Osterbotschaft II: Die Radikalisierung der katholischen Kirche

Quelle: frechermario.org

Armin Schwibach ist Philosoph und Dozent für Erkenntnistheorie und Transzendentalphilosophie an verschiedenen römischen Universitäten und schreibt als freier Publizist und als Vatikanist für die Die Tagespost, Komma, Inside the Vatican und Kath.net.

Aus seiner Feder stammt ein Meisterwerk zur Verteidigung RatzeBenes absolutistischer Diktatur:

(Alle Text-Auszüge sind „Highlights“, deswegen sind Hervorhebungen nicht möglich)

… „Du bist“ sagt Jesus dem Fischer Simon. Aber das Zitat aus dem Evangelium geht weiter: „et portae inferi non praevalebunt adversum eam. Tibi dabo claves regni caelorum“ – „Und die Mächte der Unterwelt werden sie nicht überwältigen. Ich werde dir die Schlüssel des Himmelreichs geben“. Simon wird von Christus zu Petrus gemacht, zum ersten der Apostel, ihm gibt er die oberste Gewalt über die Kirche, eine Kirche, die die Mächte der Hölle nie überwältigen werden, sollten sie sich auch noch so sehr anstrengen. Petrus ist der erste, der die Verheißung Christi für seine Kirche hört. Er ist dazu berufen, als „Diener der Diener Gottes“, wie dies der heilige Papst Gregor der Große so ergreifend ausdrückte, für die Einheit der Kirche und die Wahrung und Weitergabe des rechten Glauben zu sorgen.

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Physiker Heinz Oberhummer: “ Als Humanist bin ich für Menschendienst, nicht für Gottesdienst“

Quelle: myspacecdn.com

„Rational betrachtet gilt: Jeder Mensch ist eine Null“
Für Physiker Heinz Oberhummer ist das Gehirn eines der faszinierendsten Dinge der Evolution und die Liebe das Tollste am Menschen. Gott und Religion braucht er nicht, Gipfelkreuze stellt er dennoch auf. Warum wir alle Sterne sind, erfragte Renate Graber.

Von Renate Graber  – Der Standard

STANDARD: Haben Sie Ihre Alpaka-Bemmerl mit? Sie tragen ja immer ein Glas mit Kot von den Alpakas bei sich, die Sie züchten.

Oberhummer (sucht in seinen Taschen): Nein, heute nicht. Aber sonst immer, weil sie meine Glücksbringer sind.

STANDARD: Am Alpaka-Kot fasziniert Sie das darin lebende Deinococcus radiodurans, ein Bakterium, das sogar intensive Gammastrahlung überlebt. Sie sind Atomphysiker und Atheist – und abergläubisch?

Oberhummer: Daran sieht man nur, dass auch rational orientierte Menschen wie Physiker ihre Spleens haben. Ich glaube ja nicht wirklich, dass mir die Bemmerl Glück bringen, aber es gibt mir ein besseres Gefühl. Auch Wissenschafter dürfen Gefühle, Emotionen und Phantasien haben – aber man darf sie nicht nach außen projizieren. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es in der Welt mit rechten Dingen zugeht.

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Das Postskriptum des Abendlandes?

Der Albtraum der rationalistischen Aufklärung ist Charlie Chapli in "Modern Times" (1936), aufgemalt auf eie Schweizer Hausfassade

Überall bröckelt das Bewusstsein der Aufklärung, die eine moderne Gesellschaft erst möglich gemacht hat

Von Philipp BlomderStandard.at

Kants Hausschuhe stehen in Peking, und niemand geht hin. Während die chinesische Regierung einen ihrer wichtigsten Kritiker mundtot macht und verschwinden lässt, zeigt die deutsche Regierung den wenigen Chinesen, die sich in die Aufklärungs-Ausstellung verirrt haben, Bilder einer preußischen Idylle. Wenn dieses Ereignis irgendjemanden aufklärt, dann wohl die Machthaber in Peking – die wissen jetzt nämlich, dass sie nicht einmal mit symbolischen Konsequenzen zu rechnen haben, wenn sie einen Ai Weiwei festnehmen, vor den Augen der Weltöffentlichkeit und fast zeitgleich mit der Eröffnung der Ausstellung, die eigentlich die Menschenrechte feiern soll.

