noch länger hinnehmen ?

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