Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Ach du große Schei..
[…]Am Sonntag hatte Papst Benedikt XVI. seinen Vorgänger Johannes Paul II. selig gesprochen. Als erste Handlung in seinem neuen Zustand hat der Verstorbene für die Tötung Osama bin Ladens gesorgt – glaubt Perus Präsident García. Die Tötung von Al-Qaida-Chef Osama bin Laden ist nach Ansicht des peruanischen Präsidenten Alan García dem erst am Sonntag selig gesprochenen Papst Johannes Paul II. zu verdanken. Das 2005 verstorbene Oberhaupt der katholischen Kirche habe keine Zeit vergeudet und unmittelbar nach seiner Seligsprechung für ein „Wunder“ gesorgt, sagte García am Montag. Papst Johannes Paul II. habe die Welt damit von „dieser Inkarnation des Teufels, diesem Dämon des Hasses und des Verbrechens“ befreit. Er hoffe, dass das Terrornetzwerk Bin Ladens mit dessen Tod an Bedeutung verliere, ergänzte der Staatschef des südamerikanischen Landes.[…]

Strafanzeige gegen die Unterstützer der „Tanzverbot-Demo“ am Karfreitag
[…]Wiesbaden (kath.net/idea) Die von der Grünen Jugend in Hessen mitinitiierte Demonstration gegen ein Tanzverbot am Karfreitag hat ein politisches und juristisches Nachspiel. „In großer Sorge um den Schutz höchster kirchlicher Feiertage“ hat der Vorsitzende der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Christean Wagner (Wiesbaden), einen Offenen Brief an die Präses der EKD-Synode, Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/Die Grünen), geschrieben … Er verweist darauf, dass christliche Feste und Feiertage wie Weihnachten, Karfreitag, Ostern und Pfingsten durch das Grundgesetz besonders geschützt seien. „Gerade ein Tag, an dem Sterben und Trauer im Vordergrund stehen, geben jedem Menschen – ganz gleich, ob er an Jesus Christus glaubt oder nicht – Gelegenheit, sich auf das Wesentliche zu besinnen. Es ist daher wichtig, dass der Karfreitag über die Arbeitsbefreiung hinaus als stiller Feiertag besonders gesetzlich geschützt wird“, schreibt Wagner. Er zeigte sich ferner bestürzt darüber, dass durch den Smartmob auch „eine angemeldete und genehmigte Karfreitagsprozession mit mehreren hundert Gläubigen massiv gestört wurde“. Diese seien von einigen Teilnehmern der Demonstration „sogar ausgepfiffen und beleidigt“ worden. Einer habe deshalb Strafanzeige gegen die Unterstützer der „Tanzverbot-Demo“ gestellt.[…]

B16-RatzeBene sägt liberalen Bischof ab
[…]Rom (kath.net/as) Papst Benedikt XVI. hat den kontroversen Bischof von Toowoomba (Südosten Australiens), William Morris (67), seines Amtes enthoben. Dies gab der Vatikan am heutigen Montag bekannt … Kritiker des Bischofs beklagten, dass dieser sich öffentlich gegen die Lehre der Kirche zum Priestertum gestellt habe. Morris habe in den letzen 18 Jahren vieles getan, was die katholische Identität und Lehre unterminiert habe. Es wurden eine Reihe von Missbräuchen beklagt, so die US-Nachrichtenagentur „Catholic News Agency“, unter diesen die Tatsache, dass Laien bei Messen konzelebriert hätten und die Generalabsolution in der Diözese als Alternative zur persönlichen Beichte weit verbreitet gewesen sei. In seinem Hirtenbrief ging Bischof Morris auf diese Kritiken ein und erklärte, dass die Substanz dieser Beschwerden nicht wirklich von Bedeutung sei. Er beklagte über „eine kleine Gruppe“, die seine Leitung der Diözese „nicht nach ihrem Geschmack“ gefunden hätte. Morris erklärte weiter, er habe nie den Schlussbericht der Apostolischen Visitation gesehen, die der Erzbischof von Denver (USA), Charles J. Chaput, OFM Cap, geleitet hatte. Er beklagte, dass ihm ein ordentlicher Prozess sowie die Möglichkeit „einer angemessenen Verteidigung und Interessenvertretung in meinem Namen“ vorenthalten worden seien. Morris hatte sich bereits im Februar 2009 gegenüber Medien zur Visitation geäußert. Damals schob er die Schuld für die Visitation auf „Katholiken mit konservativen Ansichten“, die er „Tempel-Polizei“ nannte[…]