Die Werte der Aufklärung sind nicht immer vereinbar mit gesunden Handelsbilanzen. Sie sind unkommerziell und unbequem, und sie werden mit erstaunlicher Geschwindigkeit erodiert. In Großbritannien erhalten Universitäten unter der neuen, konservativ-liberalen Regierung keinerlei Finanzierung für geisteswissenschaftliche Fächer mehr, denn, so erklärte mir ein Wirtschaftswissenschafter, der Mitte zwanzig war, sie steigern die Produktivität nicht. Gleichzeitig steigen die Studiengebühren auf mehr als 10.000 Euro pro Jahr. Diese Maßnahmen der Regierung Cameron scheinen der effektivste Weg, das Abendland als gesellschaftliches Projekt fallenzulassen und durch ein endloses Shoppingcenter zu ersetzen, durch die Postdemokratie, die systematische Belustigung gieriger Ameisen.

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Klöckner und Göring-Eckardt im Interview: Die Wichtigkeit des Glaubens in der Politik

Quelle: perlbal.hi-pi.com

Klöckner und Göring-Eckardt im Interview
„Wir sind von Gott getragen“
(RP) Können Politiker etwas vom Osterfest lernen? Ein Doppelinterview mit zwei Frauen, die einerseits in der Politik aktiv sind, andererseits auch kirchliche Funktionen ausüben: Julia Klöckner, CDU-Chefin in Rheinland-Pfalz und Mitglied im Zentralkomitee der Katholiken, im Gespräch mit Katrin Göring-Eckardt (Grüne), Bundestagsvizepräsidentin und Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Michael Bröcker, Rena Lehmann, Eva Quadbeck und Lothar Schröder führten das Gespräch – RP-online

Was bedeutet Ihnen Ostern?

Göring-Eckardt Für mich ist Ostern der höchste christliche Feiertag, mir ist Ostern wichtiger als Weihnachten. Ostern steht für die große Verwunderung, für das ewige Erstaunen: Jesus lebt, und wir sollen auch leben! Denn Gott zeigt in der Auferstehung: Dieser Jesus ist da und bleibt da, wir Menschen können ihn nicht zerstören, nicht verscharren, nicht mundtot machen. Deshalb ist Ostern das höchste Fest.

Was können Politiker vom Osterfest lernen?

Klöckner Das Osterfest zeigt, dass nach jedem Niederschlag ein Neuanfang möglich ist. Dass wir von Gott getragen sind. Das bezeichne ich als Urvertrauen – ein Geschenk, das mich ruhig und gelassen werden lässt.

Göring-Eckardt Ostern ist die Zusage, dass es bei Gott nichts Endgültiges gibt und man darum immer wieder neu anfangen kann, auch wenn man etwas komplett falsch gemacht hat oder zutiefst bereut. Man selbst darf verzweifelt sein. Selbst Jesus war verzweifelt. Aber die Verzweiflung behält nicht das letzte Wort.

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Papstfilm: Freudenfest für Pädophile

Von ots.at

Es ist ein Werbefilm für den Vatikan. Er bedient Klischees, fördert pädophiles Gedankengut und geht auch nicht auf die aktuelle Missbrauchsvorfälle der Kirche ein“, empört sich Sepp Rothwangl von der „Plattform Betroffener Kirchlicher Gewalt“ über den Film „Francesco und der Papst“, der ab 21.April in die Kinos kommt.
Unter der Regie von Ciro Cappellari wird die Geschichte eines elfjährigen Jungens erzählt, dessen Traum in Erfüllung geht: Er darf ein Solo für den Papst singen. Ein Vatikan Mitglied sagt im Trailer: „Wenn ein Musikstück von einem Knaben vorgetragen wird, dringt die Stimme in dich ein. Sie bricht dir das Herz.“
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Deshalb geht Ostern alle an

