Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum

Quelle: bruedergemeinde.de

Großbritannien: Gericht verbietet Diskriminierung homosexueller Paare bei Adoptionsanfragen
[…]Leeds (kath.net) Das britische Gericht, das für Angelegenheiten der Wohlfahrt in erster Instanz zuständig ist (Charity Tribunal), hat entschieden, dass die katholische Adoptionsvermittlungsstelle „Catholic Care“ Kinder auch an homosexuelle Paare als Adoptiveltern vermitteln muss. Catholic Care war die letzte katholische Adoptionsstelle, die sich dieser Auflage bisher nicht gebeugt hatte. Das meldet die britische Zeitung The Guardian[…]

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Die SPD sarraziniert sich

Quelle: http://www.n24.de

Die Kapitulation der SPD-Spitze vor dem Populismus und der Popularität Thilo Sarrazins offenbart das wählerverachtende Politikverständnis Sigmar Gabriels.

Von Florian Güßgenstern.de

Es ist armselig, was die SPD-Spitze in der Causa Thilo Sarrazin veranstaltet hat, eine Farce in einer ohnehin heruntergewirtschafteten Partei. Da kündigt Sigmar Gabriel gerade noch mit heißem Herzen den Rauswurf des irrlichternden Noch-Genossen an, beschwört mit Inbrunst die Werte der Partei – nur, um all das im nächsten Moment kleinlaut zu kassieren. Der Oster-Friede der SPD mit Sarrazin, der Verzicht auf den Rauswurf, ist deshalb nichts anderes als eine Kapitulation der Ober-Genossen, eine Kapitulation vor den kleinteiligen, juristischen Mühen des Parteiausschlussverfahrens, eine Kapitulation aber vor allem vor dem Populismus und der Popularität des Ex-Finanzsenators und Ex-Bundesbankvorstands. Das kann auch der nun allenthalben in Anschlag gebrachte Wortnebel von der Meinungsvielfalt, die eine Volkspartei angeblich aushalten müsse, nicht übertünchen.

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Pater Werenfried: Der Feind schlug zu

Nach dem Schussattentat auf Papst Johannes Paul II. am 13. Mai 1981 regte Pater Werenfried van Straaten in einer Predigt an, über die Existenz des Teufels und die Konsequenz dieser Existenz für jeden Gläubigen nachzudenken. Der im Jahr 2003 verstorbene „Speckpater“ ruft seinen Zuhörern zu: „Zieht die Waffenrüstung Gottes an!“ Die gesamte Predigt ist jetzt als Audio-CD von Kirche in Not erhältlich.

kath.net

„64 Jahre nachdem die Gottesmutter in Fatima die weltweite Drohung des Kommunismus ankündigte und die Christenheit zu Buße und zum Rosenkranz aufrief, wurde in Rom ein Mann niedergeschossen, der sein Leben in den Dienst des Friedens gestellt hat“, ruft Pater Werenfried gleich zu Beginn seiner Predigt aus und stellt klar: „Weder der türkische Killer, noch die unbekannten Männer im Hintergrund, sondern ‚der Feind‘ hat es getan.“

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Gott greift nur ein, wenn es nötig ist

George Coyne im Park des Sidney Sussex College in Cambridge. Foto: Ulrich Pontes

Die Wissenschaft hat die Natur weitgehend entzaubert. Wie lassen sich also Glauben und Naturwissenschaft zusammenbringen – mit Blick auf alltägliche Gebetsanliegen, auf die großen Fragestellungen der Wissenschaft, auf zentrale Glaubensinhalte wie Ostern und Auferstehung? Fragen an einen Mönch, der gleichzeitig ein renommierter Forscher ist: George Coyne, langjähriger Direktor der Vatikanischen Sternwarte

Von Ulrich Pontesevangelisch.de

Auf wissenschaftlichen Kongressen trägt nicht einmal sein priesterliches Kollar: Wie er forscht und was er als Wissenschaftler tut, darin unterscheidet sich George Coyne kein bisschen von einem x-beliebigen Astronomen – das betont er. Trotzdem ist er kein Forscher wie jeder andere: Coyne, Jahrgang 1933, ist Jesuit und war nach Stationen in verschiedenen Observatorien fast 30 Jahre lang Direktor der Sternwarte, die der Heilige Stuhl im US-Staat Arizona betreibt.