„Meinungsjournalismus vertritt radikalen Antiklerikalismus“ 😀
[…]Bonn (kath.net/idea) Scharfe Kritik an einer kirchlichen „Überanpassung an die Moderne“ hat der Medientheoretiker Prof. Norbert Bolz (Berlin) geübt. Dies gelte besonders für die evangelische Kirche. „Das ist eine Anbiederung, die gnadenlos ist und keine Grenzen mehr kennt – das bringt die Kirche um“, sagte der Protestant auf einem Kolloquium über Christliche Medienpräsenz in Deutschland am 1. Mai in Bonn. Eingeladen hatte das katholische Institut für Gesellschaftswissenschaften Walberberg. Als Beispiel für die kirchliche Anpassung nannte Bolz das Streben nach „politischer Korrektheit“. Wie der Wissenschaftler weiter sagte, gebe es angesichts der Undurchschaubarkeit der Lebensverhältnisse in der globalisierten Welt ein „immer größeres Bedürfnis nach Absolutheit“. Darin bestehe die Chance des Christentums. Ein Problem sei jedoch, dass man die Komplexität des christlichen Glaubens über die Medien nur schwer vermitteln könne. In Fernsehprogrammen oder in Zeitungen, „in denen Nebensätze gar nicht vorkommen“, sei es für die Kirchen schwierig, mediengerecht aufzutreten. Das Christentum mit seiner frohen Botschaft sei „prinzipiell uninteressant“ für die Medien, da sie nur an schlechten Nachrichten interessiert seien. Darüber hinaus habe das Christentum „nichts Neues zu sagen“. Bolz kritisierte auch einen „ausgeprägten Meinungsjournalismus“ in Deutschland, der einen „radikalen Antiklerikalismus“ vertrete und den Kirchen vorschreiben wolle, wie sie sich an die moderne Welt anpassen sollten.[…]

Sportdirektor des 1. FC Köln erntet Kritik, weil er sich gegen Fundi-Christen ausspricht
[…]Im Konflikt um den Ende April zurückgetretenen Trainer des 1. FC Köln, Frank Schaefer, hat sich die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Köln zu Wort gemeldet. Der Sportdirektor und heutige Trainer des Bundesliga-Fußballclubs, Volker Finke, hatte sich vor Schaefers Rücktritt gegenüber Journalisten kritisch zu dessen christlichem Glauben geäußert. In der Baptistengemeinde, zu der Schaefer gehört, werde nicht „irgendein protestantischer Glaube“ vertreten, zitiert der Kölner Stadtanzeiger den Sportdirektor. Es sei eine Gemeinde „mit Missionsauftrag und Erwachsenentaufe, das ganze Programm“. Der Vorsitzende des Kölner ACK, der katholische Dechant Rainer Fischer, richtete dazu am 29. April einen Offenen Brief an den Kölner Stadtanzeiger. Schaefer sei „wegen seiner religiösen Beheimatung in einer Kölner Baptistengemeinde von Sportdirektor Volker Finke diffamiert und diskriminiert worden“, heißt es darin. Offenbar wolle der Sportdirektor Schaefer dadurch diskreditieren, dass er die Baptistengemeinde als Sekte hinstelle. Dies sei aber in mehrfacher Hinsicht abwegig: Die Baptisten seien keine Sekte, sondern eine evangelische Freikirche. Der Missionsauftrag gehöre selbstverständlich zur Identität und zum Auftrag jeder Kirche. „Drittens wird nicht nur in den Baptistengemeinden die Erwachsenentaufe, die in der alten Kirche die Regel darstellt, gespendet, sondern selbstverständlich auch in den Großkirchen.“ Der ACK-Vorstand weise daher die Intention der Äußerungen Finkes mit Entschiedenheit zurück, schreibt Fischer.[…]

