Radioaktivität: Der Mensch als Versuchstier


Im Kinderheim Nr. 1 in Minsk betreut eine Krankenschwester ein Kind mit so genannten Flossenhänden. Derartige Behinderungen haben nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 zugenommen. Die gesundheitlichen Folgen über mehrere Generationen hinweg sind noch nicht abzusehen. Foto: epd-bild / Hermine Oberück

Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl vor 25 Jahren waren tausende Menschen ungeschützt dem radioaktiven Fallout ausgesetzt. Bekannte Folgen für die Gesundheit sind unter anderem Schilddrüsenkrebs und Fehlbildungen. Zwei Organisationen haben in einer Studie Daten und Zahlen zusammengetragen, um Erkrankungen durch die radioaktive Strahlung zu dokumentieren.

Von Thomas Klattevangelisch.de

Die 80-seitige Studie wirkt, als sei sie phasenweise von dem Science-Fiction-Autor Douglas Adams („Per Anhalter durch die Galaxis“) inspiriert gewesen: Nicht die Menschen beherrschen die Erde und führen in den Laboren ihre Experimente durch, sondern die Erde selbst, zumindest die nordwestliche Halbkugel ist seit dem 26. April 1986 zu einem einzigen großen Experimentallabor geworden. Die Versuchstiere sind jetzt nicht Ratten, Mäuse oder Kaninchen, sondern die Menschen selbst, und zwar millionenfach.

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