Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Evangelische Homo-Hetze
[…]Im EKD-Pfarrdienstgesetz werden biblische Gebote aus dem Zusammenhang gerissen und nach abstrakten Prinzipien umgedeutet. Diesen Vorwurf erhebt ein „Initiativkreis Evangelisches Kirchenprofil“. Ihr Sprecher ist der Theologieprofessor Rainer Mayer (Stuttgart).
Die Kritik richtet sich gegen den in den Paragraphen über „Ehe und Familie“ eingefügten Begriff des „familiären Zusammenlebens“, der die Gleichsetzung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften mit der Ehe verschleiert. Dieses „kirchenpolitische Verhandlungsergebnis“ der EKD-Synode stehe im Widerspruch zum biblischen Zeugnis und breche mit der „Geschlechter- und Sexualethik, die in der weltweiten Christenheit von Beginn an gemeinsame Überzeugung war und ist“. Die „vernebelnde Öffnungsformel“ vom familiären Zusammenleben solle die Landeskirchen „unter bewusstem Verzicht auf geistliche und begriffliche Klarheit“ „langfristig gleichschalten“. In Wirklichkeit verschärfe sie die Spannungen innerhalb der EKD, heisst es in einer Stellungnahme des Initiativkreises. Die ideologischen Argumentationsmuster der politischen Schwulen- und Lesbenbewegung beeinflussten vielfach das kirchliche Denken und verdrängten oftmals die Bindung an den lebensdienlichen biblischen Realismus in kirchlichen Verlautbarungen. Ausdrücklich dankt der Initiativkreis der badischen Landessynode, dass sie den kritisierten Abschnitt des EKD-Pfarrdienstgesetzes nicht in ihre Gesetzgebung übernommen habe. Laut Mayer wird das Anliegen, das Vertrauen in die Kirche durch Schärfung des theologischen EKD-Profils zu stärken, von weit mehr als 1.000 Professorinnen und Professoren der Theologie und Philosophie, Pfarrern, Philologen und Pädagogen sowie engagierten protestantischen Christen unterstützt.[…]

Radikal, fundamental, pro-life
[…]In den USA hat die pro-life-Bewegung die katholische Kirche unglaublich gestärkt und mit Leben erfüllt. Auch für den deutschen Sprachraum wäre das eine Möglichkeit, auf die die Bischöfe setzen könnten. Bischof Burbidge, denke ich, hat die Wichtigkeit des Lebensschutzes erkannt und verstanden, wie wichtig es ist, mit den Gläubigen solidarisch zu sein und diese Aktion zu unterstützen. Ich muss gestehen, dass mir auch der Unterschied zum deutschen Sprachraum schmerzhaft zu Bewusstsein kam. Mir ist – mit Ausnahme von Weihbischof Andreas Laun von Salzburg – kein einziger Bischof und Kardinal im deutschen Sprachraum bekannt, der vor Abtreibungskliniken betet. Ganz im Gegenteil wird in Österreich die Aktion Leben von den Bischöfen finanziell und infrastrukturell massiv unterstützt. Dabei handelt es sich um eine pro-choice-Organisation, die für die Verwendung von Verhütungsmitteln eintritt und ergebnisoffene, d.h. tötungsoffene, Schwangerschaftsberatungen durchführt. Ich frage mich, wie das nach dem Donum-Vitae-Skandal in Deutschland noch möglich ist? Warum gehorchen die österreichischen Bischöfe dem Heiligen Vater nicht? Als Katholik muss ich mich zudem fragen, ob es moralisch noch verantwortbar ist, Kirchenbeitrag zu zahlen, wenn dieses Geld u.a. einer Organisation zukommt, die durch ihre Überzeugungen und Aktivitäten Frauen großen Schaden zufügt. Neben dem Ankommen der Polizisten wurde mir die Wirksamkeit des Betens vor Abtreibungseinrichtungen auch dadurch bestätigt, dass mir meine Bekannte erzählte, dass vor einiger Zeit in Raleigh eine Abtreibungsklinik, vor der sie längere Zeit gebetet hatte, geschlossen wurde. Kurz gesagt: Gebet wirkt![…]

