Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Helmut Kohl ermutigt Orbán und seine religiös-national-faschistische Politik (???)
[…]Ludwigshafen am Rhein (dts Nachrichtenagentur) – Zum Abschluss seines Deutschlandbesuchs traf Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán am Freitag mit Altkanzler Helmut Kohl zum Vier-Augen-Gespräch in dessen Privathaus zusammen. Wie die „Bild-Zeitung“ (Samstagausgabe) berichtet, tauschten sich Orbán und Kohl über aktuelle politische Themen aus, vor allem über die Frage, wie es im Vereinten Europa weitergehen sollte, die Situation in Ungarn und in Deutschland, die Lage der Kirche und die Beziehungen zu Amerika, Russland und China. Zur Kritik an Orbán wegen des neuen Mediengesetzes und der neuen ungarischen Verfassung seien sich Kohl und Orbán einig, dass in Europa allzu klare politische Mehrheiten oft als Gefahr statt als Chance empfunden würden, so der Bericht. [smartads] Helmut Kohl habe seinen Freund Orbán ermutigt, sich nicht beirren zu lassen.[…]

Matussek päpstlicher als der Papst
[…]Der Schriftsteller und Autor Matthias Matussek („Das katholische Abenteuer“) hat sich gegen die Kirchenkritiker Hans Küng und Heiner Geißler gewandt. In einem Interview des Nachrichtenmagazins „Focus“ sagte Matussek, dies seien „zwei alte, narzisstisch gekränkte Männer, die sich jeweils für den besseren Papst halten. Auf jeden Fall für unfehlbarer“. Matussek forderte eine Rückkehr der katholischen Kirche zur Tradition. In einer „völlig enthemmten Gesellschaft“ müsse sich gerade die Avantgarde zur Tradition bekennen, sagte er. Matussek verteidigte den Zölibat als stärkstes Zeichen für die „antibürgerliche Gegenwelt“. Der Zölibat werde vor allem deshalb kritisiert, weil „die Verweigerung des Koitus offenbar die letzte Todsünde ist in unserer übersexualisierten Gesellschaft“. Der Autor kritisierte auch die typisch deutschen Forderungen nach der Priesterweihe für Frauen. Hierzulande werde „viel Energie verpulvert, um Reformpapiere durch Kirchenräume zu tragen, statt die Weltkirche in den Blick zu nehmen. Die Deutschen nehmen sich zu wichtig.“ Lob von Matussek erhält Papst Benedikt XVI. für seine Menschlichkeit und Geradlinigkeit im „schwersten Job, den diese Erde zu vergeben hat“.[…]

Nichts ist mehr sicher: Evangelisation im Zuge des  „Eurovision Song Contest“
[…]Die evangelische Stadtkirche Kaiserswerth will am 13. Mai, dem Vorabend der Endausscheidung, Gäste des Musikwettbewerbs und eigene Gemeindemitglieder mit einem mehrsprachigen Gottesdienst erreichen. „Gott votet nicht nach Geschmack oder Laune. Die Punktzahl, die ich bei Gott bekomme, hängt nicht von meiner Show auf der Bühne ab“, sagte dazu Vikar Holger Pyka gegenüber idea. Den Gottesdienst bereitet Pyka mit einem Team ehrenamtlicher Mitarbeiter und der Band der Gemeinde vor. Er steht unter dem Motto des Liederwettbewerbs „What Is the Song in Your Heart?“ (Welches Lied singt dein Herz?) und soll mit einer Mischung unterschiedlicher Musikstile und mit meditativen Elementen besonders die Altersgruppe der 20- bis 39-Jährigen ansprechen, „die wir mit klassischen Gottesdiensten nicht erreichen“, sagte Pyka. Predigen wird der Vikar in Englisch und kommt damit auch vielen Gemeindemitgliedern entgegen … Auch einige andere Düsseldorfer Gemeinden bieten Gästen des Eurovision Song Contest ein besonderes Programm. Die Jonakirche in Düsseldorf-Lohausen verknüpfe am 13. Mai bei der Veranstaltung „Worship und Gospel zum Mitsingen und Mitbeten“ die Jona-Geschichte mit modernen Pop-Songs, sagte Pfarrer Daniel Kaufmann gegenüber idea. Am selben Tag wird in der Anbetungskirche Hassels der Posaunenchor der Gemeinde unter dem Titel „Pops for Brass“ internationale Titel der Popszene spielen.[…]

