Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Philipp Mißfelder MdB in voller Vorfreude auf RatzeBene
[…]Glücklich zeigt sich Mißfelder auch über den Besuch von Papst Benedikt in Deutschland. „Ich freue mich auf den Besuch des Heiligen Vaters in Deutschland. Das wird gerade in der jungen Generation ähnliche Begeisterung auslösen wie der Weltjugendtag 2005. Wir Christen in Deutschland – das gilt auch für politisch Verantwortliche – müssen offen zeigen, dass unser Glaube Richtschnur unseres Denkens und Handelns ist. Unser Land ist vom Christentum geprägt, an der Sichtbarkeit des Glaubens müssen wir täglich arbeiten.“, so der Bundesvorsitzende der Jungen Union[…]

Justiz stopp Terry Jones
[…]US-Pastor Terry Jones, der mit einer Verbrennung des Korans im März Proteste in Afghanistan mit mehr als einem Dutzend Toten ausgelöst hatte, ist am Freitag im Staat Michigan kurzzeitig inhaftiert worden. Jones hatte für den selben Tag eine Protestkundgebung vor dem Islam-Zentrum von Amerika in Dearborn geplant, einem Vorort von Detroit mit einer der grössten muslimischen Gemeinden der USA.
Ein Gericht urteilte, dass die geplante Aktion eine Störung des öffentlichen Friedens darstelle, und erlegte dem Pastor und einem Assistenten eine sogenannte Friedenskaution auf, eine weitgehend symbolische Strafe von einem Dollar, die aber auch mit dem Verbot einherging, sich in den nächsten drei Jahren dem Zentrum zu nähern.
Nachdem der Pastor sich weigerte, die Kaution zu entrichten, wurde er vorübergehend festgesetzt. Jones argumentierte, ihm werde das Recht auf Meinungsfreiheit verwehrt[…]

Kardinal Meisner: Christen müssen immer mehr Nicht-Christen vertreten (???)
Kardinal von Köln: „Je weniger Christen es gibt, desto wichtiger wird ihr Stellenwert für die anderen, desto mehr Menschen haben sie vor Gottes Angesicht zu vertreten.“ … Pilatus wäscht sich vornehm distanziert in Unschuld die Hände. Er will mit diesem Gerechten nichts zu tun haben. Wie im Paradies: Adam schiebt die Schuld auf Eva, Eva auf die Schlange. Keiner will es gewesen sein, heute wie damals. Es kommen kaum noch Leute zum Beichten. Jeder schiebt die Schuld auf den anderen: wie bei Adam, so bei Pilatus, so bei mir! Karfreitag ist nicht Vergangenheit, sondern Gegenwart, das Damals wird zum Heute, die damals Mitwirkenden werfen ihre Schatten auf mich. Wer bin ich? – Am liebsten wäre ich einer außerhalb der Drei, nämlich der gute Schächer am Kreuz, dem im Dunkel des Karfreitags aus dem Munde Jesu das hellste, ja das österlichste Wort gesagt wird: „Heute noch wirst du mit mir im Paradies sein“ (Lk 23,43). Amen.[…]

RatzeBene antwortet auf Fragen im TV
[…]Zum ersten Mal in der Geschichte hat ein Papst an einer Fernsehsendung teilgenommen. Im religiösen Programm des ersten Kanals des italienischen Staatsfernsehens „A sua immagine“ („Nach seinem Ebenbild“) antwortete Benedikt auf sieben Fragen von Menschen aus Japan, dem Irak, der Elfenbeinküste und Italien … Die sechste Frage stellte ein italienischer Arzt. Sie betraf das Sein des verherrlichten Auferstehungsleibes Christi und aller Menschen. Es sei nicht möglich, den verherrlichten Leib zu definieren, da dieser jenseits unserer Erfahrungen stehe, so der Papst. Doch Jesus habe dem Menschen Zeichen gegeben, in welcher Richtung diese Wirklichkeit zu suchen sei. Bene: „Jesus hat seinen Leib nicht der Verwesung preisgegeben, er hat uns gezeigt, dass auch die Materie für die Ewigkeit bestimmt ist, dass er wirklich auferstanden ist.“ Daher gebe es ein neues, anderes Sein, „das wir nicht kennen, das sich uns jedoch in Jesus zeigt“. Dies sei die große Verheißung für alle Menschen: „dass es eine neue Welt gibt, ein neues Leben, zu dem wir unterwegs sind“. Jesus ist „ein wirklicher Mensch, kein Gespenst, ein Mensch, der ein wahres, doch neues Leben lebt, das nicht dem Tode unterworfen und unsere große Verheißung ist“[…]

Evangelikales Missionsprojekt per Großplakate und Werbung in Bussen und an Bushaltestellen
[…]Wetzlar (idea) – Ein evangelistisches Pilotprojekt startet das Missionswerk Campus für Christus (Gießen) in Wetzlar (Mittelhessen). Vom 9. bis 23. Mai will die Organisation mit 13 Großflächenplakaten sowie Werbung in Bussen und an Bushaltestellen für seine Internetseite Gottkennen.de werben. Insgesamt 80 Plakate werden aufgehängt. Man wolle so Erkenntnisse darüber erhalten, wie konventionelle Werbung das Verhalten von Internetnutzern beeinflusst erläuterte Pressesprecher Hauke Burgarth gegenüber idea. Werbefachleute hätten die 50.000 Einwohner zählende Industriestadt für den Test empfohlen, weil sie überdurchschnittlich starke Berufspendlerströme verzeichne. Ferner liege sie nahe genug bei Gießen, damit Mitarbeiter des Missionswerks vor Ort begleitende Interviews führen können. Auf der Internetseite erfahren Interessierte in sechs Schritten, wie sie Christen werden und eine Beziehung zu Gott eingehen können. Burgarth hofft, dass die Besucherzahl der Internetseite während der Werbephase deutlich steigt. In jedem Fall werde eine Auswertung der Ergebnisse in künftige Stadtaktionen mit einfließen, die dann gemeinsam mit möglichst vielen Kirchengemeinden stattfinden sollen.[…]

