Indoktrination: Kinder in der Kirche


Haben Kinder Platz in unseren Sonntagsgottesdiensten? Foto: epd-bild / Rainer Oettel

Das Frühjahr ist die Zeit der vielen Gottesdienste: Karfreitag, Ostern, Taufe und Konfirmation. Zum Teil sind es besonders festliche Gottesdienste, zu denen – anders als sonst – ganze Familien in die Kirche gehen. Also auch Kinder. Manche sitzen still in der Kirchenbank, andere spielen laut, reden dazwischen, laufen umher. Bei Kinderlärm im Gottesdienst haben Kirchgänger unterschiedliche Toleranzschwellen: Manchen macht es Spaß, dass der Gottesdienst durch die Kinder so lebhaft wird, andere fühlen sich gestört, würden sich gern sammeln und konzentrieren. Zwei Plädoyers von evangelisch.de für oder gegen Kinderlärm im Gottesdienst.

Von Hanno Terbuyken und Anne Kampfevangelisch.de

Pro: Kinder einbeziehen statt abkapseln

Es gibt kaum ein erbauenderes Geräusch als das Lachen eines Kindes. Warum sollten wir dieses Gottesgeschenk aus dem Gottesdienst verbannen? Der Gottesdienst ist schließlich teils Ritual, teils Feier – und da sollen Kinder doch auch mitfeiern dürfen. Klar, vor der dröhnenden Orgel haben Kinder manchmal Angst und bei der drögen Predigt schlafen sie ein. Aber an die Orgel müssen sich auch manche Erwachsene erst gewöhnen (und sie ist ein schönes Instrument) und eine dröge Predigt ist nicht nur für Kinder einschläfernd.

Natürlich ist es sinnvoll, Kinder in spezielle Kindergottesdienste zu schicken, wenn man sie gezielt mit Inhalten ansprechen will. Sicherlich passt nicht jede Form des Gottesdienstes auch auf jedes Kind. Aber es ist gleichzeitig sinnvoll, den Nachwuchs von Beginn an daran zu gewöhnen, dass der Gottesdienst etwas ganz normales sein kann und manchmal auch ganz schön.

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3 Comments

  1. Schon unsere Altvorderen waren intelligent genug durch die Säkularisation den ersten Keil ins Herz des Bösen zu treiben.

    So hat auch schon Arthur Schopenhauer, Philosoph (1788-1860) gesagt: „Wenn die Welt erst ehrlich genug sein wird, um Kindern vor dem 15. Jahre keinen Religionsunterricht zu erteilen, dann wird etwas von ihr zu hoffen sein. “

    Leider gilt aber auch ein afghanisches Sprichwort nach wie vor:
    „Die Mutter der Dummen ist immer schwanger“.
    Und diese Kinder werden groß und werden Politiker, Geistliche, etc. Diese Gottespest kann aber nur durch immerwährende Aufklärung gebremst werden.

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  2. Für meine Kinder stellte sich ein solches Problem zum Glück nie. Ich habe sie nämlich nie der Tortur eines Gottesdienstes ausgesetzt. Am Sonntagmorgen sind wir meistens mit den Kindern in der freien Natur spazieren gegangen. Da konnten sie ungehemmt lärmen, spielen und toben. Und auf diese Weise wuchsen sie nicht zu seelisch und geistig vergewaltigten Religioten heran.

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