Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

VORSICHT! Satire 😀
Hat Berger doch recht … ???
[…]“Der gesamte Klerus sei an die heiligen Gelübde erinnert, die er bei der Priesterweihe ablegte.“ Sie sollten wissen, daß nur ein Minderjähriger alle zwei Monate erlaubt ist. Der Papst erklärte weiter, er sei entsetzt gewesen, daß die Zahl der Mißbrauchsopfer fast zehnmal höher war, als die Kirche normalerweise toleriere. Der Heilige Vater gelobte, mit neuen Reformen die Mißbrauchsquote auf 5 Kinder pro 1000 Kleriker zu senken. „Die Wahrheit ist, daß es immer eine geringe Mißbrauchsrate geben wird – es ist einfach unvermeidlich“, erklärte ein Sprecher des Vatikans. „Aber die Tatsache, daß die jungen Knaben in den letzten Jahrzehnten immer hübscher wurden, ist keine Entschuldigung der eklatanten Verletzung jahrhundertealter kirchlicher Grenzen“. „Die Mehrheit der Priester will überhaupt keine Kinder belästigen“, fügte er hinzu. „Aber denen, die es dennoch tun wollen, müssen wir vernünftige Grenzen aufzeigen.“ Nach der Rede des Papstes gab der Vatikan eine Pressemitteilung heraus, in denen die anstehenden Maßnahmen näher erläutert wurden[…]

Leopold von Gumppenberg: „Radikaler Glaube löst die Kirchenkrise“
[…]Schauen wir uns doch um. Unsere Brüder in der evangelischen Kirche haben all das, was gefordert wird: keinen Zölibat, Frauenpriestertum, demokratische Strukturen usw. Und sind deren Kirchen voll? Nein, sie plagen genau die gleichen Probleme, wie sie bei uns herrschen. Es handelt sich mithin doch nicht, wie von „Wir sind Kirche“ prognostiziert, um eine Strukturkrise! Wir haben eine Gotteskrise, eine Glaubenskrise! Es geht darum, die teilweise oben dargestellten Geheimnisse unseres Glaubens zu verstehen! Dies ist ein schwerer und steiniger Weg. Und sicherlich wird man Rückschläge erfahren und nicht jeder wird genug Kraft haben, den Weg zu Ende zu gehen. Doch er führt zu einem unbeschreiblichen Gottesbewusstsein, zu einem unglaublichen Glück. Auf diesem Weg braucht man allerdings Führung und Hilfe! Und was liegt näher, als diese Hilfe durch die von Jesus Christus persönlich eingesetzte und seit 2000 Jahren bestehende katholische Kirche zu bekommen! Letztlich kann jeder, der soweit ist und diesen Weg gegangen ist, gar nicht anders, als jeden Sonntag voller Freude in die Hl. Messe zu gehen. Unsere Kirchen wären, ohne jede Änderung einer Struktur, wieder voll[…]

150 Blogger waren im Vatikan
[…]Lombardis Aussage, er selbst informiere sich jeden Morgen nach der Heiligen Messe auf einigen ausgewählten Blogs, was in der Medienwelt aktuell vor sich gehe, stieß bei den Anwesenden durchaus auf Begeisterung. Auch der Papst sei sehr interessiert und sich sehr klar darüber, was in der Welt der Neuen Medien vor sich gehe. Insbesondere betonte der Pressesprecher des Heiligen Stuhls, wie notwendig die Hilfe der Blogger sei, wenn es darum ginge, theologisch und sprachlich schwer zugängliche vatikanische Dokumente in die „Alltagssprache zu übersetzen“ und somit einer breiteren Masse von Interessierten leichter vermitteln zu können. Letztlich könne die Botschaft des Heiligen Vaters so auch transparenter und klarer transportiert werden. Im weiteren Verlauf wurde noch verschiedene Medieninitiativen vorgestellt, darunter die geplante – noch nicht freigeschaltete – neue Internetplattform http://www.news.va, die einen äußerst ansprechenden visuellen Eindruck macht und mehrere vatikanische Informationskanäle und Medienauftritte wie den Osservatore Romano, Radio Vatikan usw. auf einer Seite bündeln wird[…]

