Erzbischof Schick: „Kruzifix bedeutet Protest gegen Rassenwahn und nationalistischen Hochmut“


Quelle: nadb.katholisch.de

Das Kreuz muss bleiben
Erzbischof Schick: Kreuz – „Baum des Lebens“, Symbol für eine menschenfreundliche Kultur, Warnschild gegen menschenverachtende, totalitäre Ideologien

Kath.net

Bamberg (kath.net/bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat das Kreuz als wichtiges Zeichen unserer Gesellschaft verteidigt. Er wies in seiner Predigt am Karfreitag im Bamberger Dom die Initiativen von Privatpersonen, Gruppen und Parteien zurück, die verlangen, Kreuze aus Schulen, Gerichtssälen oder anderen öffentlichen Gebäuden zu verbannen. „Das Kreuz darf nicht aus dem öffentlichen Raum verschwinden, weil sich das negativ für unsere Gesellschaft und die Zukunft auswirkt“, so der Erzbischof.

Schick nahm damit unter anderem Bezug auf eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte. Dieser hatte am 18. März 2011 die Beschwerde einer italienischen Mutter zurückgewiesen, die die Kreuze als Verstoß gegen das Recht auf Erziehung und auf Religionsfreiheit betrachtet hatte.

„Das Kreuz – richtig verstanden – muss sogar stören“, sagte der Bamberger Oberhirte. Es nütze nichts, wenn es nur als „Dekor oder als Kulturdenkmal verstanden wird. Das Kreuz ist der Baum des Lebens. Es ist Baum, an dem eine menschenfreundliche und lebensdienliche Kultur wächst. Es ist zugleich Warnschild gegen jede menschenverachtende, totalitäre Ideologie“, sagte Schick in seiner Karfreitags-Predigt.

Er wies darauf hin, dass das Kreuz Zeichen für die Herrschaft Gottes in der Welt sei. Schon immer habe das Kreuz in der Geschichte die absolutistischen Potentaten gestört. Wer keinen Allmächtigen über sich haben will und „keine Götter neben sich“ erträgt, lehnt das Kreuz ab. „Das Kreuz zeigt allen Mächtigen, dass es den Allmächtigen gibt, der ihre Macht und Befugnisse eingrenzt.“ Der Bamberger Erzbischof erinnerte in diesem Zusammenhang an die Nationalsozialisten und Kommunisten im vergangenen Jahrhundert, die die Kreuze abgehängt hätten.

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1 Comment

  1. Offensichtlich wurde bereits vergessen, wie die Nazis mit diesem Kreuz Rassendiskriminierung und Mord in höchster Formvollendung in die Tat umsetzten. Es waren die Kollegen des Herrn Schick, die speichelleckend dem Regime des Dritten Reiches das sog. „Kreuz des Lebens“ zum „Kreuz des Todes“ machten.

    Die Wahrheit wird im letzten Absatz schändlichst korrumpiert.

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