Teufel befiehl, wir folgen dir


Teufelszeichen – gehalten von Francesco Bamonte, Professor an der päpstlichen Uni Regina Apolostolorum, die seit einigen Jahren wieder Exorzismuskurse anbietet. Foto: reuters

In den 60ern hatte sich die katholische Kirche von Teufelsglauben verabschiedet. Doch unter Benedikt XVI. erlebt der Exorzismus eine Renaissance

Von Max Büchtaz

Wie in einem schlechten Film kommt man sich vor, hört man die Tonbandaufnahmen des Klingenberger Exorzismus von 1976 zum ersten Mal. Eine tiefe krächzende Stimme kommentiert gehässig die Gebete der Priester, windet sich, flucht. So in etwa würde man sich eben die Stimme des Leibhaftigen auch vorstellen. Dass das unschuldig wirkende, hübsche Mädchen auf dem Foto neben dem Tonbandgerät gerade zu hören ist, macht die Sache allerdings ein bisschen gruselig.

Was als Filmvorlage zu Titeln wie „Der Exorzismus von Emily Rose“ geführt hat, hat bei Anneliese Michel zum Tod geführt. „Es ist vollbracht“, steht auf ihrem Grabstein, zu dem alljährlich Gläubige pilgern. Es sei ein gottgewolltes Opfer gewesen, meinten die Eltern. 58 Jahre wäre sie heute alt.

weiterlesen

2 Comments

  1. Wer seinerzeit – so wie ich – die Geschichte um Anneliese Michel miterlebt hat, den packt auch heute noch die blanke Wut bei der Erinnerung an das damalige Geschehen. Dass der Ratzinger Sepp den Exorzismus wieder belebt hat, ist ein Skandel sondergleichen. Man darf leider nicht offen sagen, was man diesem verstockten Religioten zu gerne persönlich von Angesicht zu Angesicht ins Gesicht sagen möchte. Für mich ein Trost, dass die Geschichte dereinst ihr Urteil über diesen unseligen Pfaffen sprechen wird. Ein Urteil das unter Garantie vernichtend ausfallen wird !

    http://www.kirchenopfer.de/…/skandalinwuerzburg.html

    Liken

Kommentare sind geschlossen.