Heute: Vogels islamistische Paradies-Veranstaltung unter Auflagen erlaubt
[…] Die Veranstaltung darf laut Verwaltungsgericht nur bei Beachtung von insgesamt 14 Auflagen stattfinden, und zwar von 18 bis 21 Uhr auf dem Rebstockgelände im Westen der Stadt und nicht auf dem Roßmarkt in der City. Der Titel der Veranstaltung sei mit «Wie steht der Islam zum Terrorismus?» vorgeschrieben worden. Es müsse, entsprechend der Ankündigung des Veranstalters, verdeutlicht werden, dass der Islam Terrorismus jeglicher Art verbietet. Auch dürfe das Wirken und Schicksal des Terroristenführers Osama Bin Laden weder direkt noch indirekt Gegenstand der Veranstaltung sein. Die Stadt Frankfurt hatte die geplante Islam-Kundgebung, auf der der Konvertit Vogel auch ein «Totengebet» für Bin Laden sprechen wollte, am Mittwochabend verboten. Eine derartige «öffentliche Verhöhnung der Opfer vom 11. September und zahlreicher weiterer Opfer islamistischen Terrors» sei unter keinen Umständen hinzunehmen, erklärte Ordnungsdezernent Volker Stein (FDP).[…]

Die Religionszugehörigkeit ist das Wichtigste …
[…]Die künftige Regierungsmannschaft des überzeugten Katholiken Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen) ist multireligiös. Sie besteht aus fünf Protestanten, zwei Katholiken, einer Muslimin und vier Konfessionslosen. Bisher gehörten die Minister in der Regel der evangelischen oder katholischen Kirche an. Das Kabinett des scheidenden evangelischen Ministerpräsidenten Stefan Mappus (CDU), der eine Koalition mit der FDP führte, hatte acht katholische und drei evangelische Mitglieder … designierte Staatsministerin Silke Krebs ist konfessionslos. Stellvertretender Regierungschef wird der evangelische SPD-Vorsitzende von Baden-Württemberg, Nils Schmid. Für das neu geschaffene Ressort Integrationsministerium ist die Berliner Muslimin Bilkay Öney vorgesehen … Drei weitere SPD-Minister sind evangelisch: Innenminister Reinhold Gall, Justizminister Rainer Stickelberger und Sozialministerin Katrin Altpeter. Die ebenfalls von der SPD nominierten Bundesratsminister Peter Friedrich und Kultusministerin Gabriele Warminski-Leitheußer sind konfessionslos. Die Grünen haben mit Theresia Bauer als Wissenschaftsministerin und Franz Untersteller als Umweltminister zwei Katholiken und mit Landwirtschaftsminister Alexander Bonde einen Protestanten benannt. Der künftige grüne Verkehrsminister Winfried Hermann ist konfessionslos[…]

Selig, heilig, Kirchenlehrer
[…]Rom (kath.net) Papst Benedikt XVI. wird möglicherweise beim kommenden Weltjugendtag in Madrid den heiligen Johannes von Avila zum Kirchenlehrer ernennen. Dies meldet la-croix.com unter Berufung auf die Agentur I.Media. Der heilige Johannes ist einer der Patrone des Weltjugendtages. Der spanische Prediger der Gegenreformation lebte von 1495 bis 1550 und war ein großer Mystiker gewesen. Die Kirche verleiht den offiziellen Titel „Kirchenlehrer“ an Theologen, welchen sie eine besondere Autorität in der Lehre, in der Klarheit ihres Denkens, in der Heiligkeit ihres persönlichen Lebens und in der Wichtigkeit ihres Werkes zuerkennt. Unter den bisher 33 Kirchenlehrern sind immerhin drei Frauen, Thérèse von Lisieux, Katharina von Siena und Teresa von Avila.[…]