Igitt, Evangelikale Fundis speziell auf Deutschland-Mission fokusiert
[…]“Jesus unites“: Christen aus aller Welt wollen Menschen in Deutschland erreichen. Die Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM) hat Verantwortliche für interkulturelle Arbeit in in Gemeinden, Verbänden und Missionswerken vom 5. bis 7. Mai zu einem Kongress nach Essen eingeladen. „Uns bewegt die Frage, wie wir alle Menschen die in Deutschland leben mit dem Evangelium erreichen können“, erklärt AEM-Geschäftsführer Wolfgang Büsing. „Was bedeutet es interkulturell zusammen zu arbeiten und wie kann eine gemeinsame Arbeit größere Kreise ziehen? Deutschland ist multikulturell, dies wollen wir gemeinsam als Christen verschiedener Herkunft leben.“ Themen sind unter anderem „Warum brauchen wir uns gegenseitig“, „Was ist unsere Mission für Deutschland“ und „Wie sieht multikulturelle Gemeinde aus“. Zu den verschiedenen Themen gibt es Vorträge, Workshops und praktische Beispiele. Zu den Referenten zählen Edmund Sackey-Brown, Ulrich Parzany, Dr. Johannes Reimer, Mario Wahnschaffe, Dr. John Y. Choi, Prof. Dr. Werner Kahl, Joe Calderon, Thomas Milk, Jesús Londoño, Richard Aidoo, Michael Kisskalt, Samuel Turkson und andere[…]

Kalender ohne christliche Feiertage: Akte geschlossen
[…]Die EU-Kommission muss nach einem peinlichen Missgeschick mit einem Schülerkalender ohne christliche Feiertage keine offizielle Rüge des EU-Ombudsmanns befürchten. Der Bürgerbeauftragte Nikiforos Diamandouros schloss am Montag die Akte, nachdem die Brüsseler Behörde sich entschuldigt und eine Berichtigung an alle Lehrer versandt hatte. Der EU-Kalender für das Schuljahr 2010/11 enthält die Feiertage mehrerer wichtiger Religionen, nicht aber christliche Feste wie Weihnachten und Ostern. Dieser Lapsus war einem irischen Priester aufgefallen, der sich im Januar empört an den Ombudsmann gewandt hatte. Es handele sich um eine «bedauerliche Auslassung», so die EU-Kommission. Man habe die Bekanntheit der christlichen Feiertage für selbstverständlich gehalten und keinesfalls das Christentum diskriminieren wollen. Die Kommission schickte an alle Lehrer ein Korrekturschreiben und zusätzliche Blätter mit den wichtigen Feiertagen der einzelnen europäischen Länder. In Deutschland waren rund 500.000 Exemplare des Schülerkalenders verteilt worden. Die nächste Ausgabe werde von vornherein alle Feiertage berücksichtigen, versicherte die EU-Kommission.[…]

Tod Bin Ladens: Kein Grund zur Freude
[…]Der Tod des Terroristenführers Osama bin Laden kann nach Auffassung des Friedensbeauftragten der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Renke Brahms, kein Grund zur Freude sein. «Ich würde es nicht mal als Erfolg bezeichnen», sagte der leitende Bremer Theologe am Montag in einem epd-Gespräch. Es sei immer richtig gewesen, Bin Laden zur Rechenschaft ziehen zu wollen, betonte Brahms. Dies könne aber nur mit rechtsstaatlichen Mitteln geschehen. Den Kopf des Terrornetzes Al Kaida gefangen zu nehmen und vor den Internationalen Gerichtshof zu stellen, wäre der richtige Weg gewesen, sagte Brahms: «Es kann nicht die erste Absicht sein zu töten.» Wenn er im Feuergefecht getötet worden sei, «ist das kein Grund zum Feiern» … Nach der Mitteilung vom Tod des Al-Kaida-Führers hat die US-Regierung ihre Staatsangehörigen im Ausland vor möglichen Vergeltungsmaßnahmen gewarnt und ihre Botschaften weltweit in Alarmbereitschaft versetzt. Brahms sagte, die Welt sei jetzt weder friedvoller noch sicherer geworden. «Damit ist weder der Terrorismus verschwunden noch Al Kaida», sagte er. Wichtig sei, in diesem Zusammenhang nach den Wurzeln des Terrorismus zu fragen, zu denen ein Missbrauch der Religionen und eine ungerechte Weltwirtschaftsordnung gehörten.[…]