Berlin braucht einen JP2 Platz
[…]Berlin (kath.net) Die Stadt Berlin sollte eine Straße oder einen Platz nach dem neuen Seligen Johannes Paul II. benennen. Dafür plädiert Christoph Lehmann in einem Kommentar der Berliner Morgenpost vom Freitag. Lehmann ist Rechtsanwalt, Mitglied der Berliner CDU und war Initiator des Volksbegehrens „Pro Reli“ … Der Platz, den Lehmann zur Umbenennung vorschlägt, ist der Südstern. „Der jetzige Name ist eine Verlegenheitslösung der Nachkriegszeit. Neben dem Platz befindet sich heute die Nuntiatur, die diplomatische Vertretung des Heiligen Stuhls in Deutschland. Dort liegt auch die Johannes-Basilika, Heimat der polnischen Gemeinde in Berlin. Die Umbenennung wäre damit auch eine Geste gegenüber unseren polnischen Nachbarn[…]

Jesus-Schmonzette
[…]In Köln haben die Dreharbeiten für den Film „Jesus loves me“ begonnen. In der Verfilmung des Buches von David Safier verliebt sich eine Frau in Jesus, der in der heutigen Zeit lebt und den nahen Weltuntergang verkündet. In dem Film, der im Herbst in den deutschen Kinos gezeigt wird, geht es um eine junge Frau namens Marie (gespielt von Jessica Schwarz), die sich in den gutaussehenden und selbstlosen Jeshua (gespielt von „Vincent will Meer“-Star Florian David Fitz, der auch Regie führt und das Drehbuch verfasst hat) verliebt. Der kommt laut Pressetext aus Palästina, hat eine unvorteilhafte Frisur und weiß nicht, was eine Tomate ist. Zudem meint er, die Mission zu haben, den Weltuntergang vorzubereiten. Beziehungsprobleme sind also vorprogrammiert. In weiteren Rollen treten Henry Hübchen, Hannelore Elsner und Peter Prager auf, gedreht wird in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg.[…]

Bin Laden und die Verschwörungstheorien
[…]Manche sagen, Osama bin Laden ist schon lange tot. Andere behaupten steif und fest, dass er noch am Leben sei. Nach dem Tod des Al-Kaida-Führers gibt es im Internet viele Stimmen, die US-Präsident Barack Obama nicht glauben wollen. Sie sehen eine Verschwörung am Werk, eine gewaltige Manipulation der Weltöffentlichkeit. Die Chiffre 9/11 und alles, was der Zerstörung des World Trade Center in New York folgte, ist zu einem Klassiker der Verschwörungstheorien geworden[…]

Osama-Tod: Merkel freut sich, anderen Christen gefällt das nicht
[…]Kritik an Merkel kam ebenfalls vom Sprecher des Arbeitskreises Engagierter Katholiken in der CDU, Martin Lohmann. „Das Lebensrecht ist unteilbar“, sagte er der „Berliner Zeitung“. Die Tötung eines Menschen könne für einen Christen nie Grund zur Freude sein. Froh könne man darüber sein, dass nun die Gefahr des Terrorismus gedämmt sei, doch wäre es besser gewesen, Osama bin Laden festzunehmen und vor Gericht zu stellen. Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) hält nichts von überschwänglicher Freude über die Tötung Osama bin Ladens. Über den Tod des Terroristen sei er zwar erleichtert, empfinde aber kein Triumphgefühl darüber wie viele Amerikaner, sagte Thierse am Dienstagabend in Saarbrücken. „Uns Deutschen ist hoffentlich jede Feier von militärischen Erfolgen vergangen“, fügte er hinzu. In der Frage, ob die Tötung Bin Ladens durch US-Elitesoldaten mit einer christlichen Überzeugung vereinbar ist, wollte sich Thierse nicht festlegen. „Ein ganz einfaches Urteil zu fällen, fällt mir schwer“, sagte er.[…]

Zensus 2011: IBKA kritisiert den Fragebogen
[…]Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) kritisiert den Zensus hinsichtlich der Fragen nach dem weltanschaulichen Bekenntnis. Angehörige nichtreligiöser Weltanschauungen hätten hier unzureichende Antwortmöglichkeiten. “Der Fragebogen der kommenden Volkszählung bietet Nichtreligiösen als Antwort auf die Frage nach der Religion oder Weltanschauung nur zwei Möglichkeiten. Diese haben lediglich die Wahl zwischen ‘Sonstige Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung’ und ‘Keine Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung’. Eine Differenzierung zwischen religiösen und nichtreligiösen Weltanschauungen wird nicht angeboten”, beklagt René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA. Mit einer Entscheidung für ‘Sonstige Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung’ gerate man ungewollt in Gesellschaft von Anhängern ‘exotischer’ Religionen. Daher empfiehlt der IBKA Konfessionslosen, die Frage mit ‘Keine Religion, Glaubensrichtung oder Weltanschauung’ zu beantworteten, selbst wenn sie sich einer Weltanschauung zurechnen. Auf diese Weise werde die Chance maximiert, dass das Ergebnis des Zensus den Anteil der nichtreligiösen Bevölkerung korrekt wiedergibt. Hieran müssten Nichtreligiöse ein Interesse haben, damit sie in Gesellschaft und Politik die Beachtung finden, die ihnen zukommt[…]

Die Caritas braucht eine theologische Präambel ????
[…] Die Caritas gehöre aber ganz wesentlich zum Grundvollzug der Kirche, betonte der Tiroler Bischof, der auch in der Österreichischen Bischofskonferenz für den Bereich „Caritas“ zuständig ist. Kirche sei kein Selbstzweck, sondern „Zeichen und Werkzeug für die heilsame Zuwendung Gottes zum Menschen“. Erny Gillen, Präsident der Caritas Europa, unterstrich die Ausführungen des Bischofs. „Eine gläubige Gemeinschaft kann Diakonie nicht an die Hilfsorganisation Caritas auslagern. Ebenso kann Caritas das Gebet nicht allein der gläubigen Gemeinschaft rückspielen“, sagte Gillen wörtlich. Eine Herausforderung für die Zukunft der Caritas als Organisation liegt laut Gillen darin, „intern Raum für Gebet und Glauben zu schaffen“. Bereits jetzt sei die „Caritas Internationalis“ dabei, in ihre Satzungen eine theologische Präambel einzubauen, um damit auch Vorbild für alle nationalen Caritas-Organisationen sein, das theologische und religiöse Fundament zu stützen. Gillen bezog sich in seinen Vortrag oft auf die Enzyklika „Deus Caritas est“ von Papst Benedikt XVI., in welcher der Papst die karitative Arbeit als ureigenste Aufgabe der Kirche bezeichnet[…]

Kirchen gegen „Pro-Köln“
[…]Die katholische und die evangelische Kirche in Köln stellen sich gegen eine von der rechtsgerichteten Organisation „Pro Köln“ für Samstag geplante Demonstration. Der sogenannte „Marsch der Freiheit“ richte sich wie alle anderen Aktionen der „Pro Köln“-Bewegung gegen muslimische Mitbürger und deren Recht auf würdige Gebetsstätten, kritisierten der Evangelische Kirchenverband Köln und Region sowie der Katholikenausschuss der Stadt. Sie rufen im Rahmen des Bündnisses „Köln stellt sich quer“ zur Teilnahme an einem ökumenischen Gottesdienst zum Thema „Freiheit“ ebenfalls am Samstag auf. In einer gemeinsamen Stellungnahme, die bereits anlässlich des von „Pro Köln“ 2008 veranstalteten „Anti-Islamisierungskongresses“ verfasst und nun fortgeschrieben wurde, distanzieren sich Kirchenverband und Katholikenausschuss von „Pro Köln“. Die Bewegung agitiere gegen den Bau von Moscheen und bekämpfe damit das Recht auf freie Religionsausübung. „Pro Köln“ setze Islam mit Islamismus und Terrorismus gleich, schüre damit in der Bevölkerung Ängste und diffamiere ein gelingendes interkulturelles Zusammenleben in Köln.[…]

Gericht: Organist kämpft nach Kündigung um Job
[…]Ein Kirchenmusiker kämpft 13 Jahre nach seinem Rauswurf um die Rückkehr an seinen Arbeitsplatz. Die katholische Kirche hatte ihm 1998 gekündigt, weil er sich von seiner Ehefrau getrennt hatte und vor der Scheidung eine außereheliche Beziehung eingegangen sein soll. Vor den deutschen Arbeitsgerichten hatte der Organist stets verloren. Dann lag sein Fall sieben Jahre lang beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte – bis er dort im vergangenen Jahr gewann. Der Gerichtshof sieht die Menschenrechte des Klägers verletzt. So sei gegen Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention, die Achtung des Privat- und Familienlebens, verstoßen worden. An diesem Mittwoch verhandelt nun das hiesige Landesarbeitsgericht über eine Wiederaufnahme seines Verfahrens, kündigte ein Gerichtssprecher an. Kernpunkt des Streits ist zunächst die Frage, ob auch Fälle, die vor 2006 rechtskräftig abgeschlossen waren, neu aufgerollt werden können.[…]

Man kann es auch übertreiben …
[…]Rhein-Neckar-Kreis. War die „heftige Umarmung“, die sich zwischen einem Priester der katholisch-kroatischen Gemeinde Mannheim-Mosbach und einer Frau abgespielt haben soll, eine Grenzüberschreitung? Die Erzdiözese Freiburg hat den Geistlichen vorübergehend beurlaubt, bis diese Frage beantwortet ist. In einer Gemeinde des Rhein-Neckar-Kreises, nahe zum Neckar-Odenwald-Kreis, war es im Beisein weiterer Personen zu dieser „heftigen Begrüßung“ gekommen, die der jungen Frau offensichtlich zu weit gegangen ist. Ihre Familie wandte sich deshalb an die Erzdiözese … Der Seelsorger wurde beurlaubt und die katholisch-kroatische Gemeinde über eine offizielle Erklärung im Gottesdienst darüber informiert, dass es die entsprechenden Vorwürfe gibt, die von dem Priester bestritten werden. „Wir empfehlen ganz bewusst, dass sich Betroffene grundsätzlich an die Staatsanwaltschaft weden, um solche Vorkommnisse sozusagen von einer neutralen Instanz prüfen zu lassen“, erläuterte Pressesprecher Robert Eberle[…]

Verlogener Diakonie-Ausbeuterverein
[…]Demet K.* (*Name geändert) hatte sich so gefreut: Endlich hatte sie einen Ausbildungsplatz in Aussicht. Im Haus Clarenbach sollte die gebürtige Türkin zum 1. April ihre Ausbildung zur Altenpflegerin beginnen. Wenige Wochen vor diesem Termin erhielt K. dann plötzlich die Absage. Die Begründung: Sie gehöre keiner christlichen Glaubensgemeinschaft an. Träger des Hauses ist die Evangelische Alten- und Pflegehilfe Remscheid (Diakonie). Für die 25-Jährige war die Nachricht ein Schock. „Ich habe dort doch meine praktische Prüfung zur Altenpflegehelferin mit ,sehr gut‘ bestanden.“ Außerdem habe sie während ihrer schulischen Ausbildung und bereits davor Praktika im Lüttringhauser Pflegeheim absolviert. „Alle waren mit meiner Arbeit zufrieden und wussten, dass ich Muslimin bin“, erzählt die junge Frau. Die Ausbildung zur Altenpflegerin sollte sich nahtlos an ihre einjährige Ausbildung zur Altenpflegehelferin anschließen. Jetzt steht K. allerdings ohne Job dar, einen anderen Ausbildungsplatz konnte sie auf die Schnelle nicht finden.[…]

Österreich: Ethikunterricht
[…]Wien, Die katholischen Schulverantwortlichen plädieren für einen verpflichtenden Ethikunterricht für all jene Schüler, die – aus welchen Gründen auch immer – keinen konfessionellen Religionsunterricht besuchen. Das ist das Ergebnis der Beratungen der Schulamtsleiter der österreichischen Diözesen, die am Montag und Dienstag in Wien unter dem Vorsitz von Kardinal Christoph Schönborn stattgefunden hat. Ein solches Modell wäre für die Oberstufe, beginnend mit der 5. Klasse AHS und den ersten Klassen der berufsbildenden Mittleren und Höheren Schulen ab dem Schuljahr 2012/13 „leicht finanzierbar“, hielten die Schulamtsleiter fest, die ihre Konferenz im Vorfeld der parlamentarischen Enquete zum Ethikunterricht abhielten[…]

Vatikan: Nach Rauswurf des australischen Bischofs nun das:
[…]Der Vatikan hat der Weltunion der katholischen Presse (UCIP) die Anerkennung als katholische Vereinigung gemäß dem Kirchenrecht entzogen. Die UCIP müsse ab sofort aus ihrem Namen das Adjektiv „katholisch“ streichen, heißt in einem Schreiben des päpstlichen Laienrates an die Spitze der Organisation, das jetzt bekannt wurde. Dies bestätigte Bernhard Sassmann gegenüber „Kathpress“, der bis zu dieser Entscheidung als UCIP-Präsident fungierte[…]