Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Diesen Kuttenträgern möchte man doch glatt eine wirkliche Diktatur wünschen, die ihre Religionsausübung verbietet
[…]Heiligenkreuz (kath.net) Der Benediktinermönch Gregor Graf Henckel von Donnersmarck befürchtet, dass ganz Europa im Begriff sei, sich abzuschaffen und es in zweihundert Jahren keine Europäer „in unserem Sinne“ mehr geben könne. „Der Europäer, wie wir ihn kennen, hat sich quasi in einen Suizid gestürzt und zwar in Gestalt der Destabilisierung von Ehe und Familie, Verhütung, Tötung ungeborener Menschen und der Gleichberechtigung von nicht auf Fortpflanzung angelegter Lebensgemeinschaften“, sagt er im Interview mit der Wochenzeitung „Junge Freiheit“. „Diskriminierung bedeutet nicht nur, dass man Gleiches ungleich stellt, sondern ebenso dass man Ungleiches gleich stellt“ … Einen Ausweg aus dem säkularisierten, diktatorischen Relativismus, der sich in Europa breitmache und den er als die eigentliche Gefahr unserer Zeit identifiziert, sehe er in naher Zukunft nicht, so Henckel von Donnersmarck. Hoffnung mache aber, dass das Christentum weltweit im Aufschwung begriffen sei[…]

Die Schandtaten des JP2 bleiben nicht unter dem Teppich
[…]Wenige Tage vor der Seligsprechung von Johannes Paul II. haben zahlreiche prominente katholische Theologen und Politiker Vorwürfe gegen den 2005 verstorbenen Papst erhoben. In einem Aufruf, den die «Zeit»-Beilage «Christ und Welt» am Mittwoch veröffentlichte, fordern sie zudem die Heiligsprechung des vor 31 Jahren ermordeten Erzbischofs Óscar Arnulfo Romero aus San Salvador. Johannes Paul II. habe die Armen in Lateinamerika «regelrecht verraten», weil er Romero zu guten Beziehungen zu den Machthabern seines Landes geraten habe, sagte der frühere CDU-Generalsekretär Heiner Geißler als einer der Unterzeichner der Zeitung. Initiatoren des Appells sind die drei Gruppen «Christliche Initiative Romero», «Kirche von unten» und «Wir sind Kirche». Der Aufruf wurde von rund 50 Gruppen in Europa, Nord- und Südamerika sowie etwa 300 Einzelpersonen unterschrieben. Zu den Unterzeichnern zählen rund 50 Theologieprofessoren, darunter der Tübinger Theologe Hans Küng, der Sozialethiker Friedhelm Hengsbach, der Frankfurter Religionssoziologe Friedhelm Mennekes, der Tübinger Ethiker Dietmar Mieth, die in den USA lehrende feministische Theologin Elisabeth Schüssler Fiorenza und der evangelische Theologe Fulbert Steffensky. Der Antikommunismus von Johannes Paul II. habe zwar zum Fall des Ostblocks beigetragen, doch habe er den Papst auch «verblendet» gegenüber dem Machtmissbrauch in El Salvador, sagte Geißler weiter. Auch habe Johannes Paul «dauernd die Falschen zu Heiligen ernannt», etwa den wegen seiner Kontakte zu Militärdiktatoren umstrittenen Opus-Dei-Gründer Josemaría Escrivá. In dem Appell heißt es, durch Romeros Kampf gegen die «blutige Christenverfolgung» in El Salvador seien die herrschende Schicht, aber auch «mächtige Kardinäle der römischen Kurie» seine Gegner geworden. Johannes Paul II., der am 1. Mai seliggesprochen werden soll, habe ihm weder Gehör geschenkt noch ihn unterstützt.[…]

Katholischer TV-Geschichtsklitterungs-Kitsch war ein voller Erfolg
[…]München (kath.net/pm) „Gottes mächtige Dienerin“, der Event-Zweiteiler im Osterprogramm des Ersten, hat ein großes Publikum angesprochen. Den ersten Teil sahen am Karfreitag, 22. April 2011, durchschnittlich 5,02 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 17,1% entspricht. 4,52 Millionen Zuschauer (17,8% MA) schalteten am Karsamstag Das Erste ein, um die bewegende Geschichte einer couragierten deutschen Ordensschwester im Vatikan zu verfolgen[…]

Kardinal Lehmann muss im Amt bleiben
[…]Mainz/Rom (kath.net/red) Der Mainzer Bischof, Kardinal Karl Lehmann, wird auch nach seinem 75.
Geburtstag am 16. Mai im Amt bleiben. Wie der Apostolische Nuntius, Erzbischof Jean-Claude Périsset, in einem Schreiben mitgeteilt hat, hat Papst Benedikt XVI. Lehmanns Rücktrittsangebot abgelehnt. Der Papst habe anlässlich des kirchenrechtlich vorgeschriebenen Angebots zum Amtsverzicht entschieden, „dass er Sie bittet, über Ihren 75. Geburtstag am 16. Mai 2011 hinausgehend, weiterhin im Amt zu verbleiben – donec aliter[…]

