Abstinenzklassen – just say no to sex


Vor Jahren kam diese Bewegung in den USA auf. Keinen Sex vor der Ehe. Keuschheit, Abstinenz, dafür aber ein klares religiöses Bild von sich selbst. Die Urheber, evangelikale Fundamentalisten in den USA. Man predigt den Schutz vor „Geschlechtskrankheiten“ wie HIV, die Vermeidung „ungewollter“ Schwangerschaften. Parallel dazu ging man aufklärerischen Schritten aus dem Wege. Die Eltern konnten sich Gespräche, mit ihren lieben Kleinen, über Sexualität, Partnerschaft sparen. Die Schulen sowieso. Genützt hat das alles wenig oder garnichts. Nimmt man diese Aspekte wird die Verlogenheit  christlicher Lebensschützer wie ProLife erkennbar. Nun schwappt diese ganze üble und stinkende Brühe der Evangelikalen nach Großbritannien.

Die Konservativen der Insel haben sich des Themas angenommen. Und generieren gleich die Schlagzeilen, die Themen wie Sexualität nun mal mit sich bringen. Ein Grund für das medial-politische Interesse dürfte die religöse Verlogenheit der Apologeten sein.

Am Mittwoch, der vorigen Woche, schlug die Abgeordnete Nadine Dorries vor, verpflichtende „Abstinenzklassen“ für Mädchen zwischen 13 und 16 Jahren einzuführen. Der Beifall ihrer konservativen Kollegen war ihr sicher. Es steht zu befürchten, dass über kurz oder lang aus diesem Vorschlag ein Gesetz werden könnte.

Schaut man in die britischen Statistiken, so kann man erkennen, dass die Schwangerschaften bei Teenagern die niedrigsten seit 1980 sind. Der Vorschlag der Abgeordneten zielt nur auf Mädchen ab, sie sollen reglemetiert und stigmatisiert werden. Die Ursachen sieht die Dame in der stark sexualisierten Gesellschaft.  Bleibt die Frage, warum nur Mädchen? Passt wohl in das gläubige Bild. Zu befürchten ist allerdings, dass derartige politisch-religiös motivierte Auswüchse auch in Deutschland ihre Anhänger finden. Ich sehe schon die Pfaffen in den Ethikräten in die Hände klatschen.

Nadine Dorries: Teenage girls should be taught how to say no to sex

3 Comments

  1. Die wirklich Leidtragenden sind natürlich wieder einmal die Kinder, die verklemmt aufwachsen und die gesamte Scheiße erneut aufarbeiten müssen, wie wir seinerzeit auch. Es ist zum kotzen.

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  2. Nebst dem Selbsterhaltungstrieb ist der Geschlechtstrieb der zweitstärkste Trieb des Menschen. Den zu kanalisieren oder gar einzudämmen dürfte sich als ein wenig aussichtsreiches Projekt erweisen ! Wenn sich dadurch aber die Vermehrung des Religiotentums verhindern liesse, würde ich einem solchen Anliegen selbstverständlich meine Unterstützung nicht versagen !

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