Ein Pilz und eine Zombie-Ameise


Bild: (c) David Hughes

Ein Parasit steuert das Verhalten seines Wirts so fein, dass dieser noch beim Sterben das Weiterleben seines unerbetenen Gastes optimal vorbereitet. Bis heute ist weithin unklar, was sich da im Detail abspielt.

Von Jürgen LangenbachDie Presse

Kurz bevor die Sonne im Zenit steht, spielt sich seit mindestens 48 Millionen Jahren in tropischen Regenwäldern der letzte Akt eines spukhaften Dramas ab: Eine sterbende Ameise verbeißt sich in ein Blatt, so fest, dass sie nach ihrem Tod noch hängen bleibt. Aber sie ist nur (noch) äußerlich eine Ameise, im Inneren haust ein parasitischer Pilz, seine Gene steuern den Zombie. Dessen Ameisenkörper stirbt beim Festbeißen am Blatt noch nicht, das dauert bis zur Abenddämmerung, kurz darauf wächst etwas aus seinem Schädel, das so lang ist wie die Ameise selbst, der Pilz.

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1 Comment

  1. Das würde das Verhalten von so manchen Politiker erklären.
    Man sollte vieleicht dort auch einmal nachforschen ob es Pilze gibt die das Denken beeinflussen.

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