Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Großbritannien: Gericht verbietet Diskriminierung homosexueller Paare bei Adoptionsanfragen
[…]Leeds (kath.net) Das britische Gericht, das für Angelegenheiten der Wohlfahrt in erster Instanz zuständig ist (Charity Tribunal), hat entschieden, dass die katholische Adoptionsvermittlungsstelle „Catholic Care“ Kinder auch an homosexuelle Paare als Adoptiveltern vermitteln muss. Catholic Care war die letzte katholische Adoptionsstelle, die sich dieser Auflage bisher nicht gebeugt hatte. Das meldet die britische Zeitung The Guardian[…]

Bischof Laun: Klerus und Laien in der Kirche bedürfen einer Qualitäts-Sicherung
[…]Man könnte den Text Newmans in moderner Diktion so übersetzen: Laien unbedingt ja, aber nicht ohne „Qualitäts-Sicherung“ ihrer Mitwirkung, soweit eine solche überhaupt möglich ist! Denn streitsüchtige, arrogante und zugleich ahnungslose Laien wird es immer geben, genauso wie es solche Kleriker auf allen Ebenen der Hierarchie immer auch gegeben hat und geben wird! Man könnte dem von Newman gewünschten „Laien-Profil“ – das auch ein „Kleriker-Profil“ sein sollte – noch hinzufügen: Wir wünschen uns Laien, die ihren Glauben nicht nur wirklich kennen, sondern auch glauben, denn kennen allein genügt nicht! Kann man den „eigenen Glauben nicht glauben“? Ja, das kann man, und so begegnet man immer wieder auch Menschen, mit denen ein Gespräch über den Glauben deswegen so schwierig ist, weil sie über ein Wort der hl. Schrift oder das des Lehramtes der Kirche immer noch ihre „eigene Meinung“ darüber setzen und Argumente, die sich auf die genannten Quellen und Wahrheitskriterien der Kirche stützen, nicht gelten lassen wollen[…]

„Weißes Kreuz“: Gesellschaft wird beziehungsunfähig
[…]Der Leiter des evangelischen Fachverbands für Sexualethik und Seelsorge „Weißes Kreuz“, Rolf Trauernicht (Ahnatal bei Kassel), bezeichnete gegenüber idea Scheidungen und wechselnde Partnerschaften „im Lebensvollzug dramatisch“. Nach Angaben von Experten seien etwa 50 Prozent der Deutschen beziehungsgestört und nicht mehr fähig, in einer dauerhaften Beziehung zu leben. Trauernicht: „Unsere Gesellschaft wird dadurch immer beziehungsunfähiger und unsere Nachkommen einsamer, bindungsgestörter und kinderloser.“ Es sei nötig, den Erhalt von Ehe und Familie zu proklamieren. Auftrag der Christen sei es, „Ehepaaren zu helfen, kommunizieren zu lernen, ihre Vergangenheit zu klären, biblische Werte zu leben, Erziehungshilfen zu geben und Vorbilder für andere zu sein.“ Positiv bewertet es Trauernicht, dass Geschiedene nicht mehr so negativ dastünden wie früher und sich Frauen nicht mehr alles gefallen ließen.[…]

Kirchentag bei Bibel TV
[…]Kirchentag goes TV: Zum ersten Mal sind Informationen über und Eindrücke vom Deutschen Evangelischen Kirchentag in einer eigenen Sendung im Fernsehen mitzuerleben. Produziert wird das Magazin vom Medienverband der Evangelischen Kirche im Rheinland, ausgestrahlt von Bibel TV … In der ersten Folge von „Kirchentags TV“ geht es um die Themen Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit. Dazu gibt es ein Interview mit Sven Giegold, EU-Europaabgeordneter der Grünen und Attac-Mitgründer, zur Gerechtigkeit im Umgang mit Geld. Des Weiteren berichtet das Magazin in der ersten Folge über das Thema „Gospel für eine gerechte Welt“ und zeigt den Einsatz der zahlreichen Kirchentags-Helfer. In Folge zwei kommt Kirchentagspräsidentin und Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt zu Wort. Auch Musikproduzent Dieter Falk gibt ein Interview. Am 4. Juni ist sein Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“ auf dem Kirchentag zu sehen[…]

ProChrist Parzany lädt zur Internet-Diskussion ein
[…]Pfarrer Ulrich Parzany lädt zum Austausch über das Thema Evangelisation ein. Am Donnerstag (12. Mai) ab 19 Uhr kann jeder von seinem heimischen PC aus mit dem Leiter von ProChrist und langjährigen CVJM-Generalsekretär diskutieren. Das Thema des kostenlosen kostenlosen Online-Meetings lautet: „Warum ProChrist“ Wie Ihre Gemeinde von ProChrist 2013 profitieren kann.“ Gedacht ist die Veranstaltung für haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter aus Kirchen, Gemeinschaften und Gemeinden. Parzany wird Klartext reden und gibt einen Einblick in seine langjährigen Erkenntnisse über Evangelisationen. Er wird auch über die Planung der Veranstaltung ProChrist 2013 sprechen. „Das Online-Meeting ist eine Mischung aus Seminar, Fernsehsendung und Powerpoint-Präsentation. Ulrich Parzany wird live mit den Teilnehmern verbunden sein“, erklärt Michael Klitzke, ProChrist-Geschäftsführer, der gemeinsam mit einem Redaktionsteam das Meeting moderieren wird. Vorkenntnisse oder Softwareinstallationen sind nicht notwendig. Allerdings ist st wegen der begrenzten Teilnehmerzahl eine vorherige Anmeldung erforderlich.[…]

