Katholiken wollen Abschaffung des Pflichtzölibats


Quelle: zdf.de

Kirche in der Krise
Die Gläubigen fordern Veränderungen
Umfrage: Mehrheit wünscht Heirat von Priestern

von Jürgen ErbacherZDF.de

Der Missbrauchsskandal hat die katholische Kirche in ihre tiefste Krise gestürzt. In der Folge sind 2010 schätzungsweise 180.000 Gläubige aus der Kirche ausgetreten. 40 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die Verbliebenen fordern Reformen.

Das geht aus einer repräsentativen Politbarometer-Umfrage hervor, die die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der ZDF-Sendung „sonntags“ durchgeführt hat. Demnach wünschen sich 80 Prozent der Katholiken Reformen in der Kirche, wie die Aufhebung des Pflichtzölibats oder das Priestertum für Frauen. Sogar bei den regelmäßigen (fast wöchentlichen) Kirchgängern sind es noch 61 Prozent und nur 28 Prozent sind gegen solche Reformen.

Das Ergebnis widerlegt eine von Gegnern kirchlicher Reformen oft angebrachte These: Die Kirchgänger bezeugten mit ihrer aktiven Teilnahme am Gemeindeleben, dass sie mit dem Status Quo einverstanden seien. Doch die Umfrage zeigt, dass auch unter den treuen Katholiken der Wunsch nach Veränderungen groß ist.

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3 Comments

  1. Die Forderung nach Abschaffung des Zölibats sollten wir eigentlich unterstützen ! Die Begründung: Der Zölibat ist eine der wichtigsten Säulen des Katholizismus. Mit seiner Abschaffung würde das autoritäre, vatikanische Regierungs-und Beherrschungsystem in seinen Grundfesten erschüttert. Man stelle sich vor: Ehefrauen von Kardinälen und deren Kinder würden dann im Vatikan leben !?

    Noch schlimmer: Ein verheirateter Pabst mit Ehefrau und Kindern !? Spielen wir den Gedanken mal weiter: Nonnen und Mönche würden jetzt ebenfalls heiraten und Kinder haben wollen ? Und – dass die Katholen mit Kindern und deren Erziehung vor echte Probleme gestellt würden, ist ja mittlerweile hinreichend bekannt ! Nein, nein, ich glaube nicht, dass der Benedikt am status quo etwas zu ändern gedenkt. Diese Entscheidung wird von seinem Nachfolger gefällt werden müssen. Wie auch immer: die Krise der katholischen Kirche ist langfristig angelegt. Sie wird uns noch lange beschäftigen !

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  2. @emporda: Von deinem Text ist anscheinend einiges verlorengegangen (vermutlich durch Verwendung von größer- und kleiner-Zeichen, die als HTML-Codes interpretiert wurden); so, wie er dasteht, ergibt er nicht viel Sinn. Könntest du den ersten Absatz bitte nochmal schreiben?

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  3. In der BRD reduziert sich die RKK heimlich auf 35% Deutsche konfessionslos, <29% evangelisch, 59 Jahre alt, in 10 Jahre werden es weit 400 Novizen/Jahr stehen nur <100 Bewerber/Jahr gegenüber, von denen 70% ungeeignet sind. Die RKK Klöster und Orden mit 90% debile Alte.

    Das Bistum Speyer löst 124 von 346 Pfarrgemeinden auf, das Bistum Würzburg 455 von 619, das Bistum Magdeburg 44 von 186, das Bistum Erfurt 10 von 16, das Bistum Freiburg 747 von 1075, das Bistum Trier 216 von 389, das Bistum Hildesheim 224 von 348, das Bistum Essen 216 von 259, das Bistum Aachen 379 von 450 usw. Die RKK Bistümer vermeiden Angaben zu den früheren Zahlen ihrer Pfarreien als Eingeständis ihres Versagens, die Gesamtzahl wird auf 28 Mio. ansteigt. Die Neuordnung der RKK mit 12% ihrer Mitglieder, die Taufen nehmen um 30% und die Eheschließungen um 50% ab. Im Bistum Aachen sind >3.000 durch Erbschaften erschwindelte Kirchenimmobilien überflüssig. Es geht nicht mehr um nutzlose Kirchenbauten, der Kirchenbesitz wird zur Abbruchhalde.

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