Sterben: Esoterische Konkurrenz


"Rahels Tod" von Giambettino Cignaroli, entstanden 1769/70. Foto: akg-images/Cameraphoto

Kreuz, Auferstehung und ewiges Leben? Zentrale Begriffe des Christentums sind offenbar vor allem bei den Themen Tod und Sterben ins Wanken geraten – nicht nur an Karfreitag. Von manchem Pfarrer ist zu hören, dass angesichts der Ungewissheiten am Ende des Lebens viele Trauernde Antworten bei nichtchristlichen Religionen suchen.

Von Stephan Cezanneevangelisch.de

Im Sortiment fast jeder Buchhandlung findet sich neben der Bibel inzwischen auch das buddhistische Tibetische Totenbuch oder entsprechende Literatur zum Thema. Dieser religiöse Pluralismus führe zu unterschiedlichen Jenseitshoffnungen, diagnostiziert der Leiter der Evangelischen Zentrale für Weltanschauungsfragen, Reinhard Hempelmann. Niemand hätte vor 50 Jahren daran gedacht, wie stark die esoterische Spiritualität werden würde, heißt es in einem Beitrag des Theologen im evangelischen Magazin „zeitzeichen“ (Aprilausgabe).

Dem Religionsexperten Hempelmann zufolge stehen eine fortschreitende Säkularisierung, also Verweltlichung, und ein neues Interesse an Spiritualität heute nebeneinander. Und die Jenseitsvergessenheit sei begleitet von einem „neuen Interesse an unsichtbaren Welten“. So sei davon auszugehen, „dass rund ein Fünftel der Europäer mit der Vorstellung einer Wiedergeburt im Sinn einer Reinkarnation sympathisieren und ihr zustimmen“. Das treffe auf Christen, Konfessionslose und Angehörige anderer Religionen zu.

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1 Comment

  1. Dummheit reproduziert sich nun mal von selbst ! Kein Wunder, dass aus religiöser Verblendung und Verblödung, esoterischer Schwachsinn entstehen konnte. Mich jedenfalls verwundert das überhaupt nicht !

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