Grenze weit überschritten: Vatikan erkennt abartige Engelwerk-Sekte an!


Quelle: kathpedia.com


Das kirchlich anerkannte ‚Werk der heiligen Engel‘ fördert die Verehrung der Engel, das Gebet für die Priester, die Liebe zu Christus in seinem Leiden und die Verbundenheit mit ihm.

Kath.net

… März 2011: Offizielle, positive Stellungnahme des Hl. Stuhles zum Werk der hl. Engel im L‘Osservatore Romano

Somit stellt sich das Engelwerk heute zu Recht als eine kirchliche Bewegung dar, die gerufen ist, mit dem ihr eigenen Charisma an der Verkündigungs- und Heilssendung der Kirche mitzuwirken.

Radio Maria: Was bedeutet die Anerkennung des Engelwerkes durch den Hl. Stuhl nun konkret für Sie als Gemeinschaft? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus?

P. Joachim: Mit der Approbation des Werkes der hl. Engel hat die Kirche dieser Bewegung den Segen gegeben. Das erfüllt uns mit Freude, ist aber zugleich auch Vertrauensvorschuss und Auftrag. Die Mutter Kirche hat das Werk der heiligen Engel in ihren Schoß aufgenommen.

Ich denke, dass die Bewegungen von heute auch die Aufgabe haben, den Christen wieder die Freude an der Kirche zu vermitteln. Sie ist die makellose Braut des Lammes, die hl. Stadt, das himmlische Jerusalem. In ihren Dienst stellen wir uns voll Freude.

Die Kirche gründet ihr Vertrauen zum Werk der hl. Engel darauf, dass der Kreuzorden die Führung und Verantwortung innehat. Wir gehen dabei im Einvernehmen mit dem Delegaten des Hl. Stuhles vor. Unser neuer Delegat, P. Daniel Ols O.P., erwähnt in einem Schreiben vom April 2010 die positive Entwicklung, welche unsere Bewegung durchgemacht hat.

Dem klugen und umsichtigen Vorgehen der kirchlichen Stellen entspricht seitens des Werkes der hl. Engel eine Gelehrigkeit und ein den kirchlichen Anweisungen gehorsames Verhalten, das sicherlich nicht immer leicht gewesen ist, aber von Gott gesegnet wurde und geistliche Früchte mit sich bringt.

Gemeinsam mit dem Delegaten des Hl. Stuhles bin ich heute der Ansicht, dass die Anerkennung des Statutes nicht nur eine Tolerierung des Werkes der hl. Engel seitens der Kirche ist.

Die Kirche möchte etwas von uns, sie sendet uns. Die Glaubenskongregation sagt nicht nur, jetzt ist alles in Ordnung und ihr könnt in eurem Winkel in der Kirche bleiben. Im Gegenteil, die Kirche ist überzeugt, dass wir eine nicht unbedeutende Rolle in der Neuevangelisierung zu erfüllen haben. In meiner Aufgabe als Hauptverantwortlicher des Werkes der hl. Engel möchte ich hier allen Mitgliedern und Freunden herzlich für ihre Treue auch in den schweren Zeiten danken.

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Wikipedia: Engelwerk:

… Die angeblichen „Offenbarungen“ Bitterlichs, auf die sich das Engelwerk stützt, sollen gnostische Züge aufweisen und auf die Kabbala und den persischen Dualismus zurückgehen. Das Engelwerk selbst lehrt, Gabriele Bitterlich habe in ausgedehntem Kontakt mit vielen Engeln gestanden, und beschreibt ihre Schriften darüber als Ausdruck von Glaubensgeheimnissen …

… Die von Joseph Ratzinger geleitete Glaubenskongregation publizierte am 6. Juni 1992 ein Dekret, das zum Schluss kam: „Die für das Engelwerk typische Engellehre und gewisse daraus abgeleitete Praktiken sind der Heiligen Schrift und der Tradition der Kirche fremd und können daher nicht als Grundlage für Spiritualität und Tätigkeit von Vereinigungen dienen, die kirchlich approbiert sind.“ Das Engelwerk gibt an, die kirchlichen Vorgaben einzuhalten …

