Neuigkeiten aus dem religiösen Paralleluniversum


Quelle: bruedergemeinde.de

Wer fährt in welchem Auto welche religiöse  Symbole spazieren?
[…]Die Religion fährt mit: An oder in jedem zehnten PKW in Deutschland befinden sich religiöse Symbole. Das geht aus der Studie „Religion im Auto“, die von der Akademie Bruderhilfe-Pax-Familienfürsorge (Kassel) – einer Einrichtung der Versicherer im Raum der Kirchen – in Auftrag gegeben wurde. Am häufigsten kämen Engel, Rosenkränze, Kreuze – sie sind in der Regel am Rückspiegel angebracht – und Aufkleber mit dem Fischsymbol vor … Der Studie zufolge befinden sich die meisten religiösen Symbole an und in Fahrzeugen der Marke Volkswagen gefolgt von Opel, Ford, Renault, Mercedes und Audi. Engel dominierten in den Wagen von Honda, Nissan und Citroen. Kreuze konzentrierten sich in auffälliger Weise in Fahrzeugen von Mercedes, Peugeot und Mazda – oft kombiniert mit anderen christlichen Symbolen. Keine Kreuze seien bei den Marken Nissan, Citroen, BMW, Hyundai, Fiat und Honda zu finden. In Renault-Fahrzeugen könne man eine bunte Mixtur aller erfassten religiösen Gegenstände feststellen. Warum die Symbole bei den verschiedenen Automarken in unterschiedlicher Dichte vorkommen, müsse noch untersucht werden, so die Forscher. Sie vermuten, dass die Marke eng mit der sozialen Milieuzugehörigkeit der Fahrer zusammenhängt und die Milieus unterschiedliche religiöse Vorlieben haben[…]

Nur Atheisten können Selbstmord begehen
[…]Der Kölner Erzbischof Joachim Kardinal Meisner hat Kritik am Selbstmord von Gunter Sachs geübt. Dieser hatte in einem Abschiedsbrief die Angst geäußert, dass er bei einer weiteren Verschlechterung seines Gesundheitszustandes seine Würde verlieren könnte. Meisner erinnerte gegenüber dem Domradio daran, dass die Würde des Menschen nicht in seiner Intelligenz läge. Daher nehme die Menschenwürde auch bei schwindender Intelligenz nicht ab. Auch Säuglinge verfügten schließlich über menschliche Würde. Für Meisner ist der „Selbstmord von Sachs „eine typische atheistische Reaktion“.[…]

B16-RatzeBene will mit Juden Menschenrechte verteidigen, die Charta der Menschenrechtserklärung wurde vom Vatikan jedoch nie unterschrieben
[…]Papst Benedikt XVI. hat Juden und Christen zum gemeinsamen Vorgehen gegen Armut, Ungerechtigkeit und Diskriminierung in der Welt aufgerufen. Es gebe viele Bereiche, in denen die Anhänger beider Religionen zusammen für eine „bessere Welt“ eintreten könnten, sagte Benedikt XVI. am Donnerstag vor einer Delegation der jüdischen Menschenrechtsorganisation „B’nai B’rith International“ (Kinder des Bundes) im Vatikan. Die gemeinsame Überzeugung, dass der Mensch als Gottes Ebenbild geschaffen sei, bilde die solideste Grundlage zur Verteidigung der unveräußerlichen Menschenrechte. Zugleich würdigte der Papst den Beitrag der größten und ältesten jüdischen Wohltätigkeits- und Menschenrechtsorganisation für das interreligiöse Gespräch[…]

Religioten-Musik von Sarah Kaiser wurde mit IMPALA-Award ausgezeichnet
[…]“Ich freue mich ungemein, dass meine Musik so gut ankommt“, sagte Sarah Kaiser gegenüber pro. Die junge Sängerin hat inzwischen mehrere Alben mit christlicher Soul-, Jazz- und Popmusik veröffentlicht, zudem singt sie im Quartett „Berlin Voices“. „Es berührt mich, dass die Lieder Menschen emotional und geistlich erreichen.“ Sie bekomme oft Feedback von Fans und Konzertbesucher, die durch ihre Musik näher zu Gott gekommen seien. „Ich habe zum Beispiel schon mehrfach gesagt bekommen, dass ‚Gast auf Erden‘ Leuten in einer Trauerphase geholfen hat“, so die Künstlerin. „Es erfüllt mich mit Ehrfurcht, wenn die Menschen näher zu Gott kommen – das macht die Musik, der Text und der Heilige Geist.“[…]