Die Leidensbotschaften der Evangelen
[…]Der bayerische Landesbischof Johannes Friedrich (München) warnte in Ansbach (Mittelfranken) davor, sich an der Wirklichkeit von Leiden „vorbeizumogeln“. Er bezeichnete Sterbehilfe und Präimplantationsdiagnostik (PID) als Verlockung der Wissenschaft zur Leidensvermeidung … Präses Schneider: „Jesu Leiden und Sterben am Kreuz gehört zu Gottes machtvollem Eingreifen in die Menschheitsgeschichte.“ Das Kreuz bedeute freien Zugang der Menschen zu Gott. Gott selbst habe diesen Weg eröffnet, denn er sei Mensch geworden und habe die Begrenztheit menschlicher Existenz bis hin zu seiner Sterblichkeit angenommen. Schneider: „Sterben und Tod, selbst der Tod am Kreuz sind nicht Ausdruck von Gottesferne. Vielmehr gilt: Gerade dort ist Gott ganz nahe.“… (und andere)[…]

Österreich: Kardinal Schönborn will, dass das Pensionsalter hochgesetzt wird, wobei er wohl kaum beurteilen kann was richtige Arbeit ist
[…]Schönborn verlangt von der Bundesregierung Maßnahmen, denn gerade eine Große Koalition wäre in der Lage, notwendige Reformen anzugehen: „Ich sage jetzt sicher etwas, was unpopulär ist: Es geht einfach bei unserer Alterspyramide nicht, dass man im Durchschnitt mit 58 Jahren in Pension geht.“ Der Wiener Erzbischof verweist auf Dänemark, wo Männer und Frauen in Zukunft mit 67 Jahren in Pension gehen würden: „Es wird einfach nicht anders gehen, dass wir alle länger arbeiten – soweit es irgendwie möglich ist.“[…]

Oh Mann, Schneider hat keine Ahnung was „Ökostrom“ bedeutet
[…]Nikolaus Schneider, hat der Bundesregierung geraten, dem Atomausstiegsbeschluss der rot-grünen Regierung zu folgen. Dem „Hamburger Abendblatt“ (Osterausgabe) sagte Schneider, der Atomausstieg solle „so schnell wie möglich“ vollzogen werden … Der Präses der rheinischen Kirche forderte die Bürger auf, Ökostrom zu beziehen und Strom zu sparen, um damit die Energiewende zu beschleunigen. Jeder Einzelne habe die Möglichkeit, bei seinem Energieversorger Strom zu bestellen, der nicht aus Atomkraft hergestellt werde, sagte Schneider. „Je mehr Menschen diese Möglichkeit nutzen, desto stärker müssen sich die Energiekonzerne bemühen, Ökostrom zu erzeugen und anzubieten.“[…]

Göring-Eckardt: Wo kein Gottesglaube, da sind die Götter der Trivialisierung
[…]Hannover (dts) – Die Vorsitzende der Synode der Evangelischen Kirche Deutschland, die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt, hat die Kirchen gemahnt, sich auf ihr “Kerngeschäft” zu konzentrieren. “Wir in den Kirchen haben in den vergangenen Jahren oftmals zu wenig Aufmerksamkeit darauf verwendet, was unser Kerngeschäft ist und was nur wir als Kirche können”, sagte Göring-Eckardt der “Rheinischen Post” (Samstagausgabe). Sie betonte: “Das Geistliche und das Gütige sind unsere Aufgaben, und ich glaube schon: Gott will uns gegenwärtig daran erinnern, dass wir das zu tun haben.” Göring-Eckardt sagte auch: “Dort, wo der Glaube an Gott nicht gelebt wird, tragen die kleinen Götter der Trivialisierung den Sieg davon.”[…]

Österreich: Bischof für Einführung muslimischen Feiertags
[…]Wien, 23.04.2011 (KAP) Der evangelisch-lutherische Bischof Michael Bünker kann sich einen gesetzlichen Feiertag für Muslime vorstellen. Auch müsse es selbstverständlich sein, dass Moscheen mit Minaretten gebaut werden, bekräftigte er am Karfreitag – einem gesetzlichen Feiertag u.a. für evangelische Christen – im Ö1-„Mittagsjournal“. Das neue Integrationsstaatssekretariat begrüßte der Bischof grundsätzlich, wobei es aber im Innenministerium falsch angesiedelt sei. In Bezug auf einen muslimischen Feiertag in Österreich verwies Bünker auf die Geschichte seiner Religionsgemeinschaft. Erst 1961 habe man volle Gleichberechtigung bekommen, man müsse in Österreich offensichtlich Geduld haben für volle Freiheitsrechte. Aus der Erfahrung mit dem Kirchturmverbot im 19. Jahrhundert verstehe die evangelische Kirche, dass es selbstverständlich sein müsse, wenn die Islamische Glaubensgemeinschaft Moscheen mit Minaretten baut, das sei ein Ausdruck der Religionsfreiheit. Auch einmal ein gesetzlicher Feiertag? „Natürlich“, meinte der Bischof[…]