Kardinal Koch: Priester ist zur „Gottestherapie“ verpflichtet
[…]In besonderer Form müsse sich der Priester heute auch als „Heiler“ verstehen, der mit den Sakramenten eine wichtige „Seelenarznei“ austeile. In der Mitte der „himmlischen Apotheke“, derer sich der Priester zu bedienen habe, stehe die Eucharistie als „Heilmittel der Unsterblichkeit“, so Kardinal Koch[…]

B16-RatzeBene: „Christ muss Sauerteig sein“ 😀
[…]Der Christ, der die Erfahrung dieses Übergangs der Auferstehung lebe, müsse neuer Sauerteig in der Welt sein und sich vorbehaltlos für die dringendsten und gerechtesten Anliegen verwenden, wie dies das Zeugnis der Heiligen in jedem Zeitalter und an allen Orten zeige.
Der Papst stellte auch in der heutigen Zeit eine große Erwartungshaltung gegenüber den Christen fest: „Wir Christen glauben fest, dass die Auferstehung Jesu den Menschen erneuert hat, ohne ihn aus der Welt zu nehmen, in der er seine Geschichte aufbaut. Daher müssen wir leuchtende Zeugen dieses neuen Lebens sein, das Ostern gebracht hat“. Ostern sei somit ein Geschenk, das immer tiefer im Glauben anzunehmen sei, um in jeder Situation mit der Gnade Christi und entsprechend der Logik Gottes, der Logik der Liebe, wirken zu können. „Das Licht der Auferstehung Christi muss diese unsere Welt durchdringen, es muss als Botschaft der Wahrheit und des Lebens zu allen Menschen durch unser tägliches Zeugnis gelangen“, so Benedikt XVI. abschließend: „Das ist unsere Aufgabe und unsere Sendung: im Herzen des Nächsten die Hoffnung erstehen zu lassen, wo Verzweiflung ist, die Freude, wo Trauer ist, das Leben, wo Tod herrscht[…]

Evangelikalen-Radio bald für jeden
[…]Wetzlar (idea) – Ab 1. August wird es möglich sein, mit einem Digitalempfänger in Teilen Deutschlands ERF-Radio zu hören. Dann startet die Ausstrahlung von Radioprogrammen im Standard DAB+, das über Antenne zu empfangen ist. Zu den Anbietern gehört auch ERF Medien (früher: Evangeliums-Rundfunk). In der ersten Phase werden rund 53 Millionen Bürger die neue Technik nutzen können. Dafür werden 27 Sender vor allem in Ballungsgebieten eingerichtet[…]

Der selige Blutrausch
[…]Bei der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. soll auf dem Petersplatz in Rom eine Ampulle mit seinem Blut den Pilgern zur Verehrung gezeigt werden. Wie der Vatikan am Dienstag mitteilte, wurde die Blutprobe dem Papst kurz vor seinem Tod entnommen. «Die Tatsache, dass das Blut flüssig ist, geht auf eine gerinnungshemmende Substanz zurück, die während der Entnahme in der Ampulle war», heißt es in der Erklärung des Vatikans. Damit will der Heilige Stuhl offenbar der Bildung von Mythen zuvorkommen, die den flüssigen Zustand auf ein Wunder zurückführen könnten. Blutwunder wie etwa das des Schutzpatrons von Neapel, des Heiligen Januarius, gehören zur traditionellen katholischen Volksfrömmigkeit.[…]

Muslimen und Juden kritisieren SPD für Verbleib von Sarrazin scharf
[…]Mazyek, gegenwärtig auch Sprecher des Koordinationsrats der vier großen Dachverbände der Muslime, sagte, für die Muslime in Deutschland sei die Entscheidung kein ermutigendes Signal. Wenn einer – und eine wachsende Schar mit ihm – auf  Teufel komm raus auf Minderheiten draufhaue und sie pauschal als minderwertig und Sündenböcke beschreibe, „dann muss es doch möglich sein zu sagen, dass so was nicht mit den Werten einer demokratischen und weltoffenen Gesellschaft zusammengeht“. Im Sinne „ureigener Werte der Sozialdemokratie“ sei es notwendig, solchen Leuten „die Rote Karte zu zeigen“, forderte Mazyek. Der Generalsekretär des Zentralrats der Juden, Kramer, sagte, aufzugeben, bevor man begonnen habe für eine Sache zu kämpfen, gehöre nicht zur Tradition der Partei. „Es wäre richtig und besser gewesen, für einen Ausschluss Sarrazins zu kämpfen, auch auf das Risiko einer Niederlage hin“, kritisierte Kramer, der SPD-Mitglied ist. Er wolle in der Partei bleiben, allein um sie nicht den Sarrazins und dessen Sympathisanten zu überlassen, betonte er. „Die SPD war historisch auch immer die Partei von Juden in Deutschland und sie sollen auch zukünftig hier eine politische Heimat haben“, so Kramer. Sarrazin habe mit seinen rassistischen Thesen keinen Platz in der SPD. Das gelte es nun durch die politische Auseinandersetzung in der Partei klar zu machen.[…]