Christlicher Mission im Einkaufszentrum Strich durch die Rechnung gemacht
[…]Im Main-Taunus-Zentrum, einem Einkaufszentrum in Sulzbach vor den Toren Frankfurts am Main, wird es keinen kirchlichen Raum der Stille und damit auch kein ständiges Beratungsangebot der beiden großen Kirchen geben … Die Idee war 2005 bei einem Besuch des damaligen katholischen Limburger Bischofs Franz Kamphaus entstanden. Er hatte erklärt, dass die Kirche dort präsent sein müsse wo die Menschen seien. Seit Anfang 2010 lag dem Centermanagement ein gemeinsames Konzept der Kirchen vor. In einem zurzeit errichteten Erweiterungsbau wollten sie einen 23 Quadratmeter großen Laden nutzen, um dort neben einem Raum der Stille auch ein Beratungsangebot zu unterhalten. Es sollte sich an Besucher und Mitarbeiter des Einkaufszentrums wenden. Nach dem Aus für dieses Vorhaben unterstrich der evangelische Dekan Eberhard Kühn (Kronberg) die Notwendigkeit, als Kirchen weiter mit Projekten in der Ladenstraße vertreten zu sein. Seit fünf Jahren organisieren sie dort in der Adventszeit die ökumenische Aktion „Himmlisch nah“. Dazu gehört unter anderem ein Bühnenprogramm, das auf den christlichen Hintergrund des Weihnachtsfests hinweist. Viele Jahre gab es im Kino des Einkaufszentrums auch jeden Monat für Kirchendistanzierte besondere „GoSpecial-Gottesdienste“ der evangelischen Andreasgemeinde Niederhöchstadt. Sie waren im Herbst 2010 aufgegeben worden.[…]

SPD mal nicht religiös orientiert
[…]Unter dem Titel „Keine katholische Grundschule in Lübeck“ spricht sich der SPD-Ortsverein Holstentor Süd in einem Antrag gegen die „Einrichtung religiöser Bekenntnisschulen in Lübeck“ aus. Private Schulen würden durch eine Erhebung von Schulgeld einkommensschwächere Familien ausgrenzen. „Das ist einfach unsozial“, sagt der Ortsvereinsvorsitzende Ulrich Pluschkell. Seit Monaten werde die Schulgründung im Stadtteil kritisch diskutiert, so Pluschkell. Die Holstentor-Süd-Genossen sehen sich durch Beschlüsse der Landespartei, private und konfessionelle Schulen nur noch begrenzt zuzulassen, bestärkt. „Durch die Pflichtteilnahme am Religionsunterricht, wie dies in der katholischen Grundschule beabsichtigt ist, werden darüber hinaus große Teile der Bevölkerung wie Muslime, Juden und Atheisten ausgegrenzt“, heißt es in dem Antrag zum Kreisparteitag. Der Schule sollten keine städtischen Räume zur Verfügung gestellt werden[…]

Reaktionen auf Bergers Berufsverbot
[…]Der Grünen-Politiker Volker Beck verbindet diesen Fall mit dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche. „Meisner spricht einem profilierten Theologen die Kompetenz ab, weil er nicht asexuell lebt. Wäre die katholische Kirche nur bei Fällen sexuellen Missbrauchs halb so konsequent gewesen. Antisemitismus, Homosexuellenfeindlichkeit und antidemokratische Tendenzen machten dem Kardinal offenbar weniger Sorgen als ein Mensch, der offen zu seinem Leben steht“, so Beck in einer Mitteilung. Die Mitglieder des Europäischen Forums christlicher LGBT-Gruppen nehmen mit Unverständnis und Betroffenheit zur Kenntnis, dass dem katholischen Theologen David Berger die Lehrerlaubnis entzogen worden ist. „Nach unserem Verständnis der christlichen Botschaft sind auch Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und Queers als Christen dazu aufgefordert, wahrhaftig und ehrlich zu leben. Das bedeutet, sich mit der eigenen Lebensform nicht verbiegen oder verbergen zu müssen.“, heißt es in einer Mitteilung. Das Europäische Forum, dem auch die Organisation HuK (Homosexuelle und Kirche) angehört, sieht in dem ausgesprochenen Berufsverbot einen klaren Verstoß gegen die Menschenrechte durch Kardinal Meisner. „Wir erwarten von der römisch-katholischen Kirche, Gewissensfreiheit und Rechtssicherheit für alle Menschen zu ermöglichen, insbesondere für diejenigen, die in ihrem Dienst stehen.“[…]

Bei Kath.net Leseproben aus dem Buch: „‚Der Papst im Gegenwind‘
[…]Die Vatikanberichterstatter Paolo Rodari und Andrea Tornielli analysieren, warum der Papst ins Kreuzfeuer internationaler Medien gerät. Jeden Samstag im Mai eine exklusive Leseprobe aus dem Buch ‚Der Papst im Gegenwind‘.[…]