… Von Sektenbeauftragten und Bischöfen innerhalb der katholischen Kirche wird das Opus Angelorum als fundamentalistische Vereinigung eingestuft. Die Engelhierarchien und die Visionen der Schriften seien mit der Lehre der katholischen Kirche unvereinbar. Die Geheimhaltung der Schriften würden eher auf einen Geheimbund denn eine Erneuerungsbewegung schließen lassen. Das Engelwerk helfe außerdem Theologiestudenten, deren Eignung zweifelhaft sei, zu einer Priesterweihe. Jugendliche, die dem Werk beitreten, würden von ihren Angehörigen isoliert und wie Leibeigene behandelt. Durch übersteigerte Gebetspflichten und eine lebensfeindliche Moral wurden sie in krankhafte Angst versetzt …

… Im Oktober 2010 erklärte die Glaubenskongregation, das Engelwerk stelle sich als öffentlicher Verein in Übereinstimmung mit den Weisungen der kirchlichen Autorität dar und es bestehe kein disziplinäres oder lehrmäßiges Hindernis für die Bischöfe, die Vereinigung in ihre Diözesen aufzunehmen. Zugleich warnte die Glaubenskongregation vor Aktivitäten von Engelwerk-Mitgliedern, die weiterhin den kirchlichen Verboten zuwider handelten. Die Werbung dafür geschehe in sehr diskreter Weise und erwecke den Eindruck, sie stünde in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche …

Katholische Sekte Engelwerk
„Die haben unsere Tochter kaputtgemacht“
Eine katholische Sekte sorgt für Aufsehen: Das Engelwerk predigte eine obskure Erlösungslehre, verteufelte schwarze Katzen und Kinder mit bösem Blick. In Zeiten des Mitgliederschwunds nähert sich der Vatikan dem Geheimbund an – erschreckend, wenn man die Schicksale von Betroffenen erfährt.

Von Barbara Hans, München – Spiegel-online  (Oktober 2010)

… Auf der einen Seite stehen Auserwählte – auf der anderen Seite der Teufel

Im Jahr 1990 hat Poppenwimmer die „Initiative engelwerkgeschädigter Familien“ gegründet. Sie hat Informationen gesammelt über eine Vereinigung, die es sich zum Ziel gesetzt hat, die Verbindung von Engeln und Menschen zu fördern – und von der kaum Informationen an die Außenwelt dringen.

Die Lehren des OA (siehe Kasten in der linken Spalte) gehen auf die gebürtige Wienerin Gabriele Bitterlich zurück. Die 1978 verstorbene Hausfrau will bereits im Alter von vier Jahren in einer Privatoffenbarung einen Schutzengel gesehen haben. Auf Zehntausenden Seiten soll sie ihre Erscheinungen dokumentiert haben, die Rede ist dort von einem endzeitlichen Kampf zwischen Engeln und Dämonen.

Kinder, die den Pfarrer nicht ansehen können, sind demnach ebenso von Dämonen besessen wie junge Frauen, die eine Fehlgeburt haben oder auch schwarze Katzen. Die Lehre ist geknüpft an ein Heilsversprechen: Nur durch die Verehrung der Engel kann man sich vor den Dämonen schützen.

Nur weil die Angst gepredigt wird, kann die Heilung propagiert werden.

Das OA ist zwar nicht so bekannt wie das Opus Dei, aber ebenso umstritten – und ebenso bemüht, seine Ziele im Verborgenen zu erreichen. Der Hauptvorwurf, den Poppenwimmer und Sektenbeauftragte gegen die Gemeinschaft richten: Durch die Abschottung von der Außenwelt und die Indoktrination der bizarren Lehren und Heilsversprechen mache das Engelwerk viele Anhänger auf Dauer psychisch krank. Poppenwimmer will viele solcher Menschen erlebt haben. Kirchenrechtler halten die Geheimlehre für abstrus und gefährlich.

„Hölle“, „Strafe Gottes“, „Dämon“

Poppenwimmer will zahlreiche Fälle kennen, in denen Familien auseinandergerissen wurden, nachdem ein Mitglied in die Fänge des Engelwerks geraten war: Ehen zerbrachen, Kinder mieden und verteufelten ihre Eltern, ehemals Vertraute entfremdeten sich, aus guten Beziehungen wurden totale Zerwürfnisse.

„Die Gefahr ist die Manipulation der Leute“, sagt Poppenwimmer, die Dutzende Betroffene begleitet hat. Das Engelwerk fußt auf einer simplen Zweiteilung: Auf der einen Seite stehen die Auserwählten, die Gläubigen, die Anhänger der Gemeinschaft – auf der anderen Seite steht der Teufel. Engel gegen Dämonen, Mitglieder gegen Andersgläubige, es ist ein ewiger Kampf. Etwas Halbes duldet das Engelwerk nicht. „Du bist ein schwerer, sündiger Mensch, du bist verloren in alle Ewigkeit – aber wir können dich retten“, das sei die Botschaft des OA, sagt Poppenwimmer. Kontakt zur Außenwelt, Medienkonsum, Sprechen über das, was sich im Engelwerk ereignet, all das sei tabu und gelte als Werk des Teufels. Überhaupt mutet die Sprache des Engelwerks seltsam an, Wörter wie „Hölle“, „Strafe Gottes“, „Dämon“ fallen häufig.