Beckstein wird neuer Leiter des Politischen Clubs
[…]Tutzing (dapd-bay). Der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) übernimmt die Leitung des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie Tutzing. Zum 1. Mai tritt er die Nachfolge des ehemaligen Bundesfinanzministers Hans Eichel (SPD) an. Das Amt wird Beckstein drei Jahre lang bekleiden, wie die Akademie am Mittwoch mitteilte. Die Evangelische Akademie Tutzing ist eine Studienstätte der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Der Politische Club besteht seit 1954 und widmet sich politischen Debatten.[…]

Judas-Video zeugt laut Lady Gaga vom Glauben und soll ihn feiern
[…]New York – Die katholische Kirche in den USA läuft Sturm gegen das Video zu Lady GaGas neuer Single „Judas“ Dabei will die Sängerin mit dem Clip eigentlich nur den Glauben feiern – und nicht etwa in den Schmutz ziehen. Sie sagte: „Nun, dieses Video soll verdeutlich, dass Vergebung und Verrat Hand in Hand gehen… Das Video stellt die Bestimmung über alle Dinge und stellt dar, dass die Fehler im Leben nicht Fehler im allgemeinen sind, sondern einfach Teil der allumfassenden Möglichkeiten und der Vorsehung… Es soll den Glauben eher feiern, als ihn anzweifeln.“[…]

Schweden: „Missionarische Kirche des Kopierens“ 😀
[…]Die einen hauen sich wegen ihrer Religion die Köpfen ein, andere feiern sich selbst frenetisch und wieder andere predigen wegen ihres Glaubens Toleranz und Respekt. Eine neue Organisation aus Schweden hat sich einem ganz anderen Ziel verschrieben. Die so genannte „Missionarische Kirche des Kopierens“ will das Filesharing von digitalen Daten als Religion anerkennen lassen. „Wir glauben, dass Kommunikation heilig ist“, heißt es in dem Glaubensbekenntnis der Gruppe. „Sie muss respektiert werden: Wir halten es für eine Sünde, Menschen auszuhorchen oder sie zu überwachen.“ Natürlich sind alle Einschränkungen dieser Freiheit inklusive dem Blockieren der freien Kommunikation durch Kopierschutzverfahren gar nicht gern gesehen[…]

1 Comment

  1. @Donnersmarck

    Es vergeht kaum ein Tag, an dem sich nicht prominente Katholiken und Repräsentanten des Vatikans zu Wort melden mit Anti-Homo-Äußerungen. Es gibt dazu eine regelrechte Besessenheit in der katholischen Kirche, scheint es. Tatsächlich aber ist diese Hetze Teil eines Programmes gegen jene auch von Donnermarck genannte „Diktatur der Relativismus“!
    Man lese sich nur mal die Postings zu dem Artikel auf Kath.net durch – da wird schon wieder von der angeblichen Heilung und der Krankheit der Homosexualität gefaselt.
    Es steckt eine ausgeklügelte Strategie dahinter: da es noch Überlebende des Holocaust gibt, kann der Vatikan nicht erneut Juden als Zielscheibe für seine Hetzereien ausmachen. Schwule werden jetzt – da sie endlich aus dem Zwielicht herauskommen durften, in dem sie sich Jahrhunderte aufhalten mußten; ganz so wie die Juden zu Beginn des 20. Jahrunderts – als Zielscheibe ausgeguckt. Jede Diktatur braucht massenhaft Sündenböcke, um von ihren eigenen Verbrechen abzulenken und ihre Untertanten in ihr Unrechtssystem einzuspinnen. Die Nazis behaupteten die Bedrohung durch die Juden sei weltumspannend und deshalb konnten sie sich auf die „Mitwirkung“ der eutschen verlassen bei der sogenannten „Endlösung“ – vom Denunziantentum bis zum KZ-Wächter; die Deutschen waren bereit, die Juden zu verfolgen und zu vernichten.
    Der Vatikan arbeitet an einer vergleichbaren Strategie – diesmal sind es die Schwulen, die erst denunziert und schließlich vernichtet werden!
    Donnermarck spricht von der „Ungleichheit“ der Schwulen, er traut sich nur noch nicht den Nazi-Begriff der „Minderwertigkeit“ zubenutzen. Aber die Maske des Anstandes wird fallen! Und dann sind die schwulen nur die ersten, die in die katholischen KZs kommen. Es folgen Frauen, die sich nicht unterordnen, Wissenschaftler, Künstler und Andersgläubige und Atheisten.
    Die Äußerungen von Donnersmarck sind zu vergleichen mit den Hetztiraden von Goebbels und Konsorten vor der sogenannten Machtergreifung – die damaligen Drohungen wurden bittere Realität. Und so wird es auch kommen, wenn die katholische Kirche unter BenediktRatzinger fortwährend weiter hetzt und in den demokratischen Staaten Wühlarbeit leistet.
    Die Mahner von damals hat man oft verlacht – ich hoffe, das wird nicht wieder so kommen!

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