Andreas Laun: Dodo des Monats April 2011


Dodo des Monat April 2011

Die Wahl zum Dodo des Monats April 2011 war interessant. Nicht nur von den Kandidaten her; auch von den Themen, welche durch die Kandidaten vertreten wurden und werden.

Also, Herr Prof.Dr. Andreas Laun, Ordensgeistlicher und „Moraltheologe“ und Hirtenhund des Erzbischofs von Salzburg, hat den Dodo des Monats April 2011 gewonnen. >Die Freude darüber ist ihm anzusehen.

Auf dem Bild macht er jedenfalls ein Gesicht, alss wenn er gerade einen unter der Soutane geblasen bekommt. Doch dazu später mehr.

In seinem Sudel-Artikel vom 26. April auf kath.net beschwört er die Götterdämmerung Europas herauf, der ideologischen wohlgemerkt. Da er bei der Ausgiessung des Heiligen Geistes zu kurz gekommen ist, greift er die Vernunft an, die er anderen abspricht. Er holt aus der biblischen Trickkiste eine Geschichte hervor, die irgendein Trottel zur eigenen Erbauung geschrieben haben muss. Das Buch des Propheten Daniel hat es ihm angetan, Das Buch Daniel berichtet zunächst, wie im Zusammenhang mit der Verschleppung vornehmer Judäer durch Nebukadnezar(Anm.: Nebukadnezar ist ein König, und hat nichts mit dem gleichnamigen Schiff aus dem Film „Matrix“ zu tun)  auch Daniel und seine drei Freunde nach Babylonien kommen, wo sie trotz ihrer Erziehung im Geist der heidnischen Weltmacht dem Glauben ihrer Väter treu bleiben. Das Buch wurde, wie die ganze Bibel, von mehreren Autoren geschrieben, umgedeutet und die Aussageabsicht den jeweiligen Bedürfnissen angepasst. Also völlig beliebig. Märchenonkel Laun nimmt also jetzt dieses Geschreibsel um den Europäern die Leviten zu lesen. Die selbstgemachten Gottheiten Babyloniens, Wein, Weiber und Gesang nimmt er zum Anlass für seine Moralpredigt. Die Idee, dass sein Gott auch selbstgemacht ist, kommt ihm nicht, oder aber, was zu vermuten ist, es erschließt sich ihm intellektuell nicht.

Verliebt in die apokalyptische Frömmelei führt er aus:

Andreas Laun

Der Abfall von Gott führt ins Verderben, er bleibt nicht ohne Folgen, es gibt Zeichen der Warnung, aber es kann für die Verantwortlichen auch schon zu spät sein! Daher die Frage für das heutige Europa: Könnte die Hauptgefahr, in der unser Europa schwebt nicht auch der Abfall von Gott sein? Und dieser Abfall beginnt nicht erst dort, wo jemand nicht an Gott glaubt, sondern schon beim Abfall von dem, was man früher die „gesunde Vernunft“ nannte! Man denke nur, mit welch ideologischer Verhärtung man Absurditäten verteidigt und sogar mit politischer Gewalt den Menschen auferlegen will: Es beginnt mit der totalitären Form der Evolutions-Theorie mit ihrer Vergottung des „Zufalls“ und damit Leugnung der Vernunft im Seienden, es geht weiter mit Umschreibung von Geschichte und vor allem auch mit der Leugnung höherer Gerechtigkeit als der des Staates!

Er beschwört eine Hauptgefahr für Europa, ganz im Sinne einer Verschwörungstheorie. Seine eigene „gesunde Vernunft“, wenn er sie denn je hatte, offenbart sich als blödsinniges katholische Rührstück, das können die New-Ager besser. Das Feinbild wird gleich erklärt, die totalitäre Evolution-Theorie. Eine Erklärung dessen, was er unter diesem Begriff versteht liefert er nicht, kann er nicht liefern, da er mit der Thematik der Evolutionstheorien überfordert ist, der totalitäre, undemokratische Hirtenhund wirft einer wissenschaftlichen Theorie Totalitarismus vor. Die Vergottung des Zufalls leugnet die Vernunft des Seienden. Oh Mann, geistiges Rührei, Kerl hat er schon mal was von kausalen Zusammenhängen, Wechselwirkungen vernommen, anscheinend nicht, dann wäre nicht so eine idiotische Begründung zustande gekommen.
Nach der schwachen Abhandlung evolutionbiologischer Teleologie begibt er sich auf das Gebiet, bei dem er meint als Moraltheologe mitreden zu können.
Der alte Autoerotiker fährt fort:
Andreas Laun

Zur Häresie der Vernunft-Leugnung gehören natürlich auch die Gender-Ideologie, die Legitimierung der Abtreibung, die Verherrlichung der Homosexualität. Ein Angriff auf die Vernunft ist auch die Behauptung, alle Religionen seien gleich, was meist soviel heißen soll, wie dass alle „gleichgültig“ sind und keine gültig sein kann, weil es keine Wahrheit gibt, genauso wenig wie „gesunde Vernunft“!

Gender-Ideologie, das stinkt ihm, dahinter steht unter anderem die Forderung Frauen zum Priesteramt zu zulassen. Aus dem sozialen und psychologischen Geschlecht einer Person schließt der Pfaffe gleich auf die Häresie gegen die Vernunft. Wie billig.
Abtreibung, ganz übel, ehrlich, beim ersten Lesen des Artikels von Herrn Laun dachte ich mir, dass bei seiner Geburt einiges schief gelaufen sein muss. Vielleicht hat man ja den „richtigen“ Andreas Laun entsorgt und aus Versehen die Nachgeburt großgezogen. Die Homosexualität, der alte Feind der Pfaffen. Findet sie doch in den eigenen Reihen, wenn man nicht gerade Knaben im zarten Alter liebt, durchaus ihre Anwendung und ihre Anhänger. Je größer das Geschrei der Schwarzkittel gegen die Homosexualität um so sicherer die Annahme, dass sie nur von ihren eigenen Homos ablenken wollen.

Europa kann man nicht wiegen, es kann auch nicht für zu leicht befunden werden. Europa sollte aber für seine Zukunft in dem Sinne sorgen, dass es sich der moralisierenden Idioten entledigt, Sicherungsverwahrung wäre eine Möglichkeit, da können diese bigotten Schwarzkittel ganze Wände mit ihren Theologien vollschreiben.

Herr Andreas Laun, herzlichen Glückwunsch zum Gewinn des Dodos.

3 Comments

  1. Danke für diesen rotzfrechen Kommentar zum verdienten Dodo für diesen gefährlichen Simpel.

    @argus7:
    man sollte vielleicht wirklich darüber nachdenken, das „D“ des Dodo zu einem (Schein-) Heiligen-Schein über des Dodos Kopfes zu stilisieren …

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  2. Fürwahr ! Eine gute Wahl !

    Frage: Gibt es den Dodo des Monats – außer dem Eichenlaub – auch noch mit Schwertern und Brillanten ? Diese gesteigerte Ordens-Ausführung hätte sich dieser gehirnamputierte Pope nämlich redlich verdient !

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