Katholikenkomitee startet Homepage zum Dialogprozess
[…]Das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) hat eine Homepage freigeschaltet, die den Dialogprozess in der katholischen Kirche in Deutschland begleiten soll. Aufgabe der Internetseite ist es, die sich im Rahmen des Dialogprozesses entwickelnden Initiativen zu vernetzen und aktuelle Informationen, Dokumente und Materialien bereitzustellen. ZdK-Präsident Alois Glück erklärte dazu, der Dialogprozess sei „eine große Chance, verlorenes Vertrauen und Glaubwürdigkeit unserer Kirche zurückzugewinnen“. Er rief alle katholischen Verbände und Organisationen, Räte und geistliche Gemeinschaften auf, sich am Dialogprozess zu beteiligen und dazu auch eigene Veranstaltungen durchzuführen[…]

Sektenbeauftragter des bischöflichen Ordinariates Würzburg über die esoterische Konkurrenz
[…]In erster Linie sei Esoterik zu einem Geschäft geworden. Es habe sich eine ganze Industrie gebildet, die esoterische Utensilien aller Stilrichtungen anbietet und verkauft. Das Geschäft mit Pseudo-Religiosität boome, das Angebot wachse unaufhörlich, allein 20 Prozent der Neuerscheinungen im Buchmarkt seien esoterisch angehaucht und beschäftigen sich mit den Wohnzimmerreligionen, die angeblich schnelles Heil und Hilfe für ein paar Euro zu bieten haben. Zum Bespiel auch auf dem Bildschirm, wo man sich zum Beispiel für 3,99 Euro die Minute „von Engeln beraten lassen kann“. „Die Kirchenburg ist zu einer Kirchenruine verfallen, der moralische Druck der Kirche und der Einfluss der Kirche ist nur noch bei konservativen Menschen vorhanden. Hierarchisches Denken wurde durch moderne, weltoffene und globalisierende Denkweisen ausgetauscht. Die klassische Religion durch Bastelreligionen abgelöst, wo das Beste herausgezogen und miteinander zu einer Kollage verbaut wird, so gibt sich der aufgeklärte Mensch seiner individuell auf ihn abgestimmten Ersatzreligion hin“, so die Meinung des Fachmanns. Lohmayer spricht von einem unpersönlichen Gott, der in den Ersatzreligionen als Energie, Licht, oder einfach als nicht personifiziertes Etwas herhalten müsse und kurzfristig Halt anbiete. Wie kommen Menschen dorthin, was ist der Grund weshalb religiöse Menschen plötzlich Geistheilern oder Schamanen folgen und sich der Esoterik hingeben. Einen Grund sieht Lohmeyer darin, dass viele Priester keinen oder zu wenig Kontakt zur Gemeinde haben. Die Kommunikation fehlt, Menschen die Fragen oder Probleme haben, werden nicht zugehört. Das liege auch an den vielen administrativen Aufgaben, die Pfarrer erledigen müssen. Viele Priester hätten aber auch verlernt zuzuhören. Fragen blieben reichlich, auch wenn es es Lohmayer verstand, den Zuhörern die Sicht der katholischen Kirche zu vermitteln, blieben doch einige Fragezeichen bei den Zuhörern zurück. Auch die Kirche kann nicht alle Fragen beantworten, weil vieles aus dem Glauben heraus geschieht.[…]

Österreich: Katholischer Diakon betreibt Mission in Supermärkten
[…]Innsbruck – Auf eine unkonventionelle Art und Weise will die katholische Kirche den Menschen in Tirol näher kommen: In Supermärkten zwischen Obstregal und Fleischtheke wird an den kommenden Samstagen Diakon Willi Holzhammer das Gespräch in den Bezirkshauptstädten suchen. Er werde sich den Fragen, Problemen und Anliegen der Menschen stellen, hieß es am Freitag in einer Aussendung der Kathpress … Jeweils von 8.00 bis 12.00 Uhr wird Holzammer in den Märkten der Tiroler Lebensmittelkette „MPreis“ anzutreffen sein. Gestartet wird am 30. April in Reutte, wonach der Diakon am 7. Mai in Schwaz, am 14. Mai in Lienz, am 21. Mai in Landeck und am 28. Mai in Innsbruck mit offenen Ohren Interessenten erwartet.[…]