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Das folgenreiche Mordgeständnis

Darwin-Ausstellung MfN Berlin, Quelle: brightsblog

Charles Darwin zeigt sich von seiner Erkenntnis geschockt: „Schließlich kamen Lichtschimmer, und ich bin fest überzeugt (ganz im Gegenteil zu der Ansicht, mit der ich begonnen habe), daß die Arten nicht (es ist wie einen Mord gestehen) unveränderlich sind. Ich glaube, das einfache Mittel entdeckt zu haben, durch das die Spezies so ausgezeichnet an verschiedene Zwecke angepaßt werden.“ Dies schreibt er am 11. Januar 1844 an seinen Freund Joseph Dalton Hooker. Sein epochales, wirkmächtiges Werk „The Origin of Species“, in dem er seine Evolutionstheorie entfaltet, erscheint fünfzehn Jahre später.

Von Josef Bordatliteraturkritik.de

Darwins Evolutionstheorie gehört zu den wissenschaftlichen Theorien, die einerseits die Fachdisziplin verändert haben (Theodosius Dobzhanskys oft zitiertes Diktum „Nothing in biology makes sense except in the light of evolution.“ spricht diesbezüglich eine deutliche Sprache), anderseits Auswirkungen auf unser Weltbild und unser Selbstverständnis zeitigen. Dazu gehört im Fall der Evolutionstheorie auch die Art und Weise, wie wir forschen, so dass sich hier eine sich selbst verstärkende Tendenz zum evolutionären Paradigma einstellt, wie in zahlreichen Büchern zum Darwinjahr 2009 deutlich zu erkennen ist.

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Glaube und Geld

Via della Conciliazione, Blick vom Petersdom, Quelle: wikipedia

Souvenirs von Johannes Paul II. verkaufen sich vorzüglich in diesen Tagen / Die Händler rund um den Petersplatz bieten auch Dinge an, deren Sinn sich nicht unbedingt erschließt

Von Stefan Küppermorgenweb

Auf der Via della Conciliazone ist der Kreuzweg nachgestellt. Bronzefiguren zeigen die Stationen der Leiden von Jesus. Es sind schöne, schwere Bronzen. Wer sich zum Petersplatz schieben lässt, von all diesen Menschen, der kann sie kaum übersehen. Genauso wenig wie das Schild einer der Kreuzweg-Sponsoren: „European Brokers – Assicurazioni“. Wohl eine Versicherung.

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Interessant heißt nicht relevant

Achtung, Kamera. Ende März kannte der Pastor Terry Jones kein Halten mehr und führte seine Idee aus, den Koran in Florida öffentlich zu verbrennen. Wenn nicht ein Praktikant davon berichtet hätte, hätte die Welt von der Aktion aber wohl nicht erfahren. Foto: AFP

Koran-Verbrennung, Missbrauch, Sarrazin: Medien können der falschen Sensation den Sauerstoff entziehen.

Von Caroline FetscherDer Tagesspiegel

Obskur, sektiererisch, fanatisch. So wurde jener Pastor charakterisiert, der seine Mission in einem kleinen Provinznest im US-Bundesstaat Florida darin sah, ein Exemplar des Koran, des heiligen Buchs der Muslime, zu verbrennen. Seine Tat kündigte der Pastor Anfang September 2010 öffentlich an, und weil sie so obskur, sektiererisch und fanatisch klang, stürzten die Medien sich auf Mann und Mission, als gelte es, ein wichtiges Weltereignis zu dokumentieren. In Gainesville, Florida, drängte sich die Meute mit Mikrophonen und Kameras, aus dem Inland, aus dem Ausland reisten sie an, um über den Skandalkleriker Terry Jones und seine winzige Gemeinde zu berichten, alle, ganz offensichtlich, in Erwartung der züngelnden Flammen.

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