Christoph Casetti: „Schweiz braucht mehr Exorzisten“


Christoph Casetti Quelle: kath.ch

Domherr Christoph Casetti fordert mehr Exorzismus-Fachleute
Eigentlich müsste es in jedem Bistum eine mit dem Exorzismus vertraute Fachperson geben, sagte Christoph Casetti, Bischöflich Beauftragter für Pastoral im Bistum Chur, am Sonntag gegenüber der Presseagentur Kipa. Gleichentags berichtete die «SonntagsZeitung», dass die Nachfrage nach Exorzisten grösser geworden sei. Skeptisch gegenüber Casettis Anliegen äussert sich in der Zeitung Samuel Pfeifer, Chefarzt der psychiatrischen Klinik Sonnenhalde in Basel: Kirchliche Teufelsaustreibungen grenzten aus psychiatrischer Sicht an Scharlatanerie.

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Angesichts des Glaubensverlustes und der «Ausdünnung des christlichen Milieus» träten in der Gesellschaft verstärkt Besessenheits-Phänomene auf, unterstrich Casetti gegenüber Kipa. Auch sei der Satanismus im Vormarsch. Wenn man, wie der Glaube der katholischen Kirche lehre, davon ausgehe, dass es geistige Wesen namens Dämonen gebe, könne man feststellen, dass diese heute vermehrte Angriffsflächen fänden.

Arzt diganostiziert Geisteskrankheit

Es schaudere ihn, wenn er von neuen Exorzisten höre, sagte der Chefarzt der Psychiatrischen Klinik Sonnenhalde in Riehen (BS), Samuel Pfeifer, gegenüber der «SonntagsZeitung». Wo der Exorzist den Teufel sehe, diagnostiziere der Arzt meist eine Geisteskrankheit.

Wie die «SonntagsZeitung» weiter berichtet, haben Exorzismus-Anfragen stark zugenommen. Gemäss Jacques Le Moual, Exorzist mit bischöflichem Auftrag im Bistum Lausanne-Genf-Freiburg, haben sich die Anfragen in den letzten zehn Jahren verdoppelt.

Fehlende Ausbildung

In der Schweiz verfügt derzeit einzig das Bistum Lausanne-Genf-Freiburg über Exorzisten mit bischöflichem Auftrag; dabei handelt es sich um ein dreiköpfiges Team. In den anderen Bistümern werden von Fall zu Fall speziell damit beauftragte Priester für Exorzismen aufgeboten: Oft fehle es diesen jedoch an einer entsprechenden Ausbildung, bedauerte Casetti gegenüber der Zeitung.

2 Comments

  1. „Kirchliche Teufelsaustreibungen grenzten aus psychiatrischer Sicht an Scharlatanerie.“

    Falsch! sie grenzen nicht daran, sie sind scharlatanerie! wenn nicht sogar schlimmeres!

    „Wo der Exorzist den Teufel sehe, diagnostiziere der Arzt meist eine Geisteskrankheit.“

    klaro, wo doch auch religion eine geisteskrankheit ist: wahnvostellungen an ein höheres wesen, das aus lehm einen menschen gebacken hat etc…

    es ist eher selten, dass der psychisch kranke seine eigene krankheit diagnostizieren kann.

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  2. Worauf die Schweiz – und die Welt insgesamt – gerne verzichten könnten, sind verbrecherische Pfaffen, die Kinder mißbrauchen und Kinder prügeln. Hat denn dieser offenbar geisteskranke Domherr immer noch nicht mitbekommen, welches Unheil katholische Exorzisten weltweit bisher schon angerichtet haben ? Religioten wie Casetti sind zweifellos Relikte aus längst überholt geglaubten, mittelalterlichen Zeiten. Man müßte diese Leute, samt dem Exorzistenbefürworter Ratzinger, in lebenslängliche Sicherungsverwahrung nehmen. Denn allein schon die Forderung nach mehr Exorzisten müßte als Anstiftung zu einem Verbrechen strafrechtlich geahndet werden. Den Ratzinger sollte man daher bei seinem geplanten Besuch in Deutschland wegen Förderung und Beihilfe zu kriminalistischen Aktivitäten in Haft nehmen und vor Gericht stellen.

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