Erfurter Bischof Joachim Wanke:
[…]Schon zu Zeiten der DDR bewegte den Bischof die Frage, wie Christen in einer weitgehend nichtchristlichen Umgebung leben und wie sie das Evangelium den Menschen in eben dieser Umgebung weitersagen können. Einladende und auskunftsfähige Kirche werden, ermuntert Wanke immer wieder seine Katholiken.Denn, so zeigt er sich überzeugt, „die Menschen werden nicht als Atheisten geboren“, und als Atheist bewusst zu leben sei auch nicht einfach angesichts der immer noch drängenden Fragen der Menschheit nach ihrem Woher und Wohin. „Christen können Antwort geben und sie wissen, dass unser Leben 80 Jahre und dann eine Ewigkeit dauern kann“, macht der Bischof Lebens- und Bekennermut[…]

Evangelisches Gymnasium Würzburg mit neuer Religiotenkultur
[…]In einer großen Runde stellten Verantwortliche des evangelischen Trägers das Konzept vor. Pfarrerin Susanne Wildfeuer sieht darin eine Chance, christliche Werterhaltung innerhalb einer Schulgemeinschaft zu erproben. „Wir wollen unsere Schüler mit dem Handwerkszeug ausrüsten, das sie brauchen, um als mündige Bürger ihre Aufgaben wahrzunehmen.“ Und dafür will die evangelische Kirche viel tun. Eine neue Lernkultur soll entstehen aus der Verbindung Schule mit Jugendarbeit und Diakonie. Um diese Jugendarbeit an der Schule kümmert sich Jugendpfarrer Christian Herpich als Mitglied der Schulleitung. Er will die Schüler für viele Themen begeistern und ihnen mehr Anerkennung vermitteln. Dafür steht auch ein zweites Zeugnis, weg von reinen Leistungsmerkmalen aus den Fächern. Was hat der Schüler für das soziale Klima der Klasse getan, wie teamfähig ist er, wie kreativ bei Problemlösungen? Ausdrückliches pädagogisches Ziel der neuen Schule soll es auch sein, das soziale und politische Engagement der Schüler zu fördern. Praktika in der Diakonie, die sich um gefährdete Jugendliche, ältere Menschen, Obdachlose und andere gesellschaftliche Gruppen kümmert, sind daher verbindlicher Bestandteil des Schullebens[…]

Gideonbund verteilte seine Schmöcker in Mecklenburg, nicht jeder war begeistert
[…]Einige Schüler zerrissen Bibeln. Nach Angaben des Gideonbundes wurden Bibeln vereinzelt abgelehnt oder auch zerstört. In Goldberg hätten einige Lehrer die Schüler zur Rückgabe der Bibeln aufgefordert; in Güstrow habe ein Schulleiter die Polizei gerufen und den Schülern die Annahme der Bibeln verboten, während einige Schüler Exemplare zerrissen und aus den Fenstern geworfen hätten; und in Zarrentin habe ein Schulleiter den ehrenamtlichen Gideonmitarbeitern mit Schlägen gedroht. Doch dies seien Einzelfälle gewesen, hieß es bei einem Treffen der Beteiligten im Christlichen Gästehaus Beth-Emmaus in Loiz bei Schwerin[…]