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Opus Angelorum: Hebammen und Katzen sind besessen

Wunderglaube, Gnosis, Kabbala, Engelanbetung, Seher, Offenbarungen (=Channelings), etc. Mir scheint, die katholische Kirche entwickelte ganz bewusst eine Missionsstrategie, um Esoteriker anzuwerben und ihnen zu zeigen, was ihr glaubt, bieten wir euch auch.

5 Comments

  1. @ Josef Sefton

    Du hast selbstverständlich handfeste Beweise dafür, dass es Engel gibt !? Weißt du, für solche Engelsgläubige wie dich empfinde ich nur noch tiefstes Mitleid. Dir hat offenbar eine Pfaffe schon in frühester Jugend ins Hirn geschissen ! Und so würdest du eben zu einem echten Religioten !

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  2. @Josef Sefton

    Aber ja doch, es steht geschrieben, daß es Engel gibt!
    Und weil es geschrieben steht,glaube ich auch an Hänsel und Gretel, den Froschkönig und den Weihnachtsmann.
    Es steht auch geschrieben, daß es Psychopathen gibt, die Geistwesen sehen können – glaub ich absolut dran!

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  3. Matthäus
    4:8 Darauf führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit

    4:9 und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.

    4:10 Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! denn es steht geschrieben „Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.“

    4:11 Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da traten Engel zu ihm und dienten ihm.

    @Argus7
    Die Behauptung, dass es tatsächlich Engel gäbe ist nicht dämlich denn Engel sind eine Schöpfung Gottes !

    Die RKK ist längst in die Irre gegangen.

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  4. Mit jeder neuen Aktion zeigt Benedikt/Ratzinger wes Geistes Kind er ist: er will hinter die Aufklärung zurück und gleich ganz Europa, das er als sein Schlachtfeld erachtet, mitnehmen!
    Legionäre Christi, Opus Dei, Piusbrüder, Exorzisten und jetzt das Engelwerk – er holt sich immer mehr Religionswahnsinnige in seinen Laden. Daß er im Bundestag reden darf, wertet er als Etappensieg bei seinem Kampf gegen Aufklärung und Menschenrecht.
    Diese widerliche Engelwerkvereinigung ist nur einen kleinen Schritt entfernt von Hexenverbrennungen!
    Wir fürchten uns vor wildgewordenen Moslems und übersehen dabei, daß im Windschatten der Islam/Terrorisdebatte der Vatikan aufrüstet und sich anschickt die Macht in den Staaten zu übernehmen.
    Die RKK ist kein Verein von Betbrüdern, sondern setzt sich zusammen aus einer machtbesessenen Klerikerkaste, die ohne Rücksicht auf Verluste, sich die Menschen – ganz nach dem Motto der Bibel – „untertan“ machen will.
    Die Pius-Brüder haben dem Papst bereits Verfassungen ausgearbeitet, nach denen „alle Macht von Gott ausgeht“. Ratzfatz werden dann Scheidung, Abtreibung, PID, Sterbehilfe, Homosexualität verboten und mit schweren Strafen belegt. Die im Katechismus erlaubte Todesstrafe wird dann als Mittel der Wahl angewendet, um alle Gegner zu beseitigen.
    Natürlich diskreditiert sich der Vatikan mit der Kanonisierung des Engelwerkes bei denkenden Menschen! Doch die meisten meinen ja, und gehen dabei den Lügen der RKK auf den Leim, ohne hristentum gebe es keine Menschenrechte etc.
    Die Menschenrechte sind gegen die Kirche erkämpft worden – und sie müssen erneut vertedigt werden gegen Ratzinger und seine Kardinalskarmarilla im Vatikan!

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  5. Angenommen, ich wäre Jäger und hätte das Recht, in meinem Revier zu jagen. Darf ich dann auch fliegende Engel abschießen ?

    Ja, ich gebe zu, das ist eine ziemlich dämliche Frage. Mindestens so dämlich wie die Behauptung, dass es tatsächlich Engel gäbe !

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