Wer wird Erzbischof von Berlin? Sicherlich ein Hardliner!
[…]Als mögliche Kandidaten werden in Medienberichten unter anderem der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick (61), der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck (46), der Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-von Elst (51), der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode (60) sowie der derzeitige Berliner Diözesanadministrator Matthias Heinrich (56) genannt[…]

Das lukrative Reliquien-Geschäft
[…]Seit dem Mittelalter sind geheiligte Körperfragmente integraler Bestandteil des christlichen Glaubens. Heute distanziert sich die Kirche gern von den rauesten Praktiken, verunglimpft sie als übertriebene, naive Volksfrömmigkeit, der die Obrigkeit Einhalt zu gebieten versuchte. In Wirklichkeit war die „andächtige Beraubung“, also Leichenschändung, Reliquiendiebstahl und Grabräuberei, damals aber State of the Art.
Thomas von Aquin wurde nach seinem Tod von Mönchen in Fossanuova zu Präparationszwecken geköpft und gekocht, zeitweise waren im Mittelalter bis zu 18 Vorhäute Christi im Umlauf. Heute wie damals ist Reliquienverehrung vor allem ein riesiges Geschäft für die Gegend, in der die Reliquie angebetet wird. Eine Ampulle mit Erythro-, Leuko- und Thrombozythen von Johannes Paul II. soll durch einen wertvollen Reliquienschrein gepimpt parallel zur Seligsprechung im Vatikan gezeigt werden. Der Vatikan hat in den letzten drei Jahren Verluste geschrieben, da bringt eine beschleunigte Seligsprechung Entlastung fürs Budget[…]

„gottesgeschenk – ich bin getauft“-Waschlappen ist Verkaufsschlager
[…]Westfalen (wh). Ein Waschlappen wird Kult: Mit 33.333 Bestellungen ist ein zum „Jahr der Taufe“ 2011 produzierter „gottesgeschenk“-Frotteehandschuh zum Verkaufsschlager im Webshop der Evangelischen Kirche von Westfalen geworden.
Erfunden wurde der weiße Waschhandschuh mit dem rot aufgestickten Schriftzug „gottesgeschenk – ich bin getauft“ von Pfarrer Uwe-C. Moggert-Seils, der in Bielefeld die Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Landeskirche leitet. Er möchte mit dem Waschlappen verdeutlichen, dass „die Taufe kein einmaliger Akt ist, sondern ein Geschenk, das einen ein Leben lang begleitet.“ Im Badezimmer soll das Produkt, das von einer westfälischen Baumwollfirma hergestellt wird, ganz praktisch an das Ereignis erinnern[…]

Was für ein Witz:
[…]Die Katholische Kirche ist um ihren Ruf besorgt. Deshalb gibt es ein genaues Prozedere mit dem so genannte Wunderheilungen analysiert werden. „Zunächst prüfen die Verantwortlichen vor Ort den Fall“, sagt Martin Tzschaschel, Redakteur beim Wissenschaftsmagazin P.M. Im Auftrag des Bischofs müssten Ärzte bestätigen, dass die Heilung einer Krankheit unter medizinischen Gesichtspunkten unmöglich war. „Wenn das erfolgt ist, wird die angebliche Wunderheilung an den Vatikan in Rom übergeben.“ Dort befasse sich zunächst eine Jury aus fünf Ärzten mit der Angelegenheit, dann sei eine Stellungnahme von Theologen erforderlich. „Das letzte Wort hat der Papst“, sagt der Fachredakteur für Medizin und Psychologie. Er könne der Wunderheilung die Anerkennung versagen. „Insgesamt hat die Katholische Kirche also mehrere Prüfungsebenen zur Anerkennung einer Wunderheilung eingezogen“, so Martin Tzschaschel. Damit soll Scharlatanerie vermieden werden[…]

Schweiz: Die Hardliner-Lieblinge von B16-RatzeBene auf dem Vormarsch
[…]Seine Moralvorstellungen gelten als rückständig. Unter Vitus Huonder, dem Bischof von Chur, wird in einigen Schweizer Kirchen die in den 60er Jahren quasi verbotene lateinische Messe gelesen. Die progressiven Kräfte unter den 660’000 Katholiken seines Bistums sehen die demokratischen Werte in Gefahr. Die «Rundschau» blickt ins erzkonservative Milieu. Die Tridentinische Messe ist fast so alt wie die Kirche selber. Auch, als 1965 der katholische Gottesdienst modernisiert und die alte lateinische Messe quasi verboten wurde, praktizierten sie konservative Kreise weiterhin im Verborgenen. Vor vier Jahren lockerte Papst Benedikt XVI. die Einschränkungen. Die römisch-katholischen Traditionalisten dürfen seitdem im grösseren Rahmen ihren alten Ritus praktizieren. Anhänger schätzen die grössere Andacht und können eher ihr Bedürfnis nach Halt und Spiritualität stillen. Daneben vertreten sie auch erzkonservative Werte, wie das Verbot von vorehelichem Sex. Diese Kreise haben in Bischof Vitus Huonder einen gewichtigen Unterstützer. Sein umstrittener Kurs spaltet derweil das Bistum.[…]