SPD: AK-Laizisten abgelehnt, Migrantenquote durchgeboxt


Quelle: info-tain.de

Gabriel drückt Migrantenquote durch
Wo, bitte, geht’s aus dem Tal? Im Parteivorstand diskutierte die SPD über die eigene Lage und den Umgang mit Thilo Sarrazin. Die Führungsriege musste einige Kritik einstecken, auch für ihre Idee einer Migrantenquote. Die Quote kommt – doch es brauchte ein kleines Basta des Vorsitzenden.

Von Veit MedickSpiegel-online

Berlin – Immerhin – ein Thema war schnell abgeräumt. Den Wunsch nach Gründung einer laizistischen Arbeitsgemeinschaft innerhalb der SPD lehnten die Spitzengenossen ab. Einstimmig. Ohne große Debatte. Wär‘ ja noch schöner.

Ansonsten aber war von Eintracht nicht viel zu spüren in der Sitzung des Parteivorstands an diesem Montag. Es soll, so berichten Teilnehmer, einigermaßen rustikal zur Sache gegangen sein. Kein Wunder: Die SPD steckt im Tief. Sie leidet an anhaltender Profilschwäche, miesen Umfragewerten und – natürlich – Thilo Sarrazin. Da musste mal drüber gesprochen werden.

Einige Sozialdemokraten, so heißt es, hätten den Anlass genutzt, mal grundsätzlich Kritik am Kurs der Parteispitze zu üben. Linksaußen Ottmar Schreiner habe sich entsprechend geäußert, aber auch der Sprecher des konservativen „Seeheimer Kreises“ Garrelt Duin. Kolportiert wird zudem ein Schlagabtausch zwischen Juso-Chef Sascha Vogt und Parteichef Sigmar Gabriel. Vogt habe in der Sitzung bemängelt, dass in vielen Fragen nicht klar werde, wofür die SPD eigentlich stehe. Gabriel, der sich mit Vogt schon seit längerem reibt, habe ihm daraufhin recht schroff vorgeworfen, der einzige Juso-Chef jemals zu sein, der seine Kritik in Interviews personalisieren würde. Es war ein kleines Basta.

weiterlesen

Sarrazin bleibt – nur links geht’s raus

1 Comment

  1. Dass die sozialdemokratischen Führer ein gebrochenes Demokratieverständnis haben, wird durch die Ablehnung des Antrages von laizistischen SPD-Mitgliedern auf offizielle Anerkennung eines laizistischen Arbeitskreises nachdrücklich dokumentiert.

    Als Gegner eines solchen Arbeitskreises haben sich außer Sigmar Gabriel insbesondere die beiden Katholen Andrea Nahles und Wolfgang Thierse geoutet. Selbstverständlich existiert in der SPD längst ein christlicher Arbeitskreis. Auch Schwule und Lesben erhielten die offizielle Erlaubnis zur Bildgung eines Arbeitskreises.

    Allein diese wenigen Hinweise belegen das offenbar gestörte Demokratieverständnis führender Sozis.

    Wer die Diskussion über dieses Thema hautnah verfolgen möchte, kann dies auf der Homepage http://www.laizistischesozis.plusboard.de tun. Auch Nichtmitglieder können dort mitdiskutieren.

    Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.