Die Geschichte von Tod und Auferstehung gehört zum Selbstverständnis des Westens

Von Alan PosenerWELT ONLINE

Es ist die aufregendste Geschichte der Welt. Und die einflussreichste. Selbst Atheisten können sich ihrem Sog nicht entziehen. Die Ostergeschichte, dieses Drama um Verrat, Erniedrigung, Qualen, Tod und Auferstehung, enthält nicht nur die zentrale Botschaft des Christentums. Es schwingt auch mit in anderen, ganz und gar nicht christlichen Vorstellungen – im Sozialismus etwa, mit seiner Vorstellung des Proletariers als Schmerzensmann, der mit seiner Selbstbefreiung die ganze Menschheit befreit. Die besten und die schlimmsten Momente der westlichen Geschichte sind mit dieser Erzählung verbunden: die antiautoritär grundierte Vorstellung, gerade im verachteten Außenseiter könne sich das Heil verbergen, ebenso wie die Verachtung der Juden als „Gottesmörder“. Grund genug, sie sich noch einmal vor Augen zu führen.

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Zollitsch: „Papst-Rede wird Prüfstein für deutsche Politiker“

Quelle: wiwo.de

Die Rede von Papst Benedikt im Bundestag im September wird nach Ansicht des Freiburger Erzbischofs Zollitsch zum Prüfstein für deutsche Politiker. Im FOCUS-Interview äußert er sich auch über die Spannungen zwischen Kanzlerin Merkel und dem Papst.

FOCUS-online

Im FOCUS-Interview sagte Zollitsch: „Die demokratische Grundeinstellung unserer Abgeordneten wird sich an deren Präsenz im Bundestag während der Rede zeigen. Es würde für sich sprechen, wenn jemand aus Protest dieser für unser Land historischen Stunde fern bliebe.“ Für manche Abgeordneten gehöre es offensichtlich zum politischen Alltagsgeschäft, alles zu kritisieren. Er sei dankbar, so Zollitsch, „dass der Ältestenrat des Bundestages mit klarer Mehrheit der Rede zugestimmt hat“.

Trotz der Krise der deutschen katholischen Kirche und der zahlreichen Kirchenaustritte ist der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz vom Erfolg des viertägigen Staatsbesuches des Papstes in Deutschland überzeugt. „Ich bin sehr sicher, dass sich die Menschen, denen der Papst begegnet, freuen und dass sie auch jubeln werden – gerade in Berlin. Und erst recht in Erfurt“, so Zollitsch. Zu jedem bedeutenden Staatsbesuch formierten sich Protestbewegungen. Die wenigen Demonstranten beim Weltjugendtag in Köln 2005 hätten sich „ganz gut in den Medien platziert. Aus wenig wird im Bild und in der Berichterstattung manchmal sehr viel.“

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Kreationistisches Geschwafel

Quelle:brightsblog

Es ist ein alter Traum der Zauberer und Alchimisten, Leben aus der Retorte zu erzeugen. Auch die moderne Wissenschaft muss eines ihrer Ziele darin sehen, künstliches Leben entstehen zu lassen, „Leben aus dem Reagenzglas“, um es mit einem Schlagwort zu sagen.

Von P. Dr. Bernhard Sirchkath.net

Um den Ursprung des Lebens zu erforschen, rekonstruierte im Forschungszentrum der amerikanischen Raumfahrtbehörde NASA ein Forscherteam eine irdische „Ur-Atmosphäre“, also ein Gasgemisch, wie sie vor etwa 3 1/2 Milliarden Jahren die Erde umgab und schickten nun ultraviolettes Licht als Ersatz für die Sonnenstrahlung und beobachteten dann, was geschah. Die Forscher wurden nicht enttäuscht. Das ultraviolette Licht ließ chemische Verbindungen entstehen, die einen Bestandteil der gesuchten Nucleinsäuren bildeten, die in der lebenden Zelle eine Schlüsselposition innehaben.

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