Der heilige Reliquienhandel


Quelle. news.orf.at

Den Kult der Selig-und Heiligsprechnung der katholischen Kirche kann man eigentlich nicht verstehen, geschweige denn vernünftig akzeptieren. Bizarr mutet ein solches Verfahren der Wunderdeutung und der damit verbundenen „technologischen“ Abläufe an.

Entlehnt aus den Kulthandlungen heidnischer Religionen, vorchristlicher Zeit, sind die Heiligen Lieferanten von Reliquien erster Klasse. Es wird alles verwurstet, Hautteile, Zehnägel, Haare, Schädel, Skelette oder ganze Körper. Der Reliquienhandel blüht. Die wertvollen Leichenteile, von den Fälschungen ganz abgesehen, werden geteilt, zerrieben, bis nur noch Fragmente, Partikel oder Pulver übrig sind. So sichern sich die Reliquienhändler ihren Maximalprofit.

Da man bis zum Tode des potentiellen Heiligen warten musste, versammlten sich am Sterbebett einer solchen Kreatur die Creme der Händler, mit gezückten Messern, geringfügigen anatomischen Kenntnissen, wurde geschnippel und extrahiert, nach dem Eintritt des Todes. Der arme Heilige war oftmals noch nicht einmal kalt.

Heute ist man da etwas zivilisierter. Kurz vor dem Ableben des Karol Woityla wurden Körpersäfte entnommen, sprich Blut, welches nun, entsprechend abgefüllt und gesichert, in einem »wertvollen Reliquienschrein« dem gläubigen Mob gezeigt wurde. Mit Vernunft hat das alles nichts zu tun. Und so bleibt zu hoffen, dass der Menschheit die Reliquie eines päpstlichen Schisses erspart bleibt. Name der Reliquie, „Der Heilige Stuhl“.

2 Comments

  1. Man sagt, dass es weltweit soviele, als Reliquien verehrte Holzsplitter vom Christus-Kreuz gäbe, dass man zuvor offenbar einen ganzen Wald abgeholzt haben müsse !

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