Tanzverbot unnötig
[…]Der Präsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung (Foto), hat die Kirche dazu aufgefordert, sich als Stimme in der freiheitlich-demokratischen Gesellschaft zu begreifen. Sie dürfe keinen verbindlichen Wahrheitsanspruch für sich reklamieren, sagte Jung am Donnerstag zum Auftakt der Frühjahrssynode seiner Kirche in Weilburg. Als Beispiel nannte er das Tanzverbot am Karfreitag, das „mitten hinein in Fragen der Feiertagskultur“ führe[…]

Mit B16-RatzeBene wird daraus wohl nichts werden …
[…]„Diakonat der Frau – eine Zukunftsperspektive für die Kirche? Der Zeit entsprechend ein brandaktuelles Thema, aber laut Referentin Simone Burster, kam die Frage bereits vor fast 40 Jahren auf. Der Papst wurde von der Würzburger Synode gebeten, die Frage des Diakonats der Frau zu prüfen und womöglich Frauen zur Diakonatsweihe zuzulassen. Die Frage blieb bis jetzt unbeantwortet … Das „Netzwerk Diakonat der Frau“ setzt sich für die Einführung in der römisch-katholischen Kirche ein. Bereits 23 Frauen, eine davon ist wohnhaft in Baden-Baden, haben auf der Basis einer abgeschlossenen theologischen Ausbildung den „Ausbildungskurs für Leitungsdienste in einer diakonischen Kirche“ absolviert, so Simone Burster. Auch verlangen die Frauen im Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) mehr Einfluss in der Kirche. Auch in der Diskussion in Bräunlingen war man sich einig: Es braucht Frauen und Männer im Diakonat.[…]

Vatikan und Islam
[…]Melloni erinnert an das ungleiche Duo Wojtyla-Casaroli: „Ratzinger, meiner Ansicht nach in ausgeprägter Form kein Papst der Kurie, wollte durch die Ernennung Tarcisio Bertones zum Staatssekretär den Vatikan entpolitisieren, der heute tatsächlich über keine klare Außenpolitik verfügt. Ich glaube, daß es gegenüber den islamischen Staaten kein wirkliches politisches Projekt gibt. Es gibt nur den Papst und seine Vorgabe auf höchster spiritueller und intellektueller Ebene, aber wenig Politik. Nicht von ungefähr werden die Nuntien, die rund um den Erdball wirken, vom Papst nicht mehr empfangen. Geht es noch klarer?“, so der Historiker Melloni. Das Duo Ratzinger-Bertone sei geradezu atypisch. „Ratzinger wählte einen Freund als Staatssekretär. Seine Vorgänger wählten meist Personen, die ihnen in vielem sehr fernstanden, weil sie wollten, daß jemand die Politik machte, die der Papst nicht machen kann. Pius XI. hatte Pietro Gasparri und erst in zweiter Linie Eugenio Pacelli. Pius XII. hatte Luigi Maglione, bis er entschied, es selber zu machen. Wojtyla hatte Agostino Casaroli und dann Angelo Sodano, die beide von ihm recht unterschiedliche Sichtweisen hatten. Ratzinger leuchtet heute durch seine Worte, doch fehlt eine Außenpolitik. Zudem gibt es keine klaren Überlegungen zu den Entwicklungen im Islam. Wojtyla war überzeugt, daß der Kommunismus Ausdruck des Bösen war und als solcher in sich zusammenbrechen würde. In Centesimus annus sprach er von der ‚gewaltfreien Standhaftigkeit‘ der Kirche in den Ostblockstaaten. Heute scheint der Islam zu implodieren, doch niemand im Vatikan sagt: ‚Ich habe es gesagt, daß sich der gewaltlose Islam durchsetzen würde‘.“[…]

Baden-Württemberg: Vereidigung der neuen Regierung teilweise ohne Gottesformel
[…]Überraschend fehlen auch die beiden katholischen Landesbischöfe – was nicht nur wegen Kretschmanns Nähe zur Kirche einer Einladungspanne geschuldet sein dürfte. Sein Amt nimmt er mit der Formel „so wahr mir Gott helfe“ an – während sechs von 14 Kabinettsmitgliedern bei ihrer Vereidigung am Nachmittag darauf verzichten. Zu Zeiten der CDU-Herrschaft hatte schon ein einzelner Verzicht auf die Gottesformel fast zu einer kleinen Regierungskrise geführt.Doch nun brechen neue Zeiten an, so sehen es zumindest die Grünen[…]