Keine Wunder in Südkorea 😀
[…]Naju (kath.net) Der Erzbischof der südkoreanischen Diözese Kwangju, Hyginus Kim Hee-jung, bekräftigt gegenüber der Diözese seine ablehnende Haltung zu dem Wallfahrtsort Naju. Die Glaubenskongregation des Vatikans habe ihm am 30. März einen Brief geschickt, in dem sie die in Naju seit 1985 angeblich geschehenden Phänomene als „nicht echte christliche Lehre“ ablehnt. Das meldet die Agentur Ucanews. In dem südkoreanischen Ort Naju sollen seit 1985 viele Wunder der Gottesmutter und eucharistische Wunder geschehen und durch Frau Julia Kim Botschaften gegeben worden sein, wobei die Ereignisse andauern. Der verantwortliche Erzbischof steht den Vorkommnissen ablehnend gegenüber, andere Bischöfe und Priester glauben hingegen an die Echtheit und bezeugen gute Früchte.[…]

Radikale evangelikale Evangelisation
[…]“Christsein ist mehr, als sonntags in der Kirche zu sitzen“ – diese Erkenntnis erhofft sich der Theologe und Kabarettist Torsten Hebel für die Besucher des dreitägigen Jugendkongresses „Mind the Gap“, der am Freitag mit 3.500 überwiegend jugendlichen Teilnehmern in Düsseldorf startet. Veranstalter ist „Willow Creek Deutschland“, eine Organisation, die regelmäßig Kongresse für Mitarbeiter christlicher Kirchen und Gemeinden durchführt. Der Glaube müsse gesellschaftsrelevant im Dienst der Nächstenliebe praktiziert werden, sagte Hebel, Hauptredner und einer der Initiatoren des Kongresses, am Donnerstag in einer Pressekonferenz. Missionarisches und evangelistisches Engagement funktioniere nur zusammen mit sozial-diakonischen Diensten. „Die Tat ist die Währung, in der das Evangelium ausgezahlt wird. An der Liebe sollen die Menschen uns Christen erkennen“, unterstrich Hebel, der in Berlin das soziokulturelle Projekt „[blu:boks]“ für sozial schwache Kinder und Jugendliche gegründet hat[…]

Der neue katholische Militärbischof Franz-Josef Overbeck zu Afghanistan
[…]Wegen der instabilen Sicherheitslage werde der Einsatz «noch Leid und Tod auch über die deutschen Einsatzkräfte» bringen, sagte Overbeck der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Freitagsausgabe). «Gleichwohl sehe ich um der Menschen in Afghanistan willen keine Möglichkeit, sich in radikalpazifistischer Weise von diesem Einsatz zu distanzieren und zu sagen, wir ziehen uns einfach da raus», sagte Overbeck, der am Freitag in sein neues Amt eingeführt werden sollte[…]

Brasilien: Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften anerkannt
[…]Zehn von elf Richtern votierten am Donnerstag (Ortszeit) dafür, ein Richter enthielt sich der Stimme. Damit sind gleichgeschlechtliche Partnerschaften denen von Mann und Frau rechtlich gleichgestellt, wie die Tageszeitung «O Globo» berichtete. Eine Heirat ist homosexuellen Paaren jedoch nicht erlaubt. Die brasilianische Verfassung schließe homosexuelle Lebenspartnerschaften nicht aus, argumentierten die Richter in ihrer Urteilsbegründung. «Die freie Ausübung der eigenen Sexualität ist Teil der individuellen Entfaltungsfreiheit», sagte der oberste Richter Carlos Ayres Britto. Die katholische Kirche hatte sich entschieden gegen eine Anerkennung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften ausgesprochen. Nach ihrer Auffassung sieht die Verfassung nur die Gemeinschaft von Mann und Frau vor. «Die Vielfalt hat ihre Grenzen,» sagte der Vertreter der katholischen Bischofskonferenz, Hugo José de Oliveira. Schwulen- und Lesbenorganisationen begrüßten den Richterspruch. «Wie zivilisiert ein Land ist, lässt sich daran messen, wie es mit seinen Homosexuellen umgeht», sagte der Vorsitzende des Schwulen-, Lesben- und Transsexuellenverbandes im Bundesstaat Rio de Janeiro, Cláudio Nascimento. Nach offiziellen Angaben gibt es in Brasilien rund 60.000 gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. In Lateinamerika sind homosexuelle Gemeinschaften nur in wenigen Ländern anerkannt. In Argentinien dürfen gleichgeschlechtliche Paare seit Juli 2010 heiraten, seit Dezember auch in Mexiko-Stadt. Eine Lebenspartnerschaft mit geregeltem Erb- und Rentenrecht dürfen gleichgeschlechtliche Paare seit 2008 in Uruguay eingehen.[…]

TV: Bibel-Quatsch mit Käßmann
[…]Margot Käßmann steht für einen neuen „Terra X“-Zweiteiler in Berlin vor der Kamera. Sie übernimmt in der ZDF-Dokumentation mit dem Arbeitstitel „Hat die Bibel Recht?“ die Rolle der Präsentatorin. Der Zweiteiler fragt nach den historischen Hintergründen des Alten Testaments und trägt archäologische Spuren zusammen. Die Dreharbeiten der Moderationen mit Margot Käßmann im Kunstquartier Bethanien in Berlin dauern voraussichtlich noch diese Woche. Die dokumentarischen Teile entstanden in Marokko und Israel. Die „Terra X“-Dokumentation wird voraussichtlich Anfang 2012 im ZDF zu sehen sein.[…]

Wie der Wachturm machen es jetzt die Evangelen
[…]München (epd). Die Evangelische Kircheneintrittsstelle im Dekanat München hat ihr dreijähriges Bestehen mit einer Straßenaktion gefeiert. Unter dem Motto „gerne evangelisch“ haben die Mitarbeiter mit einem Infostand am Sendlinger Tor für einen Kircheneintritt geworben. Für prominente Unterstützung sorgte die Münchner Regionalbischöfin Susanne Breit-Keßler. Die Aktion sei eine „großartige Idee“, sagte Breit-Keßler. Es sei Aufgabe der Kirche, auf die Menschen zuzugehen und sie persönlich zum Gespräch einzuladen. „Wir dürfen keine ‚versessene Kirche‘ sein“, mahnte die Regionalbischöfin. Zum Auftakt der Aktion hatte Stadtdekanin Barbara Kittelberger erklärt: „Wir müssen präsenter in der Öffentlichkeit werden.“ Sie plädierte daher für weitere öffentlichkeitswirksame Maßnahmen wie Plakataktionen mit Münchner Prominenten.[…]

Gottesdienste für Geschiedene, sonst noch was???
[…]München (epd). Die Münchner Kirchen bieten künftig zweimal jährlich einen ökumenischen Gottesdienst für geschiedene und getrennt lebende Paare an. Bei der Veranstaltung, die abwechselnd in einer katholischen oder evangelischen Kirche stattfinden wird, „können sich die Betroffenen mit jenem Teil ihrer Lebensgeschichte auseinandersetzen, der von Trennung und Scheidung geprägt ist“, sagte Gudrun Preß vom Vorbereitungsteam in München. Die neue ökumenische Gottesdienstform ist einmalig in Bayern: „Bislang gibt es vergleichbare Veranstaltungen nur in Stuttgart und Hannover“, sagte Preß, die evangelische Beauftragte für Alleinerziehendenarbeit in München. Viele geschiedene oder getrennt lebende Paare fänden in herkömmlichen Gemeinden nicht die Angebote, die sie sich wünschten. Gleichwohl hätten sie einen großen Bedarf an Zuspruch und Begleitung. Die Gottesdienste würden nun ganz bewusst einen Raum schaffen für die Fragen und Bedürfnisse der Betroffenen[…]

Österreich erhält viele neue Priester
[…]Die Erzdiözese Wien kann sich in diesem Jahr über einen neuen Höchststand bei den Priesterweihen freuen. Insgesamt werden in den nächsten Wochen 23 Neupriester auf dem Gebiet der zahlenmäßig größten Diözese Österreichs geweiht. So viele Neupriester wurden in Wien seit vielen Jahren nicht verzeichnet. Für 2009 etwa weist die offizielle „Kirchliche Statistik“ für die Erzdiözese nur acht Priesterweihen aus[…]

Katholische Kirche contra Evangelische Kirche: Bischof Müller gibt nicht auf 
[…]KNA: Ihre jüngsten Ausführungen zur antipäpstlichen Polemik Luthers haben auf der anderen Seite Irritationen hervorgerufen. 
Müller: Worum geht es denn dabei? Doch nicht, wie es in manchen Berichten hieß, um ein einzelnes isoliertes Zitat. Dass der Papst der Antichrist sei, ist eine durchgängige Konstante in den Schriften Luthers. Die Polemik richtete sich auch nicht gegen den Papst als einzelne Person, sondern gegen die katholische Kirche als Institution, die sich zwischen Gott und den Menschen dränge. In der Lutherdekade, die in das Gedenkjahr 2017 mündet, sollten nicht nur die positiven Aspekte seines Wirkens herausgestellt werden. Es geht auch darum, die belastenden und trennenden Elemente historisch und theologisch aufzuarbeiten, wie es in der Wissenschaft auch geschieht. Luthers damaliger Polemik entspricht im heutigen ökumenischen Dialog die Sachfrage, inwiefern die Kirche an der Heilsvermittlung beteiligt ist. Es macht einen großen Unterschied, ob die Kirche gegenüber Christus in einer Konkurrenz gesehen wird, sich ihm mit einer „Anti“-Haltung in den Weg stellt, oder in einer dienenden Funktion. Nur das Letztere kann der Fall sein. Das hat auch das Zweite Vatikanische Konzil bekräftigt.[…]

Diakonie: „Erbschafts-Fundraising“, elendige Erbschleicherei wäre wohl angebrachter
[…]Kern hob hervor, dass das Erbschaftsmarketing einen „langen Atem“ brauche, der Verpflichtung und Verantwortung bedeute. Man müsse sehr genau die Lebenssituation des Erblassers kennen und eine Beziehung zu ihm aufbauen. Dazu gehörten etwa Einladungen zu Veranstaltungen und regelmäßige Besuche, Kenntnisse über Alter, Krankheit und Tod, die Erstellung eines Testaments und die Organisation einer würdigen Bestattung. „Der Erbschaftsfundraiser ist kein Leichenfledderer, sondern einer, der das Erbe eines vertrauten Menschen einsetzen will zur Schaffung einer humareren Gesellschaft.“ Nach den Worten des Finanzchefs der hessen-nassauischen Diakonie, Wilfried Knapp, ist das Fundraising als zusätzliche Einnahmequelle „nicht mehr wegzudenken“. Es ermögliche in vielen sozialen Einrichtungen das „gewisse Extra“, Leistungen also, die sonst nicht mehr erbracht werden könnten. Knapp würdigte auch das Engagement von Ehrenamtlichen bei der Beschaffung von Spenden[…]

Hoffentlich werden die „Gottlosen“ noch mehr
[…]Europa ist ein „geistliches Notstandsgebiet“. Das hat der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Evangelikaler Missionen (AEM), Missionsdirektor Detlef Blöcher (Sinsheim bei Heidelberg), festgestellt.
Mit einem Bevölkerungsanteil Evangelikaler von 2,5 Prozent sei es im Vergleich der Kontinente inzwischen das Schlusslicht. Deutschland liege mit 2,1 Prozent noch darunter, so Blöcher in seinem Jahresbericht für die AEM-Mitgliederversammlung, die am 4. und 5. Mai in Essen tagte. Er bezog sich auf Angaben der aktuellen Ausgabe der Enzyklopädie „Operation World“. Das Buch belege, dass sich weltweit die Zahl der Evangelikalen in den letzten 20 Jahren auf rund 600 Millionen verdoppelt habe. Der Säkularisierung in Europa stünden „kraftvolle geistliche Aufbrüche“ in vielen Ländern der Südhalbkugel gegenüber. Blöcher begrüßte, dass die dortigen Christen verstärkt Missionare nach Europa senden. Ferner ging er auf die zahlreichen Naturkatastrophen 2010 und 2011 ein, darunter die Erdbeben in Haiti und Japan. Viele AEM-Werke hätten den Opfern großzügig geholfen, meist in Zusammenarbeit mit Partnerkirchen vor Ort. Oft hätten Missionswerke, die schon lange in den betroffenen Ländern tätig sind, die Koordination der Hilfe übernommen: „Unter ihrer Schirmherrschaft leisteten viele weitere Werke Not- und Aufbauhilfe und halfen bei der Trauma-Verarbeitung.“
AEM hat jetzt 103 Mitgliedswerke[…]