Siegfried Scherer über den genialen „Gottespfusch“


Quelle: idw-online.de

Auch schon mal in Bio gesessen und gemerkt, dass das, was du über die Entstehung der Welt lernst, an deinem Glauben an Gott nagt? Ein Interview, Infos und Gedanken dazu, warum das gar nicht sein muss

teensmag

Prof. Dr. Scherer, Sie sind mikrobieller Ökologe und erforschen das Leben. Was muss man sich darunter vorstellen?

Prof. Dr. Scherer: Als Biologe forsche ich im Laboratorium an Bakterien. Wir untersuchen Krankheitserreger wie zum Beispiel Salmonellen: Wo leben sie, wie kommen sie in die Lebensmittel und wie machen sie den Menschen krank?

Durch Ihre wissenschaftliche Arbeit haben Sie einen sehr guten Einblick in die Art und Weise, wie Leben funktioniert. Glauben Sie trotzdem an Bibelstellen wie die Schöpfungsgeschichte (Mose 1+2), dass Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen hat?

Ich weiß nicht, was hier »Tag« bedeutet. Die Schöpfungstexte sind von Gott inspiriert, aber ich glaube nicht, dass wir sie naturwissenschaftlich verstehen sollen. Das sind keine wissenschaftlichen Lehrbücher. Deshalb halte ich es nicht für angemessen, wenn man den Schöpfungsbericht physikalisch oder biologisch deutet. Die Schöpfung ist geheimnisvoll und wissenschaftlich nicht fassbar.

Aber muss man dann nicht alles, was in der Bibel steht, in Frage stellen?

Nein. Die Bibel wurde zwar von Menschen aufgeschrieben, aber denen hat sich Gott manchmal auf geheimnisvolle Weise offenbart. Die Frage ist, ob ich das Geschriebene richtig verstehe. Die Offenbarung z.B. entzieht sich meiner wissenschaftlichen Einsicht ganz und gar. Darüber, wie man sie verstehen kann, kann man lange diskutieren. Und so ist das mit dem Schöpfungsbericht auch.

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3 Comments

  1. Es wird immer Dummschwätzer geben, die sich um jeden Preis prostituieren müssen. Daran ändert auch seine Stellung und seine Titel nichts.
    Ein einfaches „…. das ist heute noch nicht erklärbar“ oder „wir wissen es heute noch nicht“ hätte genügt.
    So aber wird wieder die unsägliche Offenbarung aus dem Ärmel gezogen. Ohne Urknallschöpfler geht es wohl nicht. Der ganze Artikel ist voll von armseligen Brücken zwischen Natur und ID, bzw. Kreationistenschwachsinn. 😦

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  2. „geheimnisvoll“ „mythisch“ – warum nicht gleich die richtige Vokabel benutzen: „ich weiss es nicht“ oder noch korrekter: „ich WILL es nicht wissen“

    Immer dieses Ich, dass nicht zugeben will, mal keine Ahnung zu haben. Scheiss Menschen!

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  3. Ein Wissenschaftler begnügt sich nicht mit glauben, er forscht, weil er um überprüfbares Wissen und Erkenntnis bemüht ist. Und – wenn ein Wissenschaftler keine Antwort findet, sollte er eben auch mal die Klappe halten. Es gibt schließlich schon genug Religioten auf der Welt, da trägt ein religös verseuchter Biologe rein gar nichts zur Erweiterung des Erkenntnisstandes bei. Schon gar nicht durch nicht zu beweisende Theorien